Handball-Drittligist aus Menden verliert deutlich mit 21:36 bei Mitaufsteiger HSG Bergische Panther und ist dabei erneut physisch total unterlegen 

Es kam wie befürchtet. Die Drittliga-Handballer der SG Menden Sauerland waren gestern Nachmittag im Auswärtsspiel bei Mitaufsteiger HSG Bergische Panther chancenlos. Die Mannschaft von Sascha Simec verlor deutlich mit 21:36 (10:19).

„Die Niederlage war auch in der Höhe verdient“, sagte der SG-Coach nach enttäuschenden 60 Minuten in der Max-Siebold-Halle in Burscheid. „Wir haben von Beginn an keinen Zugriff in der Abwehr bekommen – egal, was wir auch versucht haben. Und das ist eine bittere Erkenntnis für uns, bei dem hohen Aufwand, den wir betreiben.“

Das größte Problem der SG – nicht nur gestern: Die Mannschaft ist ihren Gegnern physisch klar unterlagen. „Und das haben die Panther eindrucksvoll unter Beweis gestellt und ausgenutzt“, so Simec. „Uns wurden ganz klar die Grenzen aufgezeigt.“

16 Fehlwürfe in Durchgang einsSo sah das auch Teammanagerin Birgit Albrecht. „Das ist kein normaler Aufsteiger, die sind extrem stark besetzt mit Spielern aus höheren Ligen und für uns absolut kein Maßstab. Wir setzen bewusst auf unsere jungen Spieler und wissen natürlich, dass wir gegen solche hochkarätigen Mannschaften eigentlich keine Chance haben“, so Albrecht. „Allerdings haben wir auch nicht gut gespielt.“

In der ersten Halbzeit leistete sich die SG 16 Fehlwürfe und drei technische Fehler. „Das ist 30 Prozent Effektivität“, monierte Simec die vielen Fahrkarten. „Und dann verliert man natürlich in dieser Höhe mit 15 Toren.“

Die Panther enteilten den Mendenern nach Marcel Voglers 11:7 (16.) innerhalb von elf Minuten auf 18:7 und ließen auch in der zweiten Halbzeit nicht locker. Die Gastgeber beantworteten die Treffer von Marcel Vogler (Siebenmeter) und Joshua Krechel zum 19:12 (33.) mit einer weiteren Torflut zum 28:17 (46.). „Ich hätte mir ein bisschen mehr Aufbäumen gewünscht, aber aus dem Rückraum kam zu wenig, und unsere eigentlich starken Außen konnten wir nicht ins Spiel bringen“, sagte Simec.

Und auch in der Schlussphase nutzten die hochmotivierten Gastgeber die Unterlegenheit der Mendener gnadenlos aus. „Wir müssen sehen, dass wir irgendwie die Kurve kriegen“, hofft der Trainer auf Besserung in den nächsten Wochen.

Bei den kommenden Gegnern wie SG Schalksmühle/Halver, GWD Minden II oder HSG Krefeld ist das sicherlich kein leichtes Unterfangen.

Den einzigen Trost, den die Mendener aus dieser Partie mitnehmen können: Sie rangieren weiterhin auf einem Nichtabstiegsplatz.

Text: Westfalenpost Menden – Franz Schoo