Harte Gegenwehr: Eike Jungemann (Bildmitte) und die SG-Zweite bleiben nach dem 23:28 gegen Schwerte-Westhofen im Tabellenkeller hängen. Foto: Dietmar Reker, sportpresse-reker.de

Sie kommen einfach nicht in die Spur! Die Landesliga-Handballer von SG Menden Sauerland II sind weiter auf der Suche nach ihrer Form. Am Samstag unterlagen die heimischen Ballwerfer in der Walram-Halle der HSG Schwerte-Westhofen mit 23:28 (8:14). Eine Niederlage, die das große Dilemma der SG-Zweiten richtig deutlich machte.

„Wir gehen einfach zu fahrlässig mit unseren Chancen um“, haderte SG-Trainer Arnd Wefing einmal mehr mit der schwachen Torausbeute seiner Mannschaft. In der Tat waren genügend Chancen da – die „Wölfe“ aber ließen zahlreich liegen oder scheiterten am Gäste-Keeper Daniel Evangelou.

„Das Torwartspiel haben wir heute verloren. Das ist dann schon entscheidend in so einem Spiel“, sagte Arnd Wefing. Wobei er seinen Keeper, A-Junior Yannick Smolenski, aus der Kritik herausnahm. „Er hat seine Sache richtig gut gemacht. Aber der Gegner hatte da die entscheidenden Szenen für sich“, so Wefing. Der Coach dachte dabei an die Augenblicke, als zum Beispiel Eike Jungemann, Daniel Meisterjahn oder Roman Köck in aussichtsreichen Positionen an Evangelou scheiterten – und die Partie damit keine Wendung zu SG-Gunsten erhielt.

Zäher Spielbeginn

Allerdings war der Gegner von der Ruhr in Sachen Offensive nicht gerade sehr effizient. So kam das Spiel in der Walram-Halle sehr zäh in Bewegung – Daniel Meisterjahn traf in der 15. Minute zum 3:5 aus heimischer Sicht. Schwerte-Westhofen profitierte vor allem in der ersten Halbzeit davon, dass Niklas Linnemann und Alexandr Denissov regelmäßig trafen. Zur Halbzeit lagen die Gäste mit sechs Toren vorne (14:8).

Nach der Pause sollte sich am Verlauf der Partie nichts ändern. Die Hausherren mühten sich – eine Wende der Partie gab es allerdings nicht. „Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie hat über 60 Minuten alles versucht und eine tolle Moral gezeigt“, lobte Arnd Wefing den Auftritt seines Teams.

Die Gäste waren allerdings effektiver, nach 44 Minuten war deren Vorsprung auf acht Tore angewachsen – Linnemann traf zum 21:13. Die Partie sollte damit entscheiden sein. In der Schlussphase bemühten sich die Hausherren um eine Resultatsverbesserung. Das gelang aber nur sehr minimal.

Am Ende lag der Kontrahent von der Ruhr immer noch klar vorn. „Wir müssen einfach konstanter werden und brauchen unbedingt ein Erfolgserlebnis“, sagt Arnd Wefing. Der Druck steigt – die nächsten Wochen werden schwer.

SG Menden Sauerland II: Smolenski; Nils Flor (1), Köck (2), Jünger (5), Jungemann (1), Wünnemann (1), Poth (1), Lauritz Wefing (7), Meisterjahn (5), Lotz, Oliver Kampmeier, Kammermeier, Hormann

Text: Westfalenpost Menden – Burkhard Granseier