Foto: Dietmar Reker, sportpresse-reker.de

 

Es war ein Showdown mit Happy-End. Die Handball-A-Jugend der SG Menden Sauerland setzte sich nun auch die JSG Werther/Borgholzhausen durch und behauptet, dank des erst zwei Sekunden vor Schluss von Nils Flor erzielten Tores zum 30:29 (10:15)-Endstand, den zweiten Tabellenplatz in der Oberliga. Eine Position, mit der eigentlich nicht zu rechnen war.

„Es ist schon der helle Wahnsinn, wie sich diese Mannschaft in dieser Spielklasse präsentiert“, sagt Trainer Fabian Henze. Der Halinger ist mächtig stolz auf seine Talente – und hat dazu auch allen Grund. Denn inzwischen stehen die „Wölfe“, mit beachtlichen 8:2 Punkten auf dem Konto, nach fünf Saisonspielen auf Tabellenplatz zwei hinter TSV GWD Minden II (10:0) – eine Fortsetzung dieser Erfolgsgeschichte scheint angesichts bislang gezeigter Leistungen nicht ausgeschlossen.

Den letzten freien Platz ergattert„Einen solch guten Start, hatten wir sicherlich erhofft. Dass uns das tatsächlich gelungen ist, erfreut uns natürlich sehr“, macht Henze deutlich, dass man eigentlich andere Ergebnisse erwartet hatte. War man doch als kompletter Jungjahrgang – nur Nils Flor und Luca Kammermeier sind älter – durch die Qualifikation gerutscht und konnte erst im Entscheidungsspiel gegen den TV Verl den letzten freien Platz in der Oberliga ergattern. „Und das mit einer Mannschaft, die zuvor in der B-Jugend mit nur sechs Punkten Oberliga-Letzter wurde – das ist schon beachtlich“, lobt Henze seine „Wölfe“.

Die starteten mit einem 26:24-Heimsieg gegen den TV Emsdetten und legten bei JSG NSM Nettelstedt II sogleich ein 30:29 nach. Nach der bislang einzigen Niederlage (39:35 gegen TuS Ferndorf) gab es zudem ein 37:35 bei Westfalia Herne und zuletzt halt das 30:29 gegen Werther/Borgholzhausen. „Dass es bislang so gut gelaufen ist, war nicht wirklich zu erwarten. Aber uns ist bewusst, dass es in dieser Liga einige Mannschaften mit unserer Kragenweite gibt – das zeigen auch unsere fast durchweg knappen Siege“, so Henze.

Wird sich dieser erfreuliche Trend nun fortsetzen? „Abwarten“, sagt der SG-Trainer und verweist darauf, dass seine Schützlinge mit bislang 152 Treffern zwar den besten Angriff in der Oberliga stellen, aber mit ebenso vielen Gegentoren auch den zweitschlechtesten Wert liefern. „Das ist unser Manko, daran müssen wir arbeiten“, kommentiert Henze einen Schönheitsfehler in einer bislang tollen Saisonbilanz.

Aufholjagd in der zweiten HalbzeitDie Geschichte des 30:29-Heimsieg gegen Werther/Borgholzhausen ist schnell erzählt. Menden kam schlecht in die Partie und durfte sich angesichts einer 8:5-Führung (17.) keineswegs auf der sicheren Seite fühlen – stattdessen stand es zur Pause plötzlich 10:15. „Aber die Jungs haben sich ‘reingehängt und das Spiel noch gedreht“, so Trainer Henze, dessen „Wölfe“ nach 50 Minuten den Ausgleich schafften (25:25) und sich nach dem 29:29 durch das Tor von Nils Flor zwei Sekunden vor Schluss als strahlende Sieger feiern lassen durften.

SG Menden Sauerland: Smolenski; Göbel, Flor (9), Schroeter (3), Rosier, Jünger (2), Wiesemann (7/3), Luca Giacuzzo (4), Kammermeier (4), Ostermann (1), Gevargez Zoubalan.

Die „Wölfe“ sind am kommenden Sonntag beim ASV Hamm-Westfalen zu Gast (17 Uhr), ehe am Sonntag, 22. Oktober, gegen die JSG HLZ Ahlen das letzte Heimspiel vor der Herbstpause stattfinden wird (15 Uhr, Walram-Halle).

Text: Westfalenpost Menden – Eberhard Tripp