Die Niederlage am Freitag Abend beim Spitzenteam von Bayer Dormagen hat auf jeden Fall keinen negativen Beigeschmack! Unsere Mannschaft hat gegen die mit Juniorennationalspielern gespickte Auswahl eine gute Leistung gezeigt. Und mit etwas mehr Fortune vor dem Tor wäre ein knappes Ergebnis durchaus möglich gewesen. Drei verworfene Siebenmeter und sicher 5-6 nicht verwandelte Gegenstöße sind zu viel, zeigen aber auch, dass unser Team spielstark agiert hat und gegen das körperlich klar überlegene Bayer-Team Lösungen gefunden hat. In letzter Instanz hat der gegnerische Torwart mit starken Paraden die guten Chancen abgewehrt. Josh Krechel hat dazu mit zahlreichen Pfostentreffern etwas Pech gehabt.

Ganz positiv auch diesmal: Mit Olli Kampmeier ist wieder ein Spieler aus dem Wefing -Team zum Einsatz gekommen und er hat mit einer guten Leistung überzeugt. Unser Landesligakader ist ein Perspektivteam – so war es geplant und so wird es auch umgesetzt.

Wichtige Erkenntnis vom Wochenende: Wir können mithalten mit einer solch starken Mannschaft! Und diese gute Leistung gilt es nun zu wiederholen- am Freitag Abend um 20.00 Uhr in der Walramhalle! Das Spiel gegen Aurich hat eine große Bedeutung und die Mannschaft weiß das auch.

Soviel zum Sport!

Ein Brief der Stadt Menden sorgte in dieser Woche für Aufregung , Entsetzen, Unverständnis und Kopfschütteln!

Es geht um das leidige Thema: Beschallungsanlage/Kreissporthalle!

Der Stadtrat hat – ohne Begründung – den Antrag auf Kostenübernahme oder Zuschuss abgelehnt! Mit den Stimmen der Politik!

Unsere Frage: Wozu braucht eine Halle 1000 Sitzplätze- wenn keine geeignete Lautsprecheranlage installiert ist? Welche Veranstaltungen sollen denn bitte in einer solchen Halle stattfinden? Vielleicht eine Darstellung aus dem Bereich der Pantomime? Oder ein Simultan-Schachturnier?

Für den Handballsport , für den Hönne-Cup oder andere Events wie den Sauerlandcup oder Stadtmeisterschaften wäre dann diese Halle wohl eher nicht geeignet.

Nun wurde die SG Menden ja schon durch schlechte Recherchen öffentlich verantwortlich gemacht dafür, dass eine adäquate Anlage für diese Halle ca. 19.000 Euro kostet. Grundsätzlich einmal zum Verständnis: Die Anlage selbst kostet- ganz gleich von welcher Firma- zwischen 8.000 und 10.000 Euro. Teuer wird es deswegen, weil Sicherheitsauflagen für Brandschutz und Prallschutz aus verständlichen Gründen zu beachten sind. Und die Anlage muss von einer Fachfirma installiert werden, die auch gleichzeitig die Garantie für die Sicherheit übernimmt. Und das alles macht die Anschaffung relativ teuer.

Die SG Menden Sauerland Wölfe möchte auch gar nicht Besitzer der Anlage sein- sondern Nutzer! Unser Wunsch ist es, dass sämtliche Veranstaltungen in dieser Halle von einem vernünftigen Beschallungskonzept profitieren können. Dazu zählt zum Beispiel auch der Hönne-Cup!

Die Stadt und die Politik lehnen das ab! Wir dürfen einmal deutlich sagen: Handball ist keine Randsportart! Wir spielen mit 2 Mannschaften in der 3. Bundesliga! Es ist eine Peinlichkeit sondergleichen für unsere Stadt, dass man als bundesweit agierender Verein in einer Sporthalle spielen soll, die Lautsprecher besitzt, die nicht geeignet sind, die Tribüne ausreichend zu beschallen. Das ist einzigartig in Deutschland! Ein Slogan könnte dann heißen- “Menden: Handball ohne Stimmung – ohne Ton.” Ob wir damit die Massen in die Halle locken können, wagen wir mal zu bezweifeln!

Hallensport lebt auch davon, dass eine Heimspiel-Atmosphäre erzeugt wird- ohne Musik, Hallensprecher, Informationen- geht das nicht!

Die Kosten für eine solche Anlage kann ein Verein nicht stemmen! Wie soll das gehen? Die SG Menden Sauerland zahlt ein gutes Drittel der gesamten Hallennutzungsgebühr in Menden! Woher soll das Geld kommen?

Weder die SG noch die Vorgängerverein HSG Menden – Lendringsen oder TV Menden Schwitten haben in den vergangenen Jahren Zuschüsse erhalten. Es kann also nicht die Rede davon sein, dass man hier eine Bevorzugung gegenüber anderen Vereinen/Sportarten erwartet. Für wieviele Kunstrasenplätze gab es in den vergangenen Jahren Zuschüsse? Gemessen an dieser Summe ist die Anschaffung einer Lautsprecheranlage doch ziemlich gering. Man wird das Gefühl nicht los, dass 3. Bundesliga und der damit verbundene wachsende Bekanntheitsgrad für die Kommune/Region in dieser Stadt gar nicht gewollt ist.

Und das ist traurig! Hauptsache im Ratssaal gibt es eine Anlage, die nicht knackt und rauscht….