Die Abwehr muss stehen: Die Defensive der SG-Zweiten ist am Donnerstagabend im Nachholspiel bei TVE Netphen besonders gefordert. Foto: Martina Dinslage

 

Es gibt sicherlich interessantere Reiseziele in der Vorweihnachtszeit, aber die Pflicht führt die Oberliga-Handballerinnen der SG Menden Sauerland II am Donnerstagabend in den Kreis Siegen-Wittgenstein.

Dort sind das SG-Team um 20 Uhr bei den Kolleginnen des TVE Netphen zu Gast.

Ein heimischer Trainer sagte einmal, dass das Schlimmste bei solch weiten Auswärtsspielen die Müdigkeit nach der langen Anreise wäre. „Das kann man in der Tat so sehen“, sagt Dirk Kaese, der neue Coach der „Wölfinnen“.

Alltag ist eingekehrt

Für den Fröndenberger ist es das erste Meisterschaftsspiel nach seiner Amtsübernahme Ende November – für ihn nichts Besonderes. „Bei uns ist mittlerweile der Alltag eingekehrt und wir haben zuletzt sehr gut im Training gearbeitet“, blickt er der Partie beim Tabellensiebten gespannt entgegen.

Der TVE Netphen sorgte in dieser Saison schon für einige Überraschungen. So gehört der 29:25 Sieg beim ASC Dortmund sicherlich in diese Kategorie. Denn die ASC-Damen gelten nicht nur für Experten als der absolute Topfavorit auf den Meistertitel im westfälischen Oberhaus. „Netphen hat seine Stärken vor allem im Rückraum und auf den Halbpositionen“, hat Dirk Kaese in Erfahrung gebracht.

Sein Respekt gilt da vor allem den Haupttorschützinnen wie Hannah Kania oder Franziska Haupt. Hinzu kommt eine Elena Sturm, die von der Siebenmetermarke eine sehr gute Quote vorweist. Die Netphenerinnen bevorzugen laut Dirk Kaese das 3:2:1 und wirken sehr eingespielt.

„Wir müssen sehen, dass wir sehr schnell ins Spiel kommen und vor allem in der Deckung sehr konsequent arbeiten“, erwartet der SG-Coach eine sehr intensive Partie. Denn wenn der Gastgeber zu viel Raum bekommt, dürfte es schwer werden, etwas Zählbares ein mit in die Hönnestadt zu nehmen.

Aufgaben gegen Schlusslichter

Allerdings möchte der Aufsteiger bis Weihnachten das eigene Punktekonto noch aufstocken. Denn nach dem Termin in Netphen steht am Samstag die Partie beim Schlusslicht HSG Hüllhorst an. Und auch im letzten Spiel des Jahres, wenn der HC Bad Salzuflen nach Menden kommt ,sind Punkte im Bereich des Möglichen.

Text: Westfalenpost Menden – Burkhard Granseier