“Big Point” im Abstiegskampf der Landesliga: Die SG Menden Sauerland II gewinnt das Kellerduell in Warstein und feiert anschließend ausgelassen. Foto: Thorsten Heinke

Die SG Menden Sauerland zieht im Abstiegskampf der Handball-Landesliga alle (erlaubten) Register. Mit gleich sechs (!) Akteuren aus dem Stamm des Drittliga-Kaders gewannen die „Wölfe“ am Samstagabend das Kellerduell beim VfS Warstein mit 20:19 (8:7) und distanzierten den Gegner in der Tabelle damit wohl vorentscheidend auf drei Punkte – zudem hat die Wefing-Sieben den direkten Vergleich gegenüber den Bierstädtern für sich entschieden.

„Wir wussten um die Bedeutung dieses Spiel.“ Fast schon Endspielcharakter hatte für „Wölfe“-Trainer Arnd Wefing die Auseinandersetzung zwischen seiner Mannschaft und dem Tabellenvorletzten aus Warstein. Und trotz hochkarätiger „Verstärkung“ auf Seiten der Gäste, war es 60 Minuten lang ein Duell auf Augenhöhe. Wefing: „Wir hätten das mit der Erfahrung in vielen Situationen cleverer lösen müssen. Das ist aber auch der einzige Kritikpunkt, den ich heute anbringen muss. Was einzig und allein zählt, sind die beiden Punkte. In Warstein, ohne Harz, zu gewinnen, ist nicht selbstverständlich.“

Dabei mussten die „Wölfe“ lange um den doppelten Punktgewinn zittern. Denn Warstein arbeitete sich durch Aslan und Simon 13 Sekunden vor der Schlusssirene sogar noch einmal bis auf 19:20 heran, zudem bekam man Haupttorschütze Lars Schorlemer nie in den Griff. Zuvor hatte Trainersohn Lauritz Wefing mit dem 17:20 einen scheinbar beruhigenden Drei-Tore-Vorsprung herausgeworfen, der in der Endphase aber fast noch verspielt wurde.

Bei eigenem Ballbesitz ließ sich der eingewechselte Mathis Vornholt aber in Höhe des Mittelkreises taktisch klug foulen, so dass die restlichen 13 Sekunden ohne weitere nennenswerte Aktion verstrichen.

Bereits in der ersten Halbzeit war es von beiden Seiten eine von der Abwehr dominierte Begegnung. Bei den „Wölfen“ ragte vor allem Keeper Kevin Sowein heraus. Trainer Arnd Wefing lobte nachher: „Er war heute der Rückhalt, den man in so einem Hexenkessel braucht. Und das, obwohl er gerade mal sechs Wochen im Training ist.“

SG Menden Sauerland II: Sowein, Krause; Trost (2), Zimny (3), Jünger, Wünnemann (2/1), Wefing (3), Schulte (5), Jost (3), Vornholt, Thier, Poth, Schösse (2).

So geht es weiter:
Sonntag, 8. April: SG Menden Sauerland II – HSG Lüdenscheid (17 Uhr, Kreissporthalle).

Text: Thorsten Heinke