1. Männer

22:35 – Desaster der Wölfe in Köln

Dominik Flor droht nach einem Armbruch ein längerfristiger Ausfall. Zwei Rote Karten gegen Eigenbrodt und Max Klein sorgen für deutliche Pleite beim Spiel in Köln

Trainer Micky Reiners und die SG Menden Sauerland erleben einen schwarzen Samstag in Longerich. Dietmar Reker

Das tat weh! Die Drittliga-Handballer der SG Menden Sauerland starten mit einer richtig deftigen Niederlage in das Punktspieljahr 2020. Beim Longericher SC Köln unterlagen die Wölfe mit 22:35 (12:17). Eine Niederlage, die das Selbstvertrauen bei Krechel und Co. nicht gerade stärkt.

Allerdings schmerzen die Umstände der Pleite am Rhein auch sehr. Denn derzeit haben sich scheinbar alle Handballgötter gegen den heimischen Marktführer verschworen. So setzte sich das Verletzungspech am Samstag fort. Dominik Flor erzielte nach 45 Sekunden den Treffer zum 1:1. Leider kam er nach seinem Torwurf so unglücklich auf, dass er sich dabei den Arm brach. „Das ist so bitter. Auch er wird uns lange fehlen“, sagte SG-Trainer Micky Reiners . Doch das war nicht die einzige bittere Medizin, die sein Team schlucken musste. So sahen Moritz Eigenbrodt (21.) und Max Klein (39.) die Rote Karte durch das Wiesbadener Schiedsrichtergespann Kaplan und Scheid. Besonders die Disqualifikation gegen Eigenbrodt ärgerte Reiners. „Da läuft der Gegenspieler in ihn rein. Er kann sich ja nicht in Luft auflösen“, schimpfte der Mendener Trainer. Die Unparteiischen sahen ihren Fehler zwar ein. Doch die Entscheidung war gefallen.

Zuviele Fehler gemacht

Micky Reiners mochte die Niederlage dann aber nicht an den Schiedsrichtern festmachen. „Ich habe ja vor dem Spiel gesagt, dass man von einem körperlich so starken Gegner auch mal abgeschossen werden kann. Das ist passiert – weil wir einfach wieder zu viele Fehler in unseren Spiel hatten“, so Reiners. Zudem war die Abschlussquote vor dem gegnerischen Tor einfach zu schlecht. „Wir haben wieder drei Siebenmeter nicht genutzt“, führt der Trainer an. Sicherlich alles eine Frage des Selbstvertrauens. „Und da sieht es bei uns ja nicht so gut aus“, weiß Reiners, dass die Köpfe seiner Spieler immer schneller runter gehen. „Am Samstag waren spätestens nach der Roten Karte gegen Max Klein die Köpfe endgültig unten“, sagt Micky Reiners.

Der Mendener Coach macht deutlich, dass die Lage immer ernster wird. „Wir müssen am Freitag gegen Leichlingen unser Heimspiel gewinnen. Wenn wir überhaupt noch eine Chance auf den Klassenerhalt haben wollen“, zählen jetzt nur noch Siege in den Heimspielen. Die Partie gegen Leichlingen wird um 20 Uhr in der Kreissporthalle angepfiffen.

Micky Reiners appelliert schon jetzt an die Zuschauer. „Wir brauchen am Freitag unsere Fans so dringend wie nie zuvor. Auch wenn wir ihnen am Samstag gegen Longerich nicht gerade viel Spaß bereitet haben“, weiß Reiners. Die Saison wird zum Nervenspiel. „Die Jungs können ja auch rechnen. Wir müssen jetzt sehen, dass wir bis Freitag die Köpfe frei bekommen“ richtet Reiners den Blick nach vorn.

Deshalb ist die Geschichte der Partie in Köln auch schnell erzählt. Bis zur 11. Minute sah es trotz des Nackenschlags durch die Verletzung von Dominik Flor noch gut aus. Der knappe 4:5-Rückstand ließ noch alle Möglichkeiten offen. Einen richtigen Knacks bekamen die Mendener Aktionen mit der Roten Karte gegen Eigenbrodt. Der 12:17-Rückstand zur Pause ließ erahnen, dass die Partie entschieden war. Bitter wurde es nach dem Seitenwechsel, als bei den Wölfen alle Dämme brachen.

Jetzt bleibt nur die Hoffnung, dass der Drittligist in dieser Woche wieder aufsteht. Es wird Zeit für eine magische Handball-Nacht in der Kreissporthalle.

Text: Burkhard Granseier

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