1. Männer

Augen auf, Ohren zu und durch

Die SG Menden Sauerland trifft heute Abend auf die zweite Mannschaft des VfL Gummersbach. Trainer Micky Reiners rechnet mit Verstärkungen aus der zweiten Liga

MATTHIAS ZIMNY (BEIM WURF) DROHT AM FREITAG AUSZUFALLEN, ER LABORIERT AN EINER MANDELENTZÜNDUNG. DIETMAR REKER

„Angst essen Seele auf“ lautet der Titel eines filmischen Melodrams aus den siebziger Jahren. Dieser Filmtitel beschreibt im Moment auch ein wenig die aktuelle Situation um die Drittliga-Handballer der SG Menden Sauerland vor dem heutigen Heimspiel gegen den VfL Gummersbach II. Denn die Wölfe scheiterten zuletzt stets an sich selbst.

So ließ man gegen LiT, Ahlen oder Volmetal mögliche Punkte stets in der Schlussphase liegen. Doch SG-Trainer Micky Reiners mag nicht mehr zurückschauen. „So kommen wir jedenfalls nicht weiter. Der Gegner musste ja nur auf unsere Schwächephase warten“, ließ sich sein Team zu leicht von den Kontrahenten ausrechnen. Das bedeutet aktuell den letzten Tabellenplatz in der Staffel Nordwest der dritten Liga. „Wir stehen schon ein wenig mit dem Rücken zur Wand“, sagt der Mendener Trainer. Deshalb will Reiners auf die in der Vergangenheit bewährten Mittel zurückgreifen. „Im Aufstiegsjahr und auch in der vergangenen Saison haben wir weder nach rechts oder nach links geschaut, sondern nur auf unser Spiel“, sieht er sein Team zu lange grübeln. „Da hat uns auch nicht interessiert, was auf der Anzeigetafel stand oder was von der Tribüne kam“, vermisst der Mendener Trainer die notwendige Konzentration seiner Schützlinge auf das Wesentliche. „Vielleicht sollten wir es so machen, wie es Mario Basler mal beschrieben hat: Einfach Rübe ausschalten und spielen. Handball spielen können die Jungs doch alle“, weiß Reiners. Dass dieses zuletzt nicht funktionierte, liegt vor allem daran, dass dem Team der oder die Leitwölfe fehlen. Im vergangenen Spieljahr waren dieses ja noch Mathis Vornhold und Milan Weißbach. „Jetzt müssen halt alle diese Rolle mal ausfüllen“, fordert Micky Reiners die absolute Konzentration von seiner Mannschaft. Keiner sollte sich aus der Verantwortung stehlen.

Im Heimspiel gegen die Zweitvertretung des VfL Gummersbach unternehmen die Wölfe den nächsten Versuch, einen neuen Anfang zu nehmen. Allerdings kommt der Gegner ein wenig zur Unzeit. „Es ist immer ein wenig blöd, in der Länderspielpause auf eine Zweitvertretung zu treffen. Man weiß nie, wen die von oben mit dabei haben“, rechnet Micky Reiners beim VfL Gummersbach mit einigen Mitarbeitern aus dem Zweitliga-Team des Traditionsklubs.

Offen ist dagegen das Mitwirken des israelischen Nationalspielers Yonathan Dayan. „Er soll eigentlich bei der Nationalelf sein“, erklärt Reiners. Hervorzuheben sind natürlich Haupttorschütze Pierre Busch und Jonas Stüber. Die Gäste aus dem Bergischen Land haben bereits dreimal die Platte als Sieger verlassen. Vor allem der Sieg über Longerich und der Erfolg gegen Leichlingen waren bemerkenswert. „Gummersbach wird auch bei uns mit viel Tempo auflaufen und viel kreuzen“, glaubt Micky Reiners die richtigen Antworten auf das Spiel der Gäste zu haben.

Keine Furcht vor der Crunchtime

In der vergangenen Saison gab es zwei Niederlagen gegen den Klub aus dem Oberbergischen Land. Eigentlich sollte man auch daraus die notwendigen Schlüsse gezogen haben.

Personell gibt es bei den „Wölfen“ in dieser Woche ein Sorgenkind. Matthias Zimny musste mit einer Mandelentzündung kürzer treten. Sein Einsatz ist mehr als fraglich. Aber letztlich ist das auch nur nebensächlich. „Die Jungs haben die nötige Handball-Intelligenz. Sie müssen einfach nur spielen“, sagt Micky Reiners. Und natürlich nicht in der „Crunchtime“ des Spieles, wenn die Entscheidung ansteht, wieder Angst vor der eigenen Courage bekommen. Zumal die Saison auch heute noch nicht zu Ende ist.

Text: Burkhard Granseier

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