1. Männer

Auf Augenhöhe mit der Konkurrenz

Handball-Drittligist SG Menden Sauerland trotzt den Verletzungen und kämpft weiter um den Klassenerhalt. Kleine Diskussionen um den Mann des Tages

Bleiben zuhause brandgefährlich: Die Spieler der SG Menden, hier mit Matthias Zimny, reflektieren die eigenen Leistungen und bereiten sich bestmöglich auf den nächsten Gegner vor. So soll auch beim kommenden Derby gegen TuS Volmetal ein Sieg im Bereich des Möglichen sein. Foto: Sportpresse Reker

Nach den Heimspielen der Drittliga-Handballer der SG Menden Sauerland wird immer der Spieler des Tages mit einem besonderen Trikot ausgezeichnet. Am Samstag nach dem 28:25-Sieg über die SG/VTB Altjührden fiel die
Wahl auf Torwart Christopher Weber. Für einen heimischen Handballfreund hätte die Auszeichnung jemand anderes zugestanden. „Für mich war Micky Reiners der Mann des Tages. Denn er hat die richtigen Entscheidungen getroffen“, sah Athletik-Coach Hans-Jürgen Kasselmann den Trainer der „Wölfe“ als den Mann des Abends.

Der SG-Trainer musste über die anerkennenden Worte von „HJK“ schmunzelnd. „Das ist sehr nett“, so Reiners, der aber lieber auf die aktuelle Situation seiner Mannschaft schaute. Und die wusste mal wieder in einen Heimspiel zu überzeugen.

Weg zum Klassenerhalt

„Die Mannschaft ist mit einem unheimlich großen Willen bei der Sache. Das trotz aller verletzungsbedingten
Rückschläge“, lobt Micky Reiners seine Schützlinge. Die zeigen in der Tat im bisherigen Saisonverlauf das, was nötig ist, um die Klasse zu halten. „Wir müssen sehen, dass wir unsere Heimspiele gewinnen und auch auswärts Akzente setzen“, zeigt der SG-Trainer den Weg zum Klassenerhalt auf. Dabei ist er auch von der tollen Einstellung seines Teams angetan. „Die Jungs sind mit großer Lust beim Training. Man reflektiert die eigene Leistung und macht sich die nötigen Gedanken über den Gegner“, weiß Reiners, dass seine Ballwerfer stets die Bodenhaftung behalten. „Wir dürfen aber nicht nachlassen“, macht Reiners deutlich, dass erst eine kurze Wegstrecke der Saison absolviert ist.

Eng zusammen

Beim Blick auf den bisherigen Saisonverlauf stellt Reiners eine Besonderheit heraus: „Wenn man sich die  bisherigen Spiele anschaut, muss man feststellen, dass es keine klaren Auswärtssiege gibt. Das ist ein Beleg dafür, dass die Liga sehr eng zusammenliegt“, sagt Micky Reiners über die vielen Duelle auf Augenhöhe in der Staffel West der dritten Liga. „Mit Krefeld, Leichlingen und Schalksmühle sind die Mannschaften oben, die ich dort auch erwartet habe. Danach kann doch schon Jeder jeden schlagen“, sagt der Trainer der „Wölfe“.
Am kommenden Samstag steht für den heimischen Branchenführer das Spiel beim TuS Volmetal an.
Ein gewiss nicht alltägliches Drittliga-Spiel. „Die beiden Mannschaften kennen sich sehr gut. Dann ist da die räumliche Nähe – es ist halt ein Derby. Die Atmosphäre ist etwas ganz besonderes“, erwartet Micky Reiners ein hoch emotionales Spiel. Und dabei sollte man sich den Blick auf die Tabelle schenken. „Das wäre der größte Fehler. Man kann den TuS Volmetal nicht daran messen, dass er nicht so gut in die Saison gekommen ist. Die hatten auch großes Verletzungspech“, sagt Micky Reiners über den kommenden Rivalen.

Dass die Atmosphäre in der Halle Volmetal am Samstag ein Hexenkessel sein wird, damit rechnet Reiners.
So bemüht sich Volmetal durch den Online-Verkauf der Tickets möglichst viele eigene Anhänger in der Halle unterzubringen. „Aber solche Geschichten gehören vor einem Derby dazu. Natürlich hoffe ich, dass möglichst
viele Mendener uns unterstützen“, sagt Micky Reiners über das Spiel. Ein Spiel, für das die SG keine zusätzliche
Motivation braucht.

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