1. Männer

Brücken zum Ex-Verein stehen noch

Moritz Eigenbrodt blickt vor dem Duell der SG Menden Sauerland gegen Schalksmühle auf sein ehemaliges Team. Die Wölfe haben einen Vorteil

Moritz Eigenbrodt zeigt sich in den ersten neun Spielen als vielseitig verwendbarer Aktivposten im Rückraum der SG Menden Sauerland Wölfe. Im Spiel gegen die SGSH Dragons muss der Dortmunder gegen einen sehr familiären Gegner heran, denn er stand in der letzten Saison noch im Dragons-Kader. Foto: Sportpresse Reker

Am Freitagabend dürfte die Kreissporthalle an der Werler Straße mal wieder einen sehr guten Zulauf haben. Denn das Heimspiel der Drittliga-Handballer der SG Menden Sauerland sorgt für großes Interesse nicht nur bei den heimischen Handballfreunden. Mit der SG Schalksmühle/Halver gibt ein Liga-Schwergewicht seine Visitenkarte ab.

Kein Wunder, dass die Verantwortlichen der „Wölfe“ darauf hoffen, dass die Halle zum Anwurf um 20 Uhr voll besetzt ist. Zwei Handballer der SG freuen sich noch aus einen anderen Grund auf die Partie. Dominik Spannekrebs und Moritz Eigenbrodt waren bis zum Sommer noch für Schalksmühle/Halver aktiv. Während Dominik Spannekrebs sich verletzungsbedingt noch ein wenig gedulden muss, hat sich Moritz Eigenbrodt in den ersten neun Spielen als vielseitig verwendbarer Aktivposten im Rückraum der „Wölfe“ bewährt. Die Freude auf Freitag mag Moritz Eigenbrodt auch gar nicht für sich behalten. „Natürlich freue ich mich darauf. Es ist das erste Mal, dass ich gegen meinen alten Verein spiele“, ist es für den 22-jährigen schon eine außergewöhnliche Situation. Zumal es auf der anderen Seite noch viele alte Bekannte gibt. „Es gibt immer noch einen Kontakt nach Schalksmühle“, sagt Eigenbrodt mit Blick auf seine drei aktiven Jahre beim Kreisrivalen der SG Menden Sauerland.

Diese werden aber in dieser Woche ruhen. „Wir werden uns sicher begrüßen und dann wird gespielt. Danach werden wir wohl noch ein Bier zusammen trinken“, sagt Moritz Eigenbrodt. Der heimische Handballer macht aber auch die Rollenverteilung deutlich. „Wir sind da sicherlich nicht der Favorit. Schalksmühle zählt zu den großen Drei der Liga“, sieht Eigenbrodt die eigene Mannschaft in der Außenseiterrolle. Doch das mag ja kein Nachteil sein.

„Wir haben ja schon gezeigt, dass wir heimstark sind. Die 9:1 Punkte in eigener Halle können sich durchaus sehen lassen“, sagt Moritz Eigenbrodt. Die Gründe für den guten Lauf der „Wölfe“ sind für den Maschinenbau-Studenten relativ einfach. „In unserer Mannschaft passt das einfach“, sieht Eigenbrodt in der mannschaftlichen Geschlossenheit das große Plus des heimischen Branchenführers. Der 22-Jährige bleibt aber auch selbstkritisch. „Es hat auch schon Ausnahmen gegeben“, denkt Eigenbrodt an die Niederlagen gegen Spenge oder bei den Bergischen Panthern.

Bescheidene Sicht auf Saisonziel

Prognosen für den Freitag mag der Dortmunder aber nicht abgeben. „Das ist schwer. Eines ist sicher, wir werden wieder alles versuchen und hoffen auf die Unterstützung unserer Zuschauer“, erhofft sich Eigenbrodt für das Kreisderby am Freitag den nötigen Rückenwind durch den „8. Mann“. Moritz Eigenbrodt bleibt auch beim Blick auf den weiteren Saisonverlauf zurückhaltend. „Wir haben jetzt 11 Punkte. Das ist natürlich schön, aber da sollen noch so viele Punkte wie möglich bei. Für uns geht es nur um den Klassenerhalt“, sagt Eigenbrodt.

Eines ist aber jetzt schon klar, mit dem Dortmunder hat die Mannschaft von Micky Reiners eine starke Persönlichkeit bekommen. Wenn man bedenkt, dass der junge Mann vielleicht Ringer geworden wäre. Denn der Herr Papa hat einst für den KSV Witten in der Bundesliga gerungen.

Text: Burkhard Granseier

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