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Der Aufsteiger „rockt“ die Liga

Gute Abwehrarbeit in der zweiten Halbzeit ist der Schlüssel zum fünften Sieg im fünften Spiel für die Drittliga-Handballerinnen der SG Menden Sauerland, die nun sogar die Weststaffel anführen. Foto: Tobias Schad, schad-info.de

 

Die Handballerinnen der SG Menden Sauerland sorgen in der dritten Liga West weiter für Furore und sind mittlerweile Tabellenführer.

Auch zwei Tage danach rieben sich die Handballerinnen der SG Menden Sauerland immer noch ein wenig verwundert die Augen. Der Aufsteiger thront nach dem fünften Spieltag und dem fünften Sieg in Folge auf Platz eins der Staffel West der dritten Liga. Eine Eröffnungsbilanz, die nicht nur begeistert, sondern auch ein wenig sprachlos macht.

„Wir können das ja selbst noch nicht fassen“, sagt Kathrin Baer, Spielmacherin des Tabellenführers, über den unglaublichen Start in der neuen sportlichen Heimat. Ihr Trainer Falk Schilling zieht auch gleich wieder die Bleischuhe an und vermeidet jegliche Euphorie. „Auch wenn ich mich wiederhole: Unsere fünf Siege zum Auftakt sind toll, aber keine Selbstverständlichkeit“, bemüht sich der Pädagoge um Sachlichkeit.

Baers Lob für die Gegner

Kein einfaches Unterfangen in einer Zeit, in der viele in der öffentlichen Wahrnehmung über das Ziel hinausschießen. Bei seinen Damen muss er sich da allerdings keine Sorgen machen. „Wir wissen, dass es uns auch mal erwischen wird und wir den Platz als Verlierer verlassen werden“, sagt Kathrin Baer. Zumal die dritte Liga eine völlig andere Welt ist. „Es wird viel schneller gespielt und es geht körperlich viel mehr zur Sache“, so Baer und bestätigt die Ansicht des Trainers, der eine sehr enge Liga sieht.

„Vechta hat bislang erst zwei Punkte geholt, die waren für mich bislang eines der stärksten Teams. Wir waren froh, dass wir dort mit einem Tor gewonnen haben“, so Baer. Auch der letzte Gegner, die HSG Blomberg-Lippe II, erntet die Anerkennung von „Petzi“ Baer. „Die können richtig gut Handball spielen. Sie sind aber noch jung und ihnen fehlt einfach noch die Erfahrung. Das war unser Vorteil“, so die SG-Führungsspielerin, die auch kein Hehl daraus macht, dass die Partien wieder interessanter geworden sind. „In der Oberliga gab es doch Spiele, die vom Ergebnis sehr einseitig waren.“

Falk Schilling macht aber noch einen weiteren Unterschied zu den vergangenen Spielzeiten aus. „Ich denke, dass meine Mannschaft defensiv noch stärker geworden ist. Wir hatten schon immer ein gutes Deckungsverhalten, das ist jetzt aber noch konzentrierter geworden“, so der SG-Trainer.

Es ist auch ein Beleg für die Lernfähigkeit der Baer, Stratmann und Co. „Wir haben eine gute Vorbereitung absolviert. Da hat keiner gefehlt“, sieht Kathrin Baer dort einen Grundstock für die heutigen Erfolge. Zumal man auch mit beiden Beinen auf der Erde bleibt. Eigenschaften, die auch vom Publikum belohnt werden. Denn zuletzt erlebten die Auftritte der „Wölfinnen“ ein ansteigendes Zuschauerinteresse. Hoffentlich bleibt das so.

Text: Westfalenpost Menden – Burkhard Granseier

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