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Entscheidung vertagt

Phasenweise kein Durchkommen war gegen den Longericher SC für die Wölfe, hier Sebastian Loos. – Foto: Kottmann

Die Entscheidung über den Klassenerhalt in der 3. Handball-Liga fällt erst am letzten Spieltag. Nach den Ergebnissen des vorletzten Spieltags kämpfen weiterhin drei Mannschaften um den Verbleib: SG Menden Sauerland Wölfe, HSG Handball Lemgo II und OHV Aurich. Als Absteiger stehen ja bereits ATSV Habenhausen und TV Korschenbroich fest.

Eine Woche zuvor vermieste der Longericher SC Köln dem TSV Bayer Dormagen die vorzeitige Aufstiegsparty, am Samstag verhinderten die Domstädter dann bei den Wölfen der SG Menden durch ein 27:32 (12:14) die Feier zum Erreichen des Klassenverbleibs. „Der SC hat hier verdient gewonnen. Wir haben heute zu viele Fehler gemacht, um in die Reichweite eines Punktgewinns zu kommen“, konstatierte ein enttäuschter Trainer Sascha Simec. „Man hat gesehen, dass Köln zu Recht auf Platz fünf der Liga steht. Das war heute ein starker Gegner – zu stark für uns“, meinte auch Birgit Völker Albrecht.

Dabei erwischten die Gastgeber vor rund 600 Zuschauern in der stimmungsvollen Walramhalle den besseren Start und gingen schnell durch Treffer von Joshua Krechel, Mathis Vornholt und Marius Schrage mit 3:0 in Führung. In der Folge kamen die Gäste besser in Spiel, Dustin Thoene gelang in der zwölften Minute erstmalig der Ausgleich (5:5). Zwar konterten die Wölfe noch einmal und legten durch Kapitän Ansgar Heunemann auf 7:5 vor, doch danach sollte die Anzeige achteinhalb Minuten auf dieser Zahl stehenbleiben. Die Gäste dagegen erzielten sechs Treffer in Folge – die Partie war gekippt. Immerhin verkürzten die wie immer aufopferungsvoll kämpfenden Wölfe den Rückstand bis zur Pause wieder auf 12:14.

Florian Schöße erzielte fünf Tore gegen den Longericher SC Köln. – Foto: Kottmann

Auch der Start in die zweite Halbzeit war vielversprechend. Mathis Vornholt (14:15) und Marcel Vogler (15:16) verkürzten jeweils auf einen Treffer. Aber nach dem 17:19 durch Vornholt in der 40. Minute leisteten sich die Hausherren wieder eine Torflaute von fast sechs Minuten, viel zu oft wurden unvorbereitete Abschlüsse gesucht. Beim Stand von 17:24 eine Viertelstunde vor dem Ende war die Partie praktisch entschieden. In der Schlussphase bemühte sich die Truppe von Sascha Simec zwar weiterhin, die Kölner fanden aber immer die richtigen Antworten und feierten unter dem Strich einen verdienten 27:32-Erfolg. „Es war heute hier Grundvoraussetzung, dass wir hinsichtlich Einsatzzwillen und Motivation an unsere Grenzen und darüber hinaus gehen. Am Anfang brauchten wir ein paar Minuten, um reinzukommen, dann steigerten wir uns“, meinte Gästetrainer Christian Stark.

Entsprechend war die Stimmung bei der anschließenden Verabschiedung verdienter SG-Akteure (Bericht hierzu folgt) ein wenig gedämpft. Immer wieder wanderten die Blicke der Spieler auf den Liveticker, in der Hoffnung Schalksmühle könnte in eigener Halle durch einen Erfolg gegen Lemgo doch noch entscheidende Schützenhilfe leisten. Aber daraus wurde nichts, die Wölfe haben den Klassenerhalt aber dennoch am kommenden Wochenende selbst in der Hand, wenn sie zum direkten Duell gegen Tabellennachbar OHV Aurich antreten. Das Hinspiel hatte die SG zum Jahresende überraschend deutlich mit 34:20 gewonnen, gerade die Höhe des Erfolgs könnte sich am Ende noch als sehr wichtig erweisen. Doch auf solche Rechenspiele und Überlegungen will sich bei der SG niemand einlassen. „Wir wollten natürlich in Aurich gewinnen“, betonte Birgit Völker-Albrecht. Und das wäre dann auch der perfekte Abschied für die scheidenden Spieler Ansgar Heunemann, Marcel Vogler, Clemens Dundalek, Tom Trost und natürlich auch Trainer Sascha Simec.

SG Menden Sauerland Wölfe – Longericher SC Köln 27:32 (12:14)
SGM: Kohl, Kraus – Trost (1), D. Flor (1), N. Flor, Vogler (4, 0/1 7m), Jost (2), Heunemann (1), Loos (1), Krechel (3), Vornholt (7), Thier (1, ½), Schrage (1), Schöße (5, 1/1)
LSC: Schmidt, Beutner – Koenen, Peters (2), Thoene (6), Wilhelm (5), Reuland (6), Richter (4), Mestrum (2), Schlösser (3), Wolf (4), Böing
Schiedsrichter: Matthias Hallmann, Lars Lieker
Zuschauer: 550

Weitere Bilder findet ihr hier…

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