1. Männer

Erste Saisonniederlage für die „Wölfe“

36:29 – zur Halbzeit liegen die heimischen Drittliga-Handballer mit zwölf Toren hinten. SG Menden von personellem Pech verfolgt. Ordentliche zweite Hälfte

Gegen MTV Grossenheidorn lieferten die SG-Herren in der vergangenen Woche eine gute Leistung in der heimischen Halle (Foto). Im dritten Saisonspiel beim TuS Spenge gehen die Mendener erstmals in dieser Spielzeit mit einer Niederlage aus der Halle. Foto: Archiv/Dietmar Reker

Jetzt ist es passiert! Die Drittliga-Handballer der SG Menden Sauerland mussten erstmals in der noch jungen Saison den Platz als Verlierer verlassen. Die „Wölfe“ kehrten vom Auswärtstermin beim TuS Spenge mit einer Niederlage heim. Die Ostwestfalen gewann mit 36:29 (20:8) gegen die heimischen Ballwerfer.

„Das war generell kein gutes Spiel von uns. Mit der Leistung aus der ersten Halbzeit kann man in der dritten Liga nicht bestehen“, war SG-Trainer Micky Reiners mit dem Auftritt seiner Mannschaft im ostwestfälischen Kreis Herford sehr unzufrieden. „Wir hätten zur Pause sogar noch deutlicher zurückliegen können“, sagte Reiners mit Blick auf das 8:20 nach den ersten 30 Minuten. Den Gastgebern gelang praktisch alles, während die heimischen Ballwerfer der Musik hinterher liefen.

Gastgeber im Vorteil

Allerdings hatten die „Wölfe“ auch einiges personelles Pech. So fiel Max Jost aus beruflichen Gründen aus. Neuzugang Milan Weißbach musste mit Fieber das Bett hüten. Torwart Christopher Weber saß zunächst mit Kreislaufproblemen nur auf der Ersatzbank. „So etwas können wir natürlich nicht kompensieren. Da war Spenge eindeutig im Vorteil“, wies Micky Reiners auf die personellen Unterschiede am Samstagabend hin. Zwar saß Neuzugang Dominik Spannekrebs nach seinem Meniskuseingriff erstmals auf der Bank. „Ein Einsatz wäre aber zu früh gekommen. Ihn werden wir langsam heranführen“, sagte Micky Reiners. Letztlich war die Partie in Spenge ein Beleg dafür, dass in der dritten Liga jeder seine beste Leistung abrufen muss. Und wenn es bei den „Wölfen“ Ausfälle gibt, wird es viel schwieriger.

Letztlich war es dann zu wenig, dass Spieler wie Mathis Vornholt und Sebastian Loos sich Bestnoten verdienen konnten. Andere aber ihre Möglichkeiten nicht abrufen konnten. „Es müssen halt 120 Prozent abgerufen werden“, so der Mendener Trainer. Der Gegner konnte Gegenstoß um Gegenstoß laufen. Es war halt kein Duell auf Augenhöhe am Samstag vor rund 600 Zuschauern in der Sporthalle der Realschule Spenge.

Wie einseitig die Partie in der ersten Halbzeit verlief, zeigen zwei Zwischenstände. Nach 21. Minuten traf Spenges Prüssner zum 12:4 für sein Team. Fünf Minuten später war sein Teamkollege Tesch zum 16:6 für den Gastgeber erfolgreich.

Trefferquote konstant hoch

Die Partie schien bereits entschieden. Doch nach dem Seitenwechsel zeigten die „Wölfe“ noch einmal eine Reaktion und kämpften sich in das Spiel hinein. Der Spielverlauf war nicht mehr so eindeutig wie er nach dem ersten Spielabschnitt war. Die heimischen Handballer waren jetzt im Abschluss erfolgreicher, der Vorsprung der Hausherren wollte aber nicht kleiner werden.

Spenge hielt seine Trefferquote konstant hoch – zumindest bis zur 54. Minute. Da stand es 24:34 aus Sicht der heimischen Handballer, Felix Thier, Matthias Zimny und Sebastian Loos konnten mit ihren Toren ein wenig Ergebniskosmetik betreiben. Zu mehr sollt es aber am Samstag nicht reichen. Das es ein gebrauchter Tag war, zeigte die letzte Szene als man den 30. Treffer für die „Wölfe“ leichtfertig liegenließ.

Text: Burkhard Granseier

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