Jugend

Experten loben die Organisation und das Niveau

„Das war sehr gut“, attestierte nicht nur Micky Reiners der diesjährigen Ausgabe des Sauerland-Cups ein sehr ansehnliches Niveau.

Die Lücke vor Augen: Die U19-Auswahl der Fédération Luxembourgeoise (hier im Angriff) entscheidet beim 29. Sauerland-Cup das A-Jugend-Turnier zu ihren Gunsten. Der HC Bremen (in der Abwehr) hat in der Kreisporthalle mit 8:15 das Nachsehen. Foto: Frank Saul

Der Sauerland-Cup 2019 ist bereits wieder Geschichte. Das traditionelle Handballturnier der SG Menden Sauerland für Teams der männlichen und weiblichen A- und B-Jugend reihte sich nahtlos in die Chronologie seiner Vorgänger ein. Die 29. Auflage hatte sportlich einiges zu bieten.

„Das war sehr gut“, attestierte nicht nur Micky Reiners der diesjährigen Ausgabe ein sehr ansehnliches Niveau. Nicht nur der Trainer des heimischen Drittliga-Teams der „Wölfe“ erlebte einen unterhaltsamen Sonntag in der Kreissporthalle. Auch bei den Verantwortlichen der teilnehmenden Vereine gab es kaum Kritikpunkte. „Das Turnier ist ja sowieso schon sehr professionell organisiert. Sportlich hat es unsere Erwartungen erfüllt“, sagte Jörg Hermes, der Trainer der weiblichen A-Jugend des TSV Bayer Leverkusen. Der amtierende Deutsche Meister setzte sich auch diesmal die Krone des Turniersiegers in seiner Altersklasse auf. Der Leverkusener hatte dann doch noch einen Wunsch an den Ausrichter. „Ich hoffe, dass das alles so bleibt. Wir kommen jedenfalls nächstes Jahr wieder gerne nach Menden“, kündigte der Trainer bereits am Sonntag nach der Siegerehrung die nächste Teilnahme.

Grenzenlose Freude gab es beim Sieger der männlichen A-Jugend, dem U19-Nationalteam von Luxemburg. „Ich kannte das Turnier ja. Aber so gut hatte ich es nicht erwartet. Dabei wird von den Mannschaften schon einiges abverlangt. Die Jungs haben ja praktisch fünf komplette Spiele an zwei Tagen absolviert. Das ist schon eine sehr große Belastung. Vor allen gegen so körperlich starke Gegner“, sagt Luxemburgs Coach Maik Handschke, der sich durch den Sieg auch in seiner Arbeit bestätigt sieht. „Man sieht, dass es Sinn macht, wenn für uns an Mannschaften aus den Bundesligen orientieren“, so Handschke. Dass demnächst die größten Talente dann vielleicht in den Nachwuchsakademien der Bundesligisten landen, ist durchaus gewollt. „Das kann den Spielern nur zugute kommen. Und der Handball in Luxemburg kann da durchaus von profitieren“, sagt der ehemalige Bundesliga-Profi.

Dass die Teams der SG Menden Sauerland in der Endabrechnung keine große Rolle spielten, war nicht überraschend. Die Bundesliga-A-Jugend der „Wölfe“ hatte das Pech, nach überzeugender Vor- und Zwischenrunde im ersten K.-o.-Spiel im Achtelfinale auf die Liga-Kollegen von Bayer Dormagen zu treffen. Und da war für Giacuzzo und Co. Endstation. Für Arnd Wefing und seine männliche B-Jugend galt beim Sauerland-Cup der olympische Gedanke. „Man sollte nicht vergessen, dass wir der einzige Jungjahrgang waren. Der körperliche Unterschied war förmlich greifbar. Allein, wenn ich an das Spiel gegen den THW Kiel denke. Die hatten alle Gardemaß und waren schwerer“, legte Wefing den Sauerland-Cup schnell zu Akten. Auch für die weibliche A- und B-Jugend war das Dabeisein das wichtigste.

Große Bühne für die Talente

Schließlich stellte auch das Turnier 2019 klar heraus, dass beim Sauerland-Cup in Menden die Zukunft spielt. Passend dazu die Verabschiedung der Handballtalente durch Thorsten Kurzawe, dem Moderator des Finaltages „Ich bin mal gespannt, wenn wir von Euch in einigen Jahren auf der großen Handball-Bühne sehen“, sagt Kurzawe. Da dürfte er nicht allein sein.

Text: Burkhard Granseier

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