1. Männer

Felix Thier „ackert“ nach Kreuzbandriss für das Comeback

Der Terminplan für das Aufbautraining ist klar strukturiert: Der Handballer Felix Thier will nach einem Kreuzbandriss schnell wieder fit werden.

Zu alter Form zurückfinden: Felix Thier, Rückraumspieler der SG Menden Sauerland (hier im Testspiel gegen den ASV Hamm II) fällt seit dem zurückliegenden September mit einem Riss des vorderen Kreuzbandes im rechten Knie aus. Derzeit spult der 22-Jährige das Aufbauprogramm ab. Foto: Martina Dinslage

Der erste Anrufversuch verlief ins Leere. Felix Thier, derzeit verletzter Rückraumspieler der Drittliga-Handballer der SG Menden Sauerland, war noch an seiner Arbeitsstelle im Einsatz. „Es ist im Moment nicht so günstig, ein Gespräch zu führen“, sagte er. Danach müsse er noch zur Physiotherapie und danach stehe er zur Verfügung. Gesagt, getan. Der 22-Jährige nahm sich dann wie besprochen Zeit und sprach mit unserer Sportredaktion über seine aktuelle Situation.

„Im Moment trainiere ich deutlich öfter als meine Mannschaftskollegen“, sagte der 1,95m große Rückraumspieler. Zweimal steht in der Woche das Aufbautraining unter der Regie von Physiotherapeut Matthias Althoff auf dem Programm. Hinzukommen die Besuche im Fitnessstudio. „Auch bin ich jedes Mal beim Mannschafttraining dabei und absolviere am Rande die Übungen, die ich kann und ausführen darf“, fügte Felix Thier an. Dass er eine unfreiwillige Pause einlegen muss, resultiert aus einer folgenschweren Verletzung, die er sich im Heimspiel gegen das Team Handball Lippe II zugezogen hat. Das war im zurückliegenden September. „Ich bin hoch gesprungen, habe auf das Tor geworfen und dabei einen Kontakt gehabt. Bei der Landung habe ich mir das Knie verdreht“, beschreibt Felix Thier die dramatische Szene. Die Begegnung in der Kreissporthalle war für mehrere Minuten unterbrochen.

Diagnose ein Schock

Dann folgten einige Tage der Ungewissheit. Denn das Heimspiel hatte an einem Freitagabend stattgefunden. Felix Thier wartete das Wochenende noch ab, bevor er sich zu einer MRT-Untersuchung in Iserlohn aufmachte.

Matthias Althoff hatte unter anderem dazu geraten, weil er wie auch SG-Trainer Micky Reiners eine Vorahnung hatte, dass die Verletzung möglicherweise schwerwiegender sein könne als zunächst angenommen. Die MRT-Aufnahmen bestätigten dann die schlimmsten Befürchtungen. Das vordere Kreuzband im rechten Knie war gerissen. Die Folge war eine Operation. „Als ich diese Nachricht erhalten habe, war ich geschockt. Ich habe zwei Tage gebraucht, um der Mannschaft die Diagnose mitzuteilen. Das wollte ich auf jeden Fall persönlich machen“, beschreibt Felix Thier seinen damaligen Gemütszustand. Denn der Rechtshänder weiß aus leidvoller Erfahrung um die langwierigen Folgen eines Kreuzbandrisses. „Ich habe schon zwei im linken Kniegelenk gehabt. Jetzt habe ich den dritten im rechten Knie“, skizziert der Aufbauspieler seinen Leidensweg.

Derzeit steht der Aufbau der Muskulatur im Vordergrund der Übungseinheiten. „Im Vergleich zu den ersten beiden Kreuzbandrissen bin ich im Moment schon relativ weit“, sagte Felix Thier über seine physische Verfassung. Vor allem nach dem zweiten Kreuzbandriss habe er, so der Industriekaufmann, der bei ECO Schulte arbeitet, extrem lange gebraucht, bis er wieder in die Zweikämpfe gegangen sei. „Soweit bin ich jetzt natürlich noch nicht, weil auch das Drumherum stimmig sein muss“, weiß Felix Thier, dass seine Geduld gefragt sein wird und weiter: „Im Moment fühlt sich das Knie relativ gut an. Aber ich darf noch nicht alle Übungen machen.“

Vom Klassenerhalt überzeugt

Der junge Mann hofft, dass er in zwei bis drei Monaten wieder vernünftig in den regelmäßigen Trainingsbetrieb der Mannschaft einsteigen kann. Dann folgt die Vorbereitung. „Dann will ich wieder fit sein“, sprüht er vor sportlichen Ehrgeiz. Dass er auch in der neuen Saison für die SG Menden Sauerland spielen wird, ist für Felix Thier schon jetzt klar: „Ich fühle mich hier wohl und will nicht so schnell wieder weg.“ Auch mit Blick auf den angepeilten Klassenerhalt der SG Menden Sauerland in der Dritten Liga, Staffel West, ist er äußerst zuversichtlich. „Das schaffen wir. Davon bin ich überzeugt“, sagte Felix Thier.

Text: Stefan Knepper

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