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Ferndorf untermauert Titelambition

Zu oft ließen die Wölfe gegen Spitzenreiter Ferndorf auch hochkarätige Chancen – hier hatte sich Marcel Vogler stark durchgesetzt – ungegenutzt, um das Ergebnis am Ende knapper zu gestalten. – Foto: Kottmann

Auch beim Aufsteiger SG Menden Sauerland Wölfe hat die Siegesserie des Meisterschaftsanwärters TuS Ferndorf am Samstagabend gehalten. Am Ende setzte sich der verlustpunktfreie Spitzenreiter der 3. Handball-Liga West in der stimmungsvollen Walram-Sporthalle mit 17:27 durch (7:11).

Trotz der deutlichen Niederlage gab es beim Außenseiter wenig Grund, unzufrieden zu sein. Einzig in der Offensive hatten die Wölfe gegen die starke Gästeabwehr noch Luft nach oben – am Ende verhinderten zahlreiche ausgelassene Hochkaräter, dass die Niederlage knapper ausfiel. So wie direkt zu Beginn, als die Mannschaft von Trainer Sascha Simec, der kurzfristig wegen einer Fußverletzung im Abschlusstraining neben den noch angeschlagenen Tom Trost und Sebastian Loos auch auf Linksaußen Mathis Vornholt verzichten musste, mehrere Torchancen ungenutzt ließen. So stand es nach gut zehn Minuten 1:3 statt eines möglichen 4:3 oder gar 5:3. Es kam noch schlimmer, innerhalb von zwei Minuten erhöhten Julian Schneider und Marijan Basaric sogar auf 1:5. Auffällig in dieser Phase war die Härte, mit der der TuS vor allem SG-Toptorschütze Joshua Krechel begegnete, sobald dieser den Ball bekam und in Wurfdistanz kam. Ein deutlicher Beleg dafür, wie ernst der TuS die Aufgabe beim Aufsteiger nahm, was Gästetrainer Michael Lerscht später bestätigen sollte.

Torwart Kevin Peichert wurde zum “Spieler des Spiels” gekürt. Er hielt verhinderte mit seiner starken Leistung in Zusammenarbeit mit der Abwehr eine höhere Niederlage gegen den TuS. – Foto: Kottmann

In der Folge dominierte der TuS wie erwartet die Partie – vor allem einer guten Abwehrarbeit und einem glänzend aufgelegten Torwart Kevin Peichert war es zu verdanken, dass der Rückstand noch erträglich war. Erst eine Fehlerserie im letzten Drittel der ersten Halbzeit ermöglichte Ferndorf einige Tempogegenstöße, die die Gäste in eine 4:11-Führung ummünzten.  Aber wie schon oft in dieser Saison gab sich der Aufsteiger nicht auf. Dank einer sehr guten offensive Abwehr erarbeitete sich die SG drei Ballgewinne, Joshua Krechel, Dominik und Lukas Floor verkürzten bis zur Pause auf 7:11.

Im zweiten Abschnitt bot sich den rund 400 Zuschauern ein ähnliches Bild. Die Wölfe verteidigten engagiert und erspielten sich immer wieder gute Torchancen, nur die Verwertung war nicht gut genug, um die Partie offener zu gestalten. So ließen die Hausherren insgesamt fünf Siebenmeter ungenutzt. Da aber Kevin Peichert weiter auf Augenhöhe mit dem starken Torwartduo des TuS, Kai Rottschäfer und Lucas Puhl, hielt, spielte sich die SG auch noch zwischenzeitlichem 12:24-Rückstand (50.) wieder etwas heran.

“Ich habe großen Respekt vor diesem Spiel gehabt. Das hat man an unserer Deckungsleistung und dem großen Engagement gesehen, denke ich. In Ballbesitz war ich mit dem Spiel nicht ganz zufrieden, vor allem mit dem Positionsangriff. Aber wir können wir mit dem Sieg sehr zufrieden sein und wir sind froh, die Hürde hier genommen zu haben”, erklärte Michael Lerscht nach dem Spiel. “Man hat heute gesehen, warum Ferndorf jetzt mit 34:0 Punkten dort vorne steht. Die zehn Tore geben sicher den Unterschied zwischen diesen Teams wieder, Ferndorf ist da nicht unsere Kragenweite. Was mich ein bisschen ärgert, ist der 1:5-Rückstand. Da hätten wir etwas länger dranbleiben können. Kevin Peichert hat uns mit seiner Leistung im Spiel gehalten, ein großes Kompliment dafür”, analysierte Sascha Simec die Partie.

Rückraum Marius Schrage trug sich in der zweiten Halbzeit zweimal in die Torschützenliste ein. – Foto: Kottmann

SG Menden Sauerland Wölfe – TuS Ferndorf 17:27 (7:11)

SG: Peichert, Dundalek – D. Flor (2), Vogler (4, 1/3 7m), Jost (1), Heunemann (1), L. Flor (2, 0/1), Schulte, Krechel (3), Thier, Schrage (2), Schoesse (2, 1/2)

TuS: Rottschaefer, Puhl – Faulenbach (5), John (2), Basic (3), Irle (1), M. Michel (3, ½ 7m), Neitsch (1), Bettig, Wörner (2), Schneider (9, 2/2), L. Michel, Koloper, Rink (1)

Schiedsrichter: Henning Bargmann, Daniel Stein

Zuschauer: 300

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