1. Damen

Frauenwart Andre Julius will für Ruhe im Wolfsbau sorgen

Nicole Petrias und die Oberliga-Handballerinnen der SG Menden Sauerland streben eine sorgenfreie und geräuscharme Spielzeit an. Foto: Dietmar Reker, sportpresse-reker.de

Andre Julius verstärkt als „Frauenwart“ die Damenmannschaften der SG Menden. Kritik am Harzverbot in mehreren Hallen.

Der Alltag ist eingekehrt bei den Handballerinnen der SG Menden Sauerland Wölfe. Nach den Turbulenzen um den Rückzug der Drittliga-Mannschaft richtet man jetzt bei den „Wölfinnen“ den Blick nur noch nach vorn. Und da steht die kommende Saison ganz oben auf der Tagesordnung.

Andre Julius will dafür sorgen, dass die Normalität im Wolfsbau so schnell wie möglich wieder einkehrt. Als der neue Frauenwart will er sich aber nicht sehen. „Das ist vielleicht ein etwas zu großes Wort. Ich kümmere mich darum, dass die sportlichen Belange wieder in eine Richtung laufen“, sagt Andre Julius.

Unruhige Zeiten

Dass es zuletzt einige Turbulenzen gab und es unruhige Zeiten waren, mag der neue Verantwortliche für den Frauenbereich nicht leugnen. „Aber das darf jetzt kein Thema mehr sein. Denn es gibt noch genügend Mädels, die bei der SG Menden Sauerland Handball spielen wollen“, zählt für ihn nur noch die Gegenwart. Und da sieht er seinen Verein gut aufgestellt. „Beim Oberliga-Team haben wir im Moment 17, 18 Spielerinnen zur Verfügung. Und ich glaube, dass wir mit Helmut Fahn einen sehr guten und erfahrenen Trainer haben. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir im nächsten Jahr auch eine Oberliga-Mannschaft haben werden“, sieht er sehr gute Möglichkeiten für eine gute Saison.

Zumal er die anderen Mannschaften gar nicht soweit weg sieht. „Klar, gibt es bei uns eine neuformierte Mannschaft. Aber auch bei den anderen muss man abwarten, wie sich alles entwickeln wird“, sagt Andre Julius mit Blick auf die Teams des ASC Dortmund, der SC DJK Everswinkel oder dem HSV Minden-Nord. Ganz zu schweigen vom Königsborner SV mit den zahlreichen ehemaligen Mendener Spielerinnen. „Da bin ich mal gespannt“, so Andre Julius.

Eine Frage des Kopfes

Der SG-ler rechnet dann schon beim Blick auf die Konkurrenz ein wenig hoch. „Es ist doch so, dass wir wahrscheinlich vor allem in den Spielen wie gegen Oerlinghausen, Verl und Arnsberg punkten müssen. Es darf uns in diesen Jahr nicht passieren, dass wir nach starken Auftritten im nächsten Spiel nicht mehr wissen, wie der Ball ins Tor geht“, so Julius mit Blick auf die vergangene Oberliga-Saison als das damalige Team nach glanzvollen Siegen wie gegen den ASC Dortmund oder dem TVE Netphen im nächsten Spiel wieder einbrach. „Das ist eine Frage des Kopfes“, sagt Andre Julius. Zumal noch ein weiteres Problem gelöst werden muss. „In acht Hallen darf nicht mehr geharzt werden. Das ist schon Wettbewerbsverzerrung“, so Julius.

Tor-Lücke bei der Zweiten

Beim Blick auf die zweite Mannschaft sieht der SG-Offizielle auch alles auf einen guten Weg. „Im Moment fehlt uns bei der Zweiten noch eine Torfrau. Aber ich hoffe, dass wir das bald noch klären können“, so Julius. Der dann auch bei den Planungen für die Zukunft für das Bezirksliga-Team sehr deutlich wird. „Vielleicht gelingt es uns ja, dass wir – nicht in dieser Saison – auch die Landesliga anpeilen können“, sagt Andre Julius.

Der Mendener stellt dann die ganz besondere Planung in den Mittelpunkt. „Wir wollen den Frauenbereich eng mit den A und B Juniorinnen verzahnen. Wir wollen einfach in naher Zukunft die ein oder andere Spielerin in der ersten oder zweiten Frauenmannschaft zu integrieren. Wir brauchen einfach wieder mehr Spielerinnen mit Bezug zum Verein“, sagt Andre Julius. Es bleibt spannend.

Text: Burkhard Granseier

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