1. Männer

Hoher Besuch in der Kreissporthalle

Handball, Dritte Liga West: Tabellenführer aus Krefeld hat die Niederlage vom vergangenen Jahr gegen die SG Menden Sauerland noch in bester Erinnerung

Lücke genutzt: Milan Weißbach, Kreisläufer der SG Menden Sauerland, hofft am heutigen Abend im Heimspiel gegen den Tabellenführer HSG Krefeld auf ähnliche Freiräume. Foto: Sportpresse Reker

Die Kreissporthalle an der Werler Straße erwartet heute Abend hohen Besuch. Der Tabellenführer der Staffel West der Dritten Liga, die Handballer der HSG Krefeld, trifft um 20 Uhr auf die SG Menden Sauerland. Eine Paarung, die Erinnerungen an den 28. Oktober des vergangenen Jahres weckt.

Denn damals gewannen die „Wölfe“ ihr Heimspiel gegen die Ballwerfer aus der Seidenstadt mit 34:27. „Diese Niederlage hat man in Krefeld noch in Erinnerung“, erwartet SG-Trainer Micky Reiners einen hochmotivierten Gegner. Zumal die Krefelder ihre Bemühungen, in die Zweite Liga aufzusteigen, vor der Spielzeit noch einmal forciert haben. „Die HSG ist im Moment wohl wirklich das Maß aller Dinge in der Liga“, sieht Micky Reiners im heutigen Gegner den Top-Favoriten.

Vor allem der Blick auf das Personal-Tableau der Krefelder lässt Reiners schon ein wenig schwärmen. Das geht los mit den Torleuten Nippes, Jäger und Keutmann. „Die tun sich untereinander nicht viel“, so Micky Reiners. Dann wäre da Abwehrchef Damian Janus oder der körperlich starke Kreisläufer Marcel Goerden. Herausragend auch ein Kevin Christoph Brueren oder ein David Hansen. Nicht zu vergessen im Rückraum Tim Gentges, der die Fäden im Spiel der HSG Krefeld zieht. Aus Krefeld ist zu hören, dass Gentges zuletzt angeschlagen war. Doch Micky Reiners würde sich nicht wundern, wenn Gentges heute Abend aufläuft. Wobei dessen Ersatz Simon Ciupinski auch über besondere Qualität verfügt. Doch im Lager der „Wölfe“ mag man keinesfalls in Ehrfurcht vor dem großen Gegner versinken.

„Wenn Krefeld die Punkte will, müssen sie schon richtig dafür arbeiten. Wir haben nichts zu verschenken. Ansonsten behalten wir sie halt in Menden“, verspricht Micky Reiners dem Gegner einen sehr intensiven Abend. Zumal die „Wölfe“ in der eigenen Halle noch ungeschlagen sind und 10:2-Punkte vorzuweisen haben. „Auswärts können wir unsere Bilanz sicherlich noch verbessern. Aber insgesamt haben die Jungs bislang eine gute Serie gespielt“, rechnet Reiners nach dem zuletzt spielfreien Wochenende wieder mit einem sehr engagierten Auftritt seiner Mannschaft. „Wir haben mal bewusst nichts gemacht. Es bringt nichts, wenn wir 18 Wochenenden am Stück zusammen sind“, haben Reiners und seine Schützlinge am vergangenen Wochenende einmal komplett abgeschaltet.

Jonas Schulte kehrt zurück

Allerdings gab es zuletzt auch noch eine schlechte Nachricht. Moritz Eigenbrodt zog sich im Testspiel gegen die U19-Nationalmannschaft von Israel einen Handbruch zu. „Das ist natürlich bitter. Denn Moritz hat zuletzt seine Rolle sehr gut ausgefüllt und das Spiel gelenkt“, ärgert sich Reiners ein wenig über das Pech seines Spielers. Allerdings gibt es bei den Wölfen auch noch andere Spieler, die zu überzeugen wussten. So glänzte Florian Schösse zuletzt nicht nur als sichere Siebenmeterschütze. Er wusste auch auf der Rückraum-Mitte zu überzeugen, wenn Moritz Eigenbrodt eine Pause machte. Zumal der Kader auch einen Rückkehrer begrüßen kann. „Jonas Schulte kann wieder spielen“, sagt Micky Reiners über den größer gewordenen personellen Spielraum seiner Mannschaft. Der Optimismus bei den Wölfen verspricht eine spannende Partie.

Zumal der Gegner auch mit ziemlich breiter Brust nach Menden kommt. „Wir haben die Qualität und auch die Mentalität. Aber wir dürfen uns keine Blößen geben. Sonst fallen wir ganz schnell ab“, sagt Krefelds Trainer Rogawska. Der auch den Werdegang der „Wölfe“ in dieser Saison verfolgt hat. „Menden hat sich dieses Jahr gut entwickelt. Sie sind viel stabiler geworden“, so der Krefelder Coach. Vielleicht wird es ja wieder ein denkwürdiger Mendener Handballabend?

Text: Burkhard Granseier

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