1. Männer

Interview mit Mendens Siebenmeter-Spezialist Florian Schösse

Nervenflattern ist ihm fremd: Auf Florian Schösse kann sich die SG Menden Sauerland besonders bei den Siebenmetern verlassen.

Treffsicher: Florian Schösse von der SG Menden Sauerland trifft aus dem Rückraum und ist ein verlässlicher Siebenmeterschütze. Foto: Dietmar Reker

Die Drittliga-Handballer der SG Menden Sauerland konnten am zurückliegenden Sonntagabend einen bedeutsamen Sieg erringen. Der 27:26-Erfolg beim MTV Großenheidorn war für den heimischen Branchenführer ein großer Schritt für die weitere Zukunft in der Dritten Liga. Hauptdarsteller war am Ende einer der Jüngsten im Team: Florian Schösse. Der 21-jährige erzielte drei Sekunden vor Schluss den Siegtreffer per Siebenmeter.

Die WP-Sportredaktion sprach mit dem jungen Mann über seine unglaubliche Ruhe von der Marke und warum Heimspiele etwas ganz Besonderes sind.

Hallo Florian Schösse, mal Hand aufs Herz: Hatten Sie Zweifel, dass sie nicht treffen würden?

Florian Schösse: Nein, auf keinen Fall. Denn wenn man anfängt nachzudenken, hat man letztlich schon verloren. Ich schalte das alles aus und konzentriere mich ganz auf den Wurf. Wie ich werfe, entscheide ich kurzfristig, dem Gefühl nach. Und das funktioniert scheinbar ganz gut.

Beim Siebenmeter beeindruckt Ihre Ruhe und dass Sie viele Wurfvarianten „im Arm“ haben. Verraten sie uns das Geheimnis?

Aber am Sonntag, war es dann doch noch etwas anders?

Da ist mir schon ein richtiger Stein vom Herzen gefallen. Denn der Sieg in Großenheidorn war für uns unglaublich wichtig. Wir haben in der Liga Boden gut gemacht. Am Ende war das eine große Erleichterung.

Das Spiel in Niedersachsen war aber eines auf jeden Fall nicht – ein Spaziergang?

Oh ja, das war ein regelrechtes Auf und Ab. Wir waren mal in der ersten Halbzeit auf drei Tore weg, haben es aber nicht geschafft, für Ruhe zu sorgen. Und in der zweiten Halbzeit war es ja ähnlich. Da sind wir auf vier Tore weg und verpassen es, den Deckel drauf zu machen.

Ihr Trainer Micky Reiners sprach zuletzt davon, dass man auf jeden Fall das Horrorszenario der vergangenen Saison in Sachen Klassenerhalt vermeiden will. Also, dass praktisch bis zur letzten Sekunde der Saison gerechnet werden musste. Sieht das jetzt nicht besser aus?

Der Trainer hat ja völlig recht, dass es noch keinen Grund gibt, uns zurückzulehnen. Erst wenn wirklich alles klar ist, können wir uns freuen. Noch dazu, wo diese Liga ja so unglaublich ausgeglichen ist. In der vergangenen Spielzeit waren Ferndorf und Dormagen weit über den Dingen. In dieser Saison ist das ja viel enger zusammen. Das hat man ja auch in unseren Spiel gegen Schalksmühle gesehen.

Am Samstag kommt der TuS Spenge in die Kreissporthalle. Was darf man da erwarten?

Ein Spiel, in dem wir noch einiges gutzumachen haben nach dem Hinspiel. Da haben wir mit 29:36 verloren. Diesmal müssen wir 200 Prozent bringen um das wieder gutzumachen.

Gibt es einen Punkt, der am Samstag sehr wichtig werden könnte?

Es ist natürlich gut, dass wir ein Heimspiel haben. Und die Spiele in der Kreissporthalle mit unseren tollen Zuschauern im Rücken sind schon ein Vorteil. Da versteht man oft das eigene Wort auf dem Platz nicht.

Das Interview führte Burkhard Granseier

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