männliche A1-Jugend 18/19

Jung-Wolf soll Chile zur Handball-Weltmeisterschaft führen

Matias Paya Matus von der SG Menden soll die Auswahl von Chile zu den Weltmeisterschaften führen. Von Menden nach Chile, Kolumbien, Paraguay.

Will bald bei der Junioren-Weltmeisterschaft auf dem Parkett brillieren: Der Chilene Matias Paya Matus hat noch Großes vor in seiner Handballkarriere. Foto:Dietmar Reker

Die wundersame Reise des Matias Paya Matus durch die Handballwelt geht weiter. Am 11. März geht es für den 18-jährigen Handballer von A-Jugend-Bundesligist SG Menden Sauerland wieder zurück nach Südamerika. Dort startet er mit der Jugend- und der Juniorenauswahl Chiles in die Vorbereitung auf die Qualifikationsturniere zu den Weltmeisterschaften.

„Er bestreitet damit am Samstag gegen Nettelstedt letztmals ein Heimspiel für die A-Jugend. Aber für ihn ist die Einladung zu den Trainingslagern und Turnieren eine sehr große Chance“, sagt Tobias Schulte. Der 43-jährige Mendener und einstige Top-Handballer war in den vergangenen Monaten zu einem väterlichen Freund des jungen Chilenen geworden. Die Einladung seines Heimatverbandes traf Matias Paya Matus nicht überraschend. „Ich hatte das schon frühzeitig vom Nationaltrainer erfahren“, erzählt Matus, der bei den „Wölfen“ nur „Diego“ gerufen wird.

Auftakt im Norden Südamerikas

In Chile wird für den Handballer aus Leidenschaft nicht viel Zeit bleiben. Los geht es mit der Vorbereitung auf das Qualifikationsturnier der Jugend das vom 2. bis zum 8. April in Bogota in Kolumbien stattfindet. Dort trifft man auf Teams aus Südamerika wie Brasilien, Argentinien, Paraguay, Peru. Können die jungen Chilenen überzeugen, geht es im Juli zu den Weltmeisterschaften nach Barcelona in Spanien. Was sich nach dem tollen Leben eines Auswahlspielers anhört, ist aber nicht so. Die Mittel des chilenischen Verbandes sind begrenzt. Deshalb werden nur die Reisekosten erstattet.

Doch nach dem Quali-Turnier der Jugend steht dann die Qualifikation bei den Junioren für die Weltmeisterschaft im August in Mazedonien. Das Vorentscheidungsturnier für diese Titelkämpfe geht in Ascunion in Paraguay über die Bühne. „Diego“ Matus weiß, dass der Weg zu den Titelkämpfen sehr weit ist. „Die Konkurrenz ist halt groß, aber wir wollen alles dafür tun“, sagt der junge Handballer. In der Tat merkt man ihm die Begeisterung für seinen Sport förmlich an. Deshalb ist auch für ihn klar, dass er nach seinen Engagement für die chilenischen Jugendauswahlen, wieder nach Deutschland zurückkehren will. „Und er fühlt sich in Menden auch richtig wohl“, sagt Tobias Schulte.

Allerdings wird man Matias Paya Matus dann nicht mehr im Trikot der „Wölfe“ erleben. Erste Gespräche mit der sportlichen Leitung des Vereines gingen von einer gemeinsamen Perspektive aus. Die sah man dann nicht mehr. Der Kader der Landesliga-Herren wurde anderweitig besetzt“.

Die Quintessenz aus der Geschichte ist, dass Tobias Schulte jetzt zusammen mit „Diego“ Matus einen neuen Verein sucht. „Wir sind da mit Oberligisten in Gespräch. Es sollte dann auch schon ein Verein sein, der ihn in seiner Entwicklung weiterbringt“, möchte Tobias Schulte das Talent des jungen Südamerikaners gefördert wissen. Und davon konnte man sich bei den „Wölfen“ in den vergangenen Monaten sehr oft überzeugen.

Auslaufwolf

„Er ist als 18-jähriger unheimlich weit“, sagt Tobias Schulte. Der Chilene beeindruckt vor allem durch seine Wendigkeit und den technischen Fertigkeiten. Dann ist er auch noch der Haupttorschütze des heimischen Bundesligisten. In der Liga gehört er zu den Top-Ten der Liga. „Diego“ Matus macht dem Team ein Kompliment. „Ich werde das Team vermissen“, sagt Matus. Am Samstag gibt es dann sein letztes Heimspiel als „Wolf“ gegen die JSG MSN Nettelstedt. Und sein Wunsch dafür ist nicht schwer zu erraten: ein Sieg. Es wäre der passende Abschied für einen sympathischen jungen Mann, den der heimische Handball auf jeden Fall in Erinnerung behalten wird.

Text: Burkhard Granseier

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