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Junge „Wölfe“ sind die Besten in Westfalen

Unbändiger Jubel, laute Gesänge, von purer Freude geprägte Tänze – die männliche A-Jugend der SG Menden Sauerland feiert den Titelgewinn in der Oberliga. Foto: Dietmar Reker, sportpresse-reker.de

32:18 gegen im letzten Saisonspiel gegen Schlusslicht Dortmund: Die Talente der SG Menden Sauerland feiern den Gewinn der Oberliga-Meisterschaft.

Diese Mannschaft hat sich in der Handball-Historie der Hönnestadt einen ganz besonderen Platz verdient. Die A-Jugend der SG Menden Sauerland sicherte sich am Samstag durch einen souveränen 32:18 (15:5)-Heimsieg gegen Oberliga-Schlusslicht ASC 09 Dortmund die Westfalenmeisterschaft.

„Wir haben es geschafft, jetzt wird nur noch gefeiert“, sagte ein überglücklicher Trainer Fabian Henze freudestrahlend. Er blickte dabei auf die feiernden Schützlinge, die ihren Erfolg in vollen Zügen genossen, sich in den Armen lagen und sich bei ihren stets neu angesetzten Tänzen von den Fans feiern ließen.

Und davon waren reichlich erschienen. Rund 400 begeisterte Handball-Freunde dürften es gewesen sein, die den jungen „Wölfen“ zujubelten und diese mit donnerndem Applaus bedachten – für einen Auftritt gegen überforderte Dortmunder, der kaum Wünsche offen ließ. 9:1 nach 15 Minuten, danach 11:2 (22.), 14:4 (26.) und zur Pause erstmals die Führung mit zehn Toren Unterschied – die SG-Youngster brannten schon in der ersten Halbzeit ein Feuerwerk ab und profitierten dabei allerdings auch von großen ASC-Schwächen im Abschluss.

SG-Dominanz von Beginn an

Nach der Pause konnten sich die Gäste zwar etwas besser in Szene setzen und deutlich mehr Tore erzielen als in er ersten Halbzeit. Trotzdem blieb Menden das überlegene Team und drückte dies mit wachsenden Abständen aus. Krönender Abschluss der SG-Dominanz war der Treffer des stark aufspielenden Nils Flor, der drei Sekunden vor Schluss den Endstand erzielte – begleitet von Jubelgesängen von der Tribüne, während man sich auf der SG-Bank bereits gegenseitig auf die Schultern klopfte.

„Ein grandioser Abschluss. Ich hatte nie das Gefühl, dass etwas schief gehen könnte“, sagte Fabian Henze. Sein Trainerkollege Oliver Nölle fügte stolz hinzu: „Das Beste dabei ist, dass uns keiner auf der Rechnung hatte.“ Der Halinger zog damit schon nach Spielschluss eine Bilanz von einer Saison, deren Verlauf man selbst in kühnsten Träumen nicht erwarten durfte. Vor Jahresfrist war man noch Letzter der B-Jugend-Oberliga, in der dann folgenden Qualifikation rutschte man als fast kompletter A-Jugend-Jungjahrgang sprichwörtlich auf dem letzten Drücker ins westfälische Oberhaus – und beendete die Punktejagd auch dank etlicher knapper Siege nun als strahlender Meister.

Gratulation von der Chefin

„Ich hoffe, dass wir von dieser Mannschaft möglichst viele Spieler in unserer Ersten wiedersehen werden“, freute sich SG-Präsidentin Birgit Albrecht. Sie war eine der ersten Gratulanten – für eine junge Mannschaft, die ein ganz besonderes Kapitel Mendener Handball-Geschichte hat schreiben können.

SG Menden Sauerland: Smolenski (ab 31. Grünewald); Göbel (1), Flor (5), Herrmann (5), Schröter (5), Rosier, Wiesemann (4/3), Jünger (3), Dittrich, Luca Giacuzzo (2), Kammermeier (2), Ostermann (4), Gevargez Zoubalan (1).

Text: Westfalenpost Menden – Eberhard Tripp

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