männliche A1-Jugend 18/19

Jungwölfe stolpern bei Niederlage über hohe Fehlerquote


Trotz zahlreicher guter Szenen kann auch der Chilene Matijas Payas Matus die Jungwölfe nicht auf die Siegerstraße bringen. 500 Zuschauer sehen die Pleite in der A-Jugend-Bundesliga. Foto: sportpresse-reker.de

28:35 – Niederlage für die A-Jugend-Handballer vor heimischem Publikum. Gäste von Westfalia Herne zu effektiv. SG-Abwehr mit schwacher Leistung.

Es hätte so schön sein können: Fast 500 Zuschauer gaben in der Walramhalle der Partie in der A-Jugend-Handball-Bundesliga zwischen der SG Menden Sauerland und Westfalia Herne den passenden Rahmen. Allein das Ergebnis passte aus heimischer Sicht nicht. Die „Wölfe“ verloren mit 28:35 (14:18) gegen den Besuch aus dem Ruhrgebiet.

„Wir wollten dieses Spiel gewinnen und haben es in der Abwehr verloren“, mochte SG-Trainer Tobias Schulte die Berechtigung der Niederlage nicht in Abrede stellen. Das die für ein Jugendspiel tolle Zuschauerzahl die Aktionen seiner Mannschaft hemmte, sah Schulte auch so. „Das hat heute sicherlich auch eine Rolle gespielt. Da sind wir nicht mit klar gekommen“, so der einstige Klasse-Handballer.

Der Gegner wusste am Samstagabend im „Wolfsbau“ an der Walramstraße zu überzeugen. „Herne hat sich hier unheimlich diszipliniert gezeigt. Die haben ihr Spiel sehr effektiv umgesetzt“, resümierte Tobias Schulte. Vor allem Hernes Mittelmann Oskar Kostuj wusste aus dem Team zu überzeugen. „Den haben wir überhaupt nicht in den Griff bekommen“, so Schulte über den neunfachen Torschützen des Gegners.

Von der Niederlage ernüchtert, zog Tobias Schulte sein erstes Fazit: „Die Summe der Fehler war entscheidend. Die war bei uns eindeutig zu hoch“, analysierte der Coach.

Immer eine Antwort parat

Die Gäste aus Herne erwischten am Samstagabend den besseren Start. Jaspar Meier im Nachwurf von der Siebenmeter-Marke und Oskar Kostuj sorgten nach 150 Sekunden für einen 2:0-Start der Gäste. Luca Giacuzzo sorgte zwar für den Anschlusstreffer zum 1:2 (4.), doch die Gäste hatten immer eine Antwort parat. So mussten die Hausherren meistens einem Rückstand hinterherlaufen. Als Luca Jünger in der 19. Minute zum 9:9 traf, kam Hoffnung auf, dass die SG das Spiel in den Griff bekommen würde. Doch das war eine trügerische Hoffnung. Denn bis zur 23. Minute konnten sich die Gäste auf sechs Tore absetzen. Das 9:15 sieben Minuten vor der Pause ließ erahnen, dass es kein gutes Ende für die jungen Wölfe geben würde. Die konnten den Rückstand bis zur Pause zwar auf vier Treffer verkürzen. Doch das sollte für Hälfte zwei eine zu hohe Hypothek sein.

Die „Wölfe“ mühten sich, kämpften – der Gegner ließ sich aber nicht von seinem Matchplan abbringen. Bis zur 38. Minute war der Rückstand wieder auf sieben Tore angewachsen. Hernes Kostuj markierte mit einen feinen Dreher das 23:16 für die Westfalia. Eine Vorentscheidung schien gefallen. Zumal in der 45. Minute Luca Giacuzzo nach seiner dritten Zweiminuten-Strafe die rote Karte sah. Da waren die zahlreichen guten Aktionen von Matijas Payas Matus zu wenig, um der Partie eine Wende zu geben. Herne steuerte einem souveränen Sieg entgegen. Die Enttäuschung im Lager der „Wölfe“ war groß, obwohl man mit vier Zählern gut in die Bundesliga gestartet ist.

Text: Burkhard Granseier

Zugehörige Artikel

Schreibe einen Kommentar

Ebenfalls interessant

Close
Back to top button
Close
Close

AdBlocker erkannt

Sie verwenden einen AdBlocker oder den InternetExplorer. Leider kann diese Seite nicht korrekt dargestellt werden. Bitte fügen Sie diese Seite zu den Ausnahmen in Ihrem AdBlocker hinzu.