1. Männer

Kampfstarke Wölfe feiern Sieg

Die Drittliga-Handballer der SG Menden Sauerland gewinnen verdient beim Leichlinger TV mit 25:22 (10:11) und verlassen das Tabellenende. Trainerlob für Kevin Peichert

ENDLICH HABEN MORITZ EIGENBRODT UND DIE SG MENDEN SAUERLAND WIEDER EINEN GRUND, UM DIE ARME IN DIE HÖHE ZU REISSEN. BEI DEN PIRATES DES LEICHLINGER TV GELINGT DEN WÖLFEN GESTERN ABEND DER ERSTE SAISONSIEG. FOTO: DIETMAR REKER

Dieses Gefühl hatten die Mendener so vermisst. Endlich können die Drittliga-Handballer der SG Menden Sauerland den ersten Sieg der Saison bejubeln. Die „Wölfe“ gewannen am Freitagabend beim Leichlinger TV mit 25:22 (10:11) und dürfen damit die ersten beiden Punkte der Saison auf ihrem Konto verbuchen. Ein Sieg, der vor allem aufgrund der grandiosen kämpferischen Einstellung der Wölfe hochverdient war.

Die Stimmung nach der Schlusssirene war im Lager der Wölfe natürlich glänzend. „Das hätte nicht so spannend sein müssen“, lachte SG-Chefin Birgit Völker-Albrecht. Der Sportlichen Leiterin der Wölfe war, wie auch Trainer Micky Reiners, die Erleichterung deutlich anzusehen. „Dieser Sieg war wichtig für das Selbstvertrauen. Der Erfolg ist gut für den Kopf, denn wir dürften wohl den letzten Tabellenplatz verlassen haben“, resümierte Micky Reiners. Ein Erfolg der nochmal belegte, dass das eine sehr schwere Saison wird. „Der Sieg war auf jeden Fall verdient aufgrund der kämpferischen Leistung meiner Mannschaft“, betont Micky Reiners.

Die Partie in der Blütenstadt im Bergischen Land hatte eigentlich gar nicht gut für die SG begonnen. Nach sieben Minuten lagen die Wölfe mit 0:3 in Rückstand. Sollte sich auch hier die schwarze Serie des heimischen Branchenführers fortsetzen? Doch die Pessimisten wurden schnell eines besseren belehrt. Innerhalb von 113 Sekunden waren die heimischen Ballwerfer wieder im Geschäft. Dominik Flor mit zwei Toren und ein Treffer von Felix Thier sorgten für ein 3:3 nach zehn Minuten Spielzeit. Als dann keine Minute später Rafael Dudczak die SG mit 4:3 in Führung brachte, waren die Wölfe endgültig angekommen.

Peichert in Bestform

Die Gründe für den Erfolg lassen sich an mehreren Punkten festmachen. Zum einen hatte Kevin Peichert einen sehr guten Tag im SG-Tor erwischt. Mit zahlreichen Paraden hielt der Keeper die Wölfe immer wieder auf Kurs. „Das hat er richtig gut gemacht“, lobt Reiners. Letztlich war die Defensivarbeit der SG im Ostermann-Forum in Leichlingen entscheidend. Dabei ragten mit Lukas Rosenbaum und Jonas Schulte zwei Ballwerfer besonders hervor. Eine gute Note verdiente sich auch Christian Klein. Der in der ersten Halbzeit nach seiner Einwechselung gleich vier Tore in Folge erzielte. „Er hat Verantwortung übernehmen“, lobte Micky Reiners. Und so war es nicht verwunderlich, dass ab der 14. Minute die Gastgeber immer dem heimischen Branchenführer hinterher laufen mussten. „Allerdings hatten wir da auch Glück, dass bei Leichlingen Schneider schon nach 38. Minuten wegen dreimal zwei Minuten disqualifiziert war“, sagt Reiners über das frühzeitige Aus eines Führungsspielers des Gegners. Da schmerzte es nicht so sehr, dass das Mönchengladbacher Schiedsrichtergespann Kamper die Wölfe mit acht Zeitstrafen und zehn Siebenmetern bestrafte.

Die „Wölfe“ zeigten eine hervorragende Moral und rissen nach dem Seitenwechsel das Spiel endgültig an sich. Als dann Max Klein die SG-Führung in der 39. Minute auf 16:14 ausbaute, konnte man erstmals richtig ahnen, dass für die heimischen Handballer der erste Saisonsieg greifbar nah war. Und so sollte es auch kommen.

Text: Burkhard Granseier

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