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Klarstellung

Berichterstattung in der WP vom 23.10.2017.

Die Berichterstattung am 23.10.2017, zu dem oben genannten Antrag der SG Menden Sauerland „Wölfe“, aus der letzten Sportausschusssitzung der Stadt Menden, hat bei den Lesern der Westfalenpost den Eindruck aufkommen lassen, dass der Verein die Bodenhaftung verloren hat. Es wurde in reißerischer Manier oberflächlich und teilweise konstruiert berichtet. Das möchten wir so nicht stehenlassen, darum zur Klarstellung diese Zeilen.

Die SG Menden Sauerland „Wölfe“ hat ca. 900 Mitglieder. In 27 Mannschaften spielen über 400 Aktive. 21 Mannschaften sind Jugendmannschaften. In der Altersgruppe, die noch nicht am Spielbetrieb teilnehmen, tummeln sich regelmäßig über 100 Kinder. Bei uns ist Jeder willkommen, egal welcher Glaubensrichtung oder welcher Hautfarbe. – Wir betreuen und bilden aus. Ehrenamtlich!

Weitblickende Menschen haben ca. 1990 entschieden, dass die neu zu erbauende Kreissporthalle an der Werler Straße ein Fassungsvermögen von bis zu 1000 Zuschauern haben sollte. Nach dem damaligen Stand der Technik wurde eine Beschallungsanlage eingebaut. Diese genügt den heutigen Ansprüchen an eine Sportveranstaltung nicht mehr. In der Folge mussten wir und auch die anderen Ausrichter von Veranstaltungen in der Kreissporthalle, für viel Geld geeignete Beschallungsanlagen mieten um die Zuschauer informieren und unterhalten zu können.

Als in diesem Jahr bekannt wurde, dass die Halle für ca. 920.000 EUR saniert werden soll, hat die SG Menden Sauerland „Wölfe“ den Antrag gestellt, eine Beschallungsanlage einzubauen, die den heutigen Ansprüchen gerecht wird. Um es gleich vorweg zu sagen: Es ist nicht so, dass die SG Menden Sauerland sich auf diesem Weg eine schicke Beschallungsanlage finanzieren lassen will, sondern die Kreissporthalle soll für die nächsten Jahre technisch auf den aktuellen Stand gebracht werden. Die Handballer der SG sind zurzeit die Hauptnutzer dieser Halle aber die Anlage kann auch beim Hönne Cup, der Fußballstadtmeisterschaft und den anderen Veranstaltungen genutzt werden um die Kosten für die Anmietung geeigneter Anlagen einzusparen.

Nachdem der Antrag durch die SG Menden Sauerland gestellt war, hat uns die Stadt (Amt für Schule und Sport) aufgefordert, eine Planung mit Kostenvoranschlag vorzulegen. Dies haben wir getan. Das Angebot stammt von dem renommierten PA-Anlagenhersteller KMT-Sound aus Karlsruhe, die ein sehr vereinsfreundliches Angebot erstellt haben und aus dem die erste Antragssumme von 8000 EUR stammt. Die von uns vorgeschlagene Installationsvariante wurde aber in einem gemeinsamen Ortstermin, an dem Vertreter des Märkischen Kreises, der Stadt Menden und des Vereins teilnahmen, verworfen. Es wurde die optimale Position der Lautsprecher angezweifelt und eine fehlende Deckentragkraft angeführt. Außerdem gab es zu dem Zeitpunkt keinen Nachweis über die Ballwurfsicherheit (DIN 18032/3), welche aber sicherlich nachträglich hergestellt werden könnte.

In diesem Ortstermin wurde der Verein aufgefordert, mit der Firma BOSE Kontakt aufzunehmen, da diese z.B. in Iserlohn solch eine Installation durchgeführt hatte, um einen Kostenvorschlag von BOSE anzufordern. DIES HAT DER VEREIN GETAN. Ein geplanter Vor-Ort-Termin mit dem zuständigen Senior Account Manager von BOSE ist an den Verkehrsverhältnissen im Ruhrgebiet gescheitert und soll nun am 02.11.2017 nachgeholt werden. Wir haben aber dem BOSE-Mitarbeiter unser Anliegen geschildert und einen Hallen-Grundriss-Plan zukommen lassen. Auf der Basis hat er uns ein unverbindliches Angebot zugeschickt, in dem die Summe genannt wurde, die in der Sitzung des Sportausschusses diskutiert wurde. Dieses Angebot wird beim geplanten neuen Orts-Termin am 02.11.2017 konkretisiert werden da einige Annahmen nicht zutreffend sind, z. B. müssen nicht alle Hallendrittel unabhängig voneinander beschallt werden, sondern die gesamte Halle. Da besteht also durchaus noch Einsparpotential.

Es wird unsererseits nicht versucht ein System von einer Edel-Marke/Luxus-Hersteller zu ergattern. Wir versuchen nur zu bewirken, dass die durchaus schicke Kreissporthalle für zukünftige Veranstaltungen FIT gemacht wird. Dem Verfasser eines solchen Artikels sollte es bekannt sein, dass für größere Sporthallen keine Produkte aus dem Home-Entertainment geeignet sind. Hier geht es nicht um eventuelle Watt-Zahlen wie im Wohnzimmer, sondern um entsprechenden Schalldruck, neben dem Klang (Sprache und Musik), der erforderlich ist, um die Zuschauer in ausreichender Qualität zu unterhalten. Da sind die Preise anderer Hersteller, die so etwas anbieten können, durchaus vergleichbar.

Sollte sich an dem Zustand nichts ändern lassen, wird die SG Menden Sauerland „Wölfe“ keinen Wechsel in die Kreissporthalle für den Ligaspielbetrieb seiner Leistungsmannschaften vornehmen können, da die finanziellen Mittel, die für die regelmäßige Anmietung der Beschallungsanlage aufgebracht werden müssen, dringend für der Weiterentwicklung des Vereins benötigt werden.

Übrigens, die SG Menden Sauerland zahlt pro Jahr rund 20.000 EUR an Hallennutzungsgebühren, das ist 1/3 der städtischen Gesamteinnahmen aus der Hallennutzung. Zudem sorgt die SG Menden durch die beiden bundesoffenen Sauerlandcups und die Spiele der dritten Liga auch überregional für die Bekanntheit der Stadt.

Erschwerend für die Entscheidung zur Anschaffung einer solchen Anlage ist die Zuständigkeit in der Kreissporthalle. Eigentümer der Halle ist der Märkische Kreis. Für die Ausstattung ist aber die Stadt Menden zuständig. Wir würden eine Finanzierung durch die Stadt Menden begrüßen. Die Lieferanten solcher Anlagen bieten sehr lukrative Konditionen für die Anschaffung. Wir können uns auch nicht daran erinnern, dass wir schon mal einen städtischen Zuschuss bekommen hätten. Wollen wir in diesem konkreten Fall auch nicht haben. Wir möchten nur, dass in der Kreissporthalle eine Beschallungsanlage vorhanden ist, die für größere Events geeignet ist. Den technischen Zustand würden wir schon als Hauptnutzer im Auge behalten, wie wir es jetzt auch in der Walramsporthalle praktizieren.

Für die SG Menden Sauerland „Wölfe“

Frank Boberg, Peter Blankenhagen, Birgit V.-Albrecht

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