1. Männer

Mängel in der Vorwärtsbewegung

Drittliga-Handballer der SG Menden Sauerland erlauben sich beim 27:29 (14:14) gegen die Ahlener SG zu viele technische Fehler. Wurfpech und Pfostentreffer

Foto: Frank Saul

Nach dem Abpfiff standen sie nachdenklich auf dem Hallenparkett. Die Drittliga-Handballer der SG Menden Sauerland hatten soeben in der Kreissporthalle mit 27:29 (14:14) gegen die Ahlener SG verloren. Damit riss auch die erfreuliche Serie von vier Siegen in Folge.

„Insgesamt hat Ahlen im Angriff schlauer gespielt als wir. Wir hatten im Aufbau viele technische Fehler“, fasste Florian Schösse, Rückraumspieler der Mendener, die 60 Minuten zusammen. Hinzukamen kam das Pech beim Abschluss. „Zu viele Pfostentreffer und immer, wenn es darauf ankam, haben wir einen Fehler gemacht, den Ahlen gnadenlos ausgenutzt hat“, ließ er die Partie Revue passieren.

Gegner spielt sehr abgeklärt

Ähnlich sah es auch sein Teamkollege Mathis Vornholt. „Es war ein schwieriges Spiel. Wir haben irgendwie wie nie den richtigen Zugriff auf das Spiel bekommen“, führte Mathis Vornholt aus. Die Ahlener SG habe, so der Mendener weiter, sehr abgeklärt gespielt. „Sie hat auch die Leute dazu, die die Zeit runterspielen können“, urteilte er. Dazu gehörte unter anderem Mattes Rogowski, der insgesamt 13 Treffer erzielte, oder Dimitri Stukalin, der in der packenden Schlussphase in Unterzahl einen Angriff von der linken Außenposition frech abschloss (28:25/58.). „Wenn wir unsere Leistung erbracht hätten, gewinnen wir das Ding“, ist Mathias Vornholt überzeugt. Die fehlende Konstanz machte den Mendenern letztlich ein Strich durch die Rechnung.

Keine Ausreden für die Niederlage suchte auch Mickey Reiners, Trainer der SG Menden Sauerland. „Glückwunsch an Ahlen zu dem nicht unverdienten Sieg“, sagte er während der Pressekonferenz im Foyer der Kreissporthalle und weiter: „Aufgrund der hohen Fehlerzahl, die wir in der Vorwärtsbewegung hatten, hatten wir erhebliche Probleme, ins Spiel zu kommen.“ Immer, wenn es so aussah, als könnten die Wölfe das Spiel kippen, passierten die Fehler. „Ahlen hätte wackeln können, doch das Gegenteil war der Fall. Ahlen gewinnt den Ball oder wir schmeißen den Ball ins Aus“, skizzierte der SG-Coach die nervenaufreibenden Szenen, von denen die Gäste letztlich profitierten. Das wusste auch Sascha Bertow, Trainer der Ahlener SG. Er atmete nach dem Abpfiff kräftig durch, dass sein Team gewonnen hat. „Es war ein sehr intensives Spiel, das wir nicht so richtig steuern konnten. Wir waren nicht so richtig präsent in der Abwehr. Aber wir haben vor der unglaublichen Kulisse einen kühlen Kopf bewahrt“, sagte der ASG-Coach während des Pressegesprächs, das von Stefan Dose moderiert worden ist.

Samstag kommen die Panther

Die SG Menden Sauerland steht jetzt nach 20 von insgesamt 30 Spieltagen mit einer Bilanz von 20:20-Punkten auf dem zehnten Tabellenplatz. „Wir wissen, dass wir noch Punkte brauchen, um die Klasse zu halten“, sieht Micky Reiners sein Team noch nicht endgültig auf der sicheren Seite.

Bereits am kommenden Samstag, 16. Februar, geht es für die SG Menden Sauerland in der Meisterschaft mit dem Heimspiel gegen die HSG Bergische Panther weiter. Im Hinspiel Ende September hatten die Mendener mit 30:36 das Nachsehen. Das Rückspiel wird um 19 Uhr in der Kreissporthalle angepfiffen. Es wird mit einem ähnlichen Spielverlauf wie gegen Ahlen gerechnet.

Text: Stefan Knepper

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