Rosier-Sauerlandcup

Magdeburg erobert Thron zurück

Nach der Niederlage im Vorjahr zeigt der Turnier-Favorit eine beeindruckende Leistung. C-Mädchen aus Harrislee setzen sich souverän mit 14:5 im Finale durch

Spieler des Turniers und Garant für den Magdeburger Sieg, Yasin Jaidi (Mitte), war von den Potsdamern kaum zu halten. Das Finale des Junior-Sauerland-Cups gewinnt das Team von Matthias Bäurer souverän mit 19:11 gegen den VfL Potsdam 1990. Foto: Martina Dinslage

Es schien fast, als ob die Finalpleite gegen Dormagen im vergangenen Jahr die Spieler des SC Magdeburg in diesem Jahr zusätzlich beflügelt hätte. Mit einem souveränen und gleichermaßen verdienten 19:11 setzte sich das Team von Trainer Matthias Bäurer gegen den VfL Potsdam 1990 durch. Dabei war der Finaleinzug der Magdeburger keineswegs einfach.

Zuvor konnten sich die C-Jugend-Handballerinnen vom TSV Nord Harrislee gegen die JSG Lenzinghausen ebenso klar mit 14:5 durchsetzen.

Vorgezogenes Finale

Der Auftritt des Turnierfavoriten aus Magdeburg im Finale war durchaus beachtlich. Einer der entscheidenden Faktoren für den deutlichen Sieg war vor allem Yasin Jaidi, der später auch zum Spieler des Turnier gewählt wurde. Zwischen der 7. und 10. Minute netzte er gleich viermal hintereinander ein. Doch auch in der Defensive zeigte sich der Magdeburger stark: Immer wieder war es Jaidi, der die Gegenstöße der Potsdamer unterband und gleichzeitig seine Mitspieler antrieb. Ein Knackpunkt im Potsdamer Spiel war dann die 2-Minuten-Strafe gegen Alexander Wolf. Der SC zog auf 2:11 davon – die Vorentscheidung. Zwar entwickelte sich in der Schlussphase ein offener Schlagabtausch beider Teams, am Ende aber stand der klare 19:11-Triumph der Magdeburger. „Wir sind froh, dass wir unser bestes Spiel im Finale erwischt haben“, zeigte sich Trainer Matthias Bäurer nach der Schlusssirene zufrieden. Dabei war seiner Meinung nach das Halbfinale gegen die HSG Neuss/Düsseldorf das „vorgezogene Finale“ gewesen.

Gleich zwei Veranstaltungen

Das Aufeinandertreffen der besten Nachwuchsmannschaften Deutschlands ist auch für Turnierleiter Frank Schlücking positiv verlaufen. In der zehnten Auflage des Turniers ist das Starterfeld vor allem in der weiblichen C-Jugend im Vergleich zum Vorjahr noch einmal ausgebaut worden. „Die Besetzung und das Niveau sind das, was wir uns auch vorstellen“, so Schlücking. Gleichwohl werde es immer schwieriger – gerade in höheren Altersklassen – genug weibliche Teams für eine Turnierteilnahme zu finden. Eine logistische Herausforderung war die zehnte Auflage des Junior-Sauerland-Cups allemal. Denn die gesamte SG Menden Sauerland musste gleich auf zwei Hochzeiten tanzen. Eltern, Spieler, Trainer und Betreuer sprangen parallel zur Unterstützung von Menden à la Carte ein. Dafür gebühre allen Sponsoren und Helfern ein großer Dank, so die 1. Vorsitzende Birgit Völker-Albrecht.

Mit der Entwicklung des Turniers zeigt sich die 1. Vorsitzende indes zufrieden: „Es ist ein ganz anderes Spiel als noch vor zehn Jahren. Die Mannschaften harzen, und es ist technisch anspruchsvoller.“ Dass in diesem Jahr keine Jugendmannschafte der SG dabei waren, sei Absicht gewesen. Die Jungjahrgänge hätten das Niveau nicht halten können. Das soll sich im kommenden Jahr ändern.

Eine Bilderstrecke zum Junior-Sauerland-Cup gibt es unter www.wp.de/menden

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