2. Männer

Mini-Kader der SG Menden Sauerland II gewinnt in Bösperde

Enttäuscht verließen die Spieler der DJK SG Bösperde nach dem Abpfiff die Spielfläche. Bestens gelaunt war dagegen die SG Menden Sauerland II.

Packende Derbyszene: Gian-Luca Kammermeier von der SG Menden Sauerland II wird in dieser Szene von der DJK SG Bösperde im letzten Moment gestoppt. Foto: Sportpresse Reker

Von einem Mini-Kader ausgebremst. Mit hängenden Köpfen verließen die Landesliga-Handballer der DJK SG Bösperde nach dem Abpfiff die Spielfläche. Sie hatten soeben vor rund 250 Zuschauern in der Sporthalle Bösperde das mit Spannung erwartete Derby gegen die SG Menden Sauerland II mit 30:34 (12:14) verloren. Das SG-Team war dagegen bestens gelaunt und bedankte sich euphorisch bei seinen Fans für die lautstarke Unterstützung.

„Ich habe selten so eine schlechte Abwehr gesehen wie heute bei uns. Egal, was wir gemacht haben, wir hatten nie einen Zugriff auf das Spiel der SG. Für ein Derby ist das schon schwach und traurig. Ich bin sehr, sehr enttäuscht“, gab ein sehr nachdenklich wirkender DJK-Trainer Thomas Harnischmacher nach dem Abpfiff zu Protokoll. Die Einstellung habe, so der DJK-Coach weiter, überhaupt nicht gepasst. In bester Stimmung war dagegen sein Trainerkollege Arnd Wefing von der SG. „Es war wirklich die zweite Mannschaft, mit der wir gespielt haben. Sie hat sich zerrissen, sich an die taktische Marschroute gehalten und überragend gespielt“, freute sich der SG-Trainer über den Coup in Bösperde.

Das SG-Team war mit nur neun Akteuren angereist. Mit dem Halbzeitpfiff kassierte dann auch noch Tristan Wünnemann eine Rote Karte. In der Schlusssekunde des ersten Spielabschnitts gab es auf der linken Seite einen Freiwurf für die SG-Reserve. Bei der direkten Ausführung traf er den Bösperder Max Wergen am Kopf. Die Schiedsrichter Christof Humpert und Christoph Klemm (beide aus Arnsberg) wertete dies als unsportliches Verhalten. Eine umstrittene Entscheidung.

SG-Angriff nicht auszuschalten

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte die Reserve des Drittligisten schon für eine ordentliche Überraschung gesorgt. Denn nach dem 1:1 (3.) lag sie durchgängig in Führung (8:5, 10:7). Die DJK-Abwehr schaffte es nicht, die SG in den Griff zu bekommen. Eine leichte Körpertäuschung und der Weg war zu oft für den Gegenspieler frei. Dabei hatte DJK-Trainer Thomas Harnischmacher gehofft, dass er durch die verordnete hautnahe Bewachung von Lukas Flor den SG-Angriff aus dem Rhythmus bringen könnte. Doch die Rechnung ging nicht auf. Über die Außenpositionen kamen die „Wölfte“ immer wieder zu ihren Toren. So zum Beispiel in der 25. Minute, als Lauritz Wefing in eigener Unterzahl im Rücken der DJK-Defensive angespielt wurde und den Angriff zum 13:10 abschloss. Mit solchen Aktionen pushte sich die SG hoch.

Nach dem Seitenwechsel kämpften sich die Bösperder immer wieder heran. Beim 23:24 (44.) war der Ausgleich zum Greifen nah. Doch der Bösperder Tim Voss verwarf in Überzahl freistehend vom Kreis und im Gegenzug verwandelt Lukas Flor einen Strafwurf zum 25:23. Gian-Luca Kammermeier baute den Vorsprung dann auf 26:23 aus. Resignation machte sich in den Reihen der Gastgeber allmählich breit. Denn sie verfügten an diesem Abend nicht über die spielerischen Mittel für eine passende Antwort.

Das schönste Tor des Derbys erzielte Nils Flor per Kempa-Trick zum 31:26 (52.). Den präzisen Pass in den Kreis hatte sein Bruder Lukas gegeben.

DJK SG Bösperde: Sievert, Kampmeier, M. Wergen, Sparenberg (1), Ph. Wergen (12/4), Habring (3), N. Bichmann (1), Lotz (1), Remes (1), Hünnes (1), Tillmann (3), Stracke (4), Voss (3).

SG Menden Sauerland II: Antoni, Krause, N. Flor (4), Pasche (1), Wünnemann, L. Flor (10), L. Wefing (6), Kammermeier (4), Poth (9).

Rote Karte: Wünnemann (30.), SG wegen unsportlichen Verhaltens.

Text: Stefan Knepper

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