1. Männer

Mit Fans im Rücken zum Sieg

Handball, 3. Liga: Nach dem verpatzten Auftakt in die Saison sehen sich Spieler und Trainer der SG Menden Sauerland nicht unter Druck – ein Sieg würde trotzdem gut tun

MIT VOLLEM EINSATZ UND DEM PUBLIKUM IM RÜCKEN MÖCHTEN JOSHUA KRECHEL, DER HIER UNSANFT AM ABSCHLUSS GESTÖRT WIRD, HEUTE ABEND GEGEN DIE GÄSTE VOM LONGERICHER SC DAGEGENHALTEN. FRANK SAUL

Am heutigen Abend zieht es Handball-Freunde wieder in die Kreissporthalle an der Werler Straße. Dort steht für die Drittliga-Handballer von der SG Menden Sauerland das zweite Heimspiel der Saison auf dem Programm. Um 20 Uhr treffen die „Wölfe“ auf den Longericher SC Köln. Eine Partie, an die der heimische Branchenführer gute Erinnerungen hat.

Denn in der vorigen Saison gelang gegen die Ballwerfer vom Rhein ein feiner 26:22-Erfolg. Doch die Erinnerung an diesen Sieg ist für SG-Trainer Micky Reiners ohne Bedeutung. „In beiden Mannschaften sind doch einige neue Leute dabei“: Die Saison 2018/2019 ist für den SG-Coach bereits in den Archiven verschwunden. Der Blick geht auf die aktuelle Situation, nach zwei Niederlagen zum Saisonstart ist sie knifflig genug. Die Mannschaft von Micky Reiners ist in der neuen Saison zumindest in Bezug auf die Ergebnisse noch nicht angekommen.

Reiners sieht aber auch keinen Grund nach zwei Spielen alles in Frage zu stellen. „Das erste Spiel gegen Handball Lippe war nichts. Das zweite gegen Schalksmühle war da schon besser. Mit ein wenig Glück und vier Pfiffen für uns hätte das schon anders aussehen können“, so der Mendener Trainer. Er meint damit unter anderem die Szenen, als die Unparteiischen der SG zwei Treffer verwehrten.

Großer Respekt vor starken Gästen

Doch der Mendener Trainer lenkt lieber den Blick nach vorne. „Wir treffen wieder auf einen sehr starken Gegner, der durchweg gut besetzt ist und gleichmäßig wechseln kann“, zeigt Reiners großen Respekt vor den Gästen aus dem Rheinland. So konnte sich Longerich noch die Dienste von Bennet Johnen sichern. Johnen ist ein Abwehrspezialist, der Zweitliga-Erfahrung bei den Rhein-Vikings und dem TuS Ferndorf sammeln konnte.

Aber auch die anderen Spieler wie Rückraum-As Simon Schlösser sind Akteure, die auch jedem anderen Team gut zu Gesicht stehen würden. Reiners sieht seine Mannschaft aber auch gegen die bärenstarken Ballwerfer aus der Rheinmetropole nicht chancenlos. „Wir haben grundsätzlich die Chance in jeden Spiel zu zeigen, dass wir in die dritte Liga gehören“, mag er keinesfalls in Ehrfurcht vor der Konkurrenz erstarren.

„Wir müssen in den 60 Minuten alles raushauen, was wir haben. Am Ende sehen wir dann, was auf der Anzeigetafel steht“, sagt Mendens Übungsleiter.

Auch wenn es heute nicht das ersehnte Erfolgserlebnis geben sollte, bleibt der Trainer weiter gelassen. „Auch dann sind wir noch nicht abgestiegen“ sagt Reiners mit Blick auf eventuelle Schwarzmaler.

Die Mannschaft bleibt wie ihr Trainer weiterhin gelassen. Auch bei den Spielern sieht man der Saison weiter gelassen entgegen. „Es gibt keinen Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Wir haben eine sehr gute Trainingswoche gehabt“, sagt Spielführer Joshua Krechel voller Optimismus. Der SG-Kapitän weiß um die Fehler im eigenen Spiel. „Es ist ja nicht so, dass wir gegen übermächtige Gegner gespielt haben“, sagt Krechel. Das Spiel gegen Handball Lippe war aus seiner Sicht auch enttäuschend. „Da ist uns nichts gelungen“, so der Leitwolf. Das man gegen Schalksmühle, einen der Top-Clubs der Liga, am Ende leer ausging, lag für Krechel an der fehlenden Konsequenz im Angriff. „Da müssen wir auch schneller spielen“, so Micky Reiners.

Krechel baut auf die Fans

Im Spiel gegen Longerich setzten die heimischen Ballwerfer auch wieder auf ihre eigenen Fans. „Wir brauchen die Unterstützung unserer Zuschauer. Ohne unseren Anhang geht es nicht“, hoffen Joshua Krechel und seine Mitstreiter auf einen stimmungsvollen Abend in der Kreissporthalle. Und natürlich auch auf das notwendige Glück. „Ohne das geht es natürlich auch nicht“, sagt er.

Text: Burkhard Granseier

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