1. Damen

Nach dem Wechsel Anschluss verloren

Damen-Handball, Oberliga: SG Menden Sauerland verliert das Heimspiel gegen den Königsborner SV mit 23:33 (10:11). Weiterhin Schlusslicht ohne Pluspunkte

Herrliche Freiräume: Kathrin Fahn von den Oberliga-Handballerinnen der SG Menden Sauerland lässt sich diese Chance nicht entgehen und erzielt eines ihrer beiden Tore gegen den Königsborner SV. Nach 60 Minuten haben die Mendener Damen jedoch mit 23:33 (10:11) das Nachsehen. Foto: Martina Dinslage

Am Ende wurde es heftig. Die Oberliga-Handballerinnen der SG Menden Sauerland unterlagen am Samstag den Spielerinnen vom Königsborner SV mit 23:33 (10:11). Es ist eine Pleite, die nicht unerwartet kommt. Sie deckt die Probleme der heimischen Ballwerferinnen einmal mehr deutlich auf.

Bei den „Wölfinnen“ gab es auch im dritten Saisonspiel Baustellen in allen Mannschaftbereichen. Doch der Reihe nach. Denn SG-Trainer Helmut Fahn nahm die erste Halbzeit aus der Kritik heraus. „Da haben wir vieles richtig gemacht und einige gute Konzepte gespielt. Deshalb ist das Ergebnis am Ende viel zu hoch“. Und in der Tat gab es in der Walramhalle lange eine recht ausgeglichene Partie.

Zwar kam der favorisierte Gast aus Unna – bei dem mit Sarah Ebel, Celine Pelz und Lisa Gerbe drei ehemalige SG-Spielerinnen aufliefen – besser in das Spiel. Doch die „Wölfinnen“ arbeiteten sich in die Partie hinein. Hanna Wrede erzielte nach sieben Minuten den ersten Treffer für die SG zum Stand von 1:3. Und der jungen Dame war es dann auch vorbehalten, in der 15. Minute erstmals für den Ausgleich zu sorgen.

Beim Stand von 6:6 kamen schon die ersten Gedanken an eine Überraschung auf. „Da haben wir sehr gut in der Abwehr gearbeitet, einige gute Konzepte gespielt und waren auch offensiv erfolgreich“, sagte Helmut Fahn über die beste Phase im Spiel seiner Mannschaft. Die blieb in der Folgezeit dem Gegner immer noch dicht auf den Fersen. So gingen die ambitionierten KSV-Damen mit einer Ein-Tore-Führung in die Pause.

Nicht konsequent genug

Wer beim Mendener Anhang jetzt auf eine Offensive der „Wölfinnen“ hoffte, wurde schnell eines besseren belehrt. Denn mit Beginn der zweiten Halbzeit schien man den Stecker aus dem SG-Spiel gezogen zu haben. „Da haben wir wieder die Vorgaben nicht umgesetzt. Es wurde nicht das gespielt, was wir besprochen haben“, haderte SG-Trainer Helmut Fahn mit seiner Mannschaft. Die Gäste nutzen diesen Einbruch konsequent aus. Nach 36 Minuten war der Vorsprung der Gäste auf vier Tore angewachsen. Die Zuschauer hatten nicht das Gefühl, dass die heimischen Damen nochmal für eine Wende in Frage kamen. In der Abwehr ließen sie jegliche Konsequenz vermissen. „Dem Königsborner Tempospiel konnten wir nichts entgegensetzen. Wie haben die wichtigen Spielerinnen wie Melanie Webers und Ricarda Köppel nie in den Griff bekommen“, monierte Fahn. Und dann durfte sich auch noch Lisa Gerbe nach Herzenslust mit insgesamt 15 Toren austoben. Die ehemalige Kreisläuferin der „Wölfinnen“ zeigte ihre ganze spielerische Klasse.

SG: Bertram, Truppat; Petrias, Mariotti (6/5), Wrede (4), Budde, Albrecht (2), Tsamatos (1), Gran (1), Fahn (2), Leusmann, Köck (7).

Text: Burkhard Granseier

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