1. Damen

Oberliga-Wölfinnen starten die Mission „Klassenerhalt“

Oberliga-Wölfinnen fehlt noch die Routine. Starkes Aufgebot im Tor. Trainer Helmut Fahn rechnet mit einer „sehr harten Saison“.

Beim Sprungwurf: Hannah Wrede zählt zu den hoffnungsvollen Talenten der neu formierten 1. Damenmannschaft der SG Menden Sauerland. Allerdings dürfte die Spielzeit eine richtige Herausforderung für Wrede und ihre Mitspielerinnen werden. Foto: WP

„Wir stehen vor einem totalen Neuanfang“, sagt Helmut Fahn. Der routinierte Handballfachmann aus Fröndenberg ist der neue Trainer der „Wölfinnen“. Und er verschweigt nicht, dass die vergangenen Wochen im Frauenbereich der Wölfe sehr turbulent waren.

Eine Handvoll Spielerinnen

Der Rückzug und Abschied des alten Drittliga-Teams. Vom Oberliga-Team der vergangenen Spielzeit blieben auch nur eine Handvoll Spielerinnen übrig. „Das ich mal Trainer der ersten Mannschaft werden würde, hatte ich nicht auf dem Schirm. Das in den vergangenen Wochen einiges passiert ist, wissen wir alle. Doch wir sollten jetzt zur Tagesordnung übergehen“, soll für Helmut Fahn und sein Team jetzt nur noch der sportliche Bereich stehen. Und da dürfte auf die „Wölfinnen“ wieder eine sehr harte Saison zukommen. „Es sollte schon jedem klar sein, dass es nur um den Klassenerhalt gehen wird“, so der Fröndenberger.

Zumal die Konkurrenz im westfälischen Oberhaus mächtig aufgerüstet hat. „Everswinkel hat sich sehr gut verstärkt. Dann dürfte auch der ASC Dortmund hoch anzusiedeln sein. Und der Königsborner SV dürfte aufgrund der Zugänge aus unserer ehemaligen Drittliga-Mannschaft diesmal auch nicht unsere Kragenweite sein“, betrachtet Helmut Fahn die Situation im westfälischen Oberhaus sehr nüchtern. „Und was in Ostwestfalen in Minden und in Hahlen passiert, weiß man auch nicht.

Er beschäftigt sich lieber mit der Bildung einer schlagkräftigen Mannschaft. Wobei er im Tor diesmal ein ausreichendes Angebot kam. Neben Rieke Bertram stehen mit Nadine Truppat und Sarah Spiekermann zwei weitere Torfrauen zur Verfügung. Nadine Truppat – die zuletzt beim ASV Hamm aktiv war – ist in Menden aus ihrer Zeit beim TV Schwitten keine Unbekannte. Sarah Spiekermann möchte nach ihrer Zeit bei der SG-Dritten noch einmal angreifen.

Probleme auf dem Feld

Während man im Tor gut besetzt scheint, sind auf dem Feld diverse Probleme vor allem in Sachen Routine nicht zu leugnen. „Da haben wir natürlich viel Erfahrung verloren. Aber das kann man meinen Spielerinnen nicht zum Vorwurf machen. Sie hatten halt bislang weniger Spielanteile“, so Fahn über die fehlende Routine des Teams. Die erfahrenste dürfte in den neuen Saison Fahns Ehefrau Kathrin sein, die zusammen mit Lisa Albrecht und Luisa Köck vom letztjährigen Drittliga-Team zur Oberliga-Mannschaft stößt. Ob auch noch Elisa Leusmann zum Team stößt, ist offen. Bei der jungen Dame ist der Studiumsort noch nicht abschließend geklärt.

„Wir werden das machen, was möglich ist“, sieht Helmut Fahn keinen Grund, die Saison zu pessimistisch anzugehen. Sicherlich ist man in der Außenseiterrolle. Doch das kann in der derzeitigen Situation ein Vorteil für die neue erste Mannschaft sein.

Text: Burkhard Granseier

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