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Ohne Körperspannung in die nächste Pleite

Menden. Die Landesliga-Handballer der SG Menden Sauerland beendeten die Herbstpause mit einer herben Enttäuschung. Die Mannschaft von Spielertrainer Tihomir Knez verlor gestern die vorgezogene Partie beim TV Arnsberg letztlich verdient mit 32:37 (12:16).

Dass es ein trister Abend in der gut besuchten Arnsberger Rundturnhalle werden würde, deutete sich schon in den ersten Minuten an. Zwar konnte Eike Lotz das Match nach 32 Sekunden mit dem 0:1 eröffnen, aber es sollte die letzte Führung für die “Wölfe” gewesen sein. Stattdessen drehte Arnsberg sogleich den Spieß um (1:3 aus SG-Sicht) und zog, nachdem Benno Poth auf 3:4 verkürzt hatte (4.), auf 9:4 (11.) und 13:5 (17.) davon. Dieser klare Abstand hatte über weite Strecken Bestand, obwohl sich Menden verbessern konnte.Allerdings fiel gestern auf, dass bei den Gästen der nötige Biss und die Körperspannung fehlten, um ernsthaft für eine Wende oder gar für den erhofften Sieg in Frage zu kommen. “Vielleicht ist uns ja die Einstellung und die Mentalität der letzten Jahre etwas abhanden gekommen”, sagte ein völlig konsternierter Teamsprecher Stefan Koerdt – der langzeitverletzte Rückraumspieler hatte sich wie seine Kameraden mehr versprochen. Aber auch eine schwache Deckungs- und Torhüterleistung stand einem Erfolgserlebnis im Weg.
Trotzdem: Menden steigerte sich, schaffte durch Torsten Becker direkt nach der Pause das 13:16 und war auch in jenen Augenblicken hellwach, als man in der 34. Minute zwei Zeitstrafen einstecken musste – in doppelter Unterzahl verkürzten die “Wölfe” auf 16:18. Menden schien nun endlich im Spiel zu sein, denn selbst nachdem Arnsberg auf 23:17 und 24:18 (38.) gestellt hatte, war noch nichts verloren – 25:21 durch Becker (43.), 27:24 durch Knez (47.).

Als Knez aber der Angriff zum vermeintlichen 28:26 wegen eines angeblichen Stürmerfouls abgepfiffen wurde und Arnsberg im Gegenzug das 29:25 erzielte (49.), war es um die Moral der Gäste geschehen.

SG Menden Sauerland II: Steffen Kampmeier, Peichert; Knez (8/1), Hormann, Jünger (2), Becker (10), Serges (1), Lotz (4/1), Poth (5), Habermann (2), Wix.

Klaus Schankowski

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