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Presseerklärung zur Situation des Damenhandballs im Verein

Mit großem Bedauern muss die SG Menden Sauerland Wölfe den Rückzug der 1. Damenmannschaft aus der 3. Bundesliga bekanntgeben. Die Spielerinnen dieser Mannschaft haben uns über Jahre mit ihren sportlichen Leistungen und Erfolgen viel Freude bereitet. Leider haben sich die Leistungsträgerinnen nun, nach dem Abgang von Jenny Fastnacht zum BVB ebenfalls entschieden, den Verein zu verlassen.  Das vom Verein vorgelegte Angebot für die kommende Spielzeit in der 3. Liga war aus ihrer Sicht nicht ausreichend, um für ein weiteres Spieljahr in Menden zu zusagen. Der verbliebene Kader ist nun zu klein, um in der 3. Bundesliga spielen zu können. Zudem hat am vergangenen Wochenende der geplante Trainerkandidat abgesagt.  Dass die Oberligadamen die Drittligasaison spielen war ebenfalls in Betracht gezogen worden, ist aber verständlicherweise aus sportlichen Gründen von den Spielerinnen abgelehnt worden. Die Mannschaft befindet sich im Aufbau, die zahlreichen jungen und talentierten Sportlerinnen möchten sich zunächst in der Oberliga etablieren. Leider ließ sich der Platz in der 3. Liga West somit nicht halten und der Verein muss ihn nun zurückgeben, auch aus Gründen der sportlichen Fairness gegenüber der Mannschaft aus Herzogenaurach, die nur bis zum 01.07. noch nachrücken kann.
Es war und ist geplant, in der Zukunft deutlich mehr auf die eigene Jugend bzw. die talentierten Spielerinnen zu setzen, die bereits im Oberligakader angesiedelt sind. Um dem, aufgrund der Altersstruktur der ersten Damenmannschaft drohenden Umbruch frühzeitig zu begegnen, sollten jetzt die jungen Talente des Vereins an die erste Mannschaft herangeführt werden. Allen Beteiligten war bewusst, dass dieser Weg Zeit braucht und dass eine Wiederholung des sensationellen Abschneidens mit Platz 4 in der 3. Liga mit diesem Konzept nicht erreicht werden konnte. Ziel war es, sich für die Zukunft neu aufzustellen und denen, die jetzt noch im zweiten Glied stehen die Chance zu geben, sich an die Spielklasse anzunähern. Die SG ist in erster Linie ein Ausbildungsverein.
Auch mit Blick auf die hohen Kosten die die dritte Bundesliga erzeugt, schien es ein guter Weg zu sein, die eigenen Nachwuchskräfte mehr in den Vordergrund zu stellen und nicht permanent auf neue, auswärtige Spielerinnen zu setzen, um den ohnehin schon dünnen Kader aufzufüllen. 
Die SG Menden Sauerland Wölfe betreibt mit großem Aufwand Jugendarbeit. In den vergangenen Jahren ist es im Damenbereich versäumt worden, die Senioren- bzw. Jugendmannschaften gut miteinander zu verzahnen, sodass nur in Ausnahmefällen eigene Talente in der ersten Mannschaft angekommen sind.
Leider konnten sich Verein und Mannschaft nicht auf diesen gemeinsamen Weg einigen und so haben sich die Leistungsträgerinnen entschieden, in Zukunft nicht mehr für die SG zu spielen. 

Der Verein ist bemüht, mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln und Kräften, den Frauenhandball auf hohem Niveau auch in Menden weiterhin möglich zu machen.  Wieder zu den Wurzeln zurückzukehren und dem eigenen Nachwuchs bessere Aufstiegschancen einzuräumen, ist ein sinnvoller Weg, den viele Vereine inzwischen beschreiten. Die SG Menden Sauerland Wölfe hat in der kommenden Saison die Oberligamannschaft vollbesetzt und die Bezirksligamannschaft als Unterbau ebenfalls. Zudem spielen A-, B- und C-Mädchen in der Oberliga und darunter sind sämtliche Altersklassen besetzt. Das ist eine gute sportliche Basis und man ist so für die Zukunft sportlich hervorragend aufgestellt.

 
Wir bedanken uns sehr bei den Aktiven die uns nun verlassen für herausragende Spielzeiten und großartige Handballerfolge und wünschen allen Spielerinnen viel Erfolg in ihrer neuen Umgebung. 
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