1. Männer

Punktverlust in letzter Sekunde

Die Drittliga-Handballer der SG Menden Sauerland unterliegen bei LIT Tribe Germania mit 27-28 und versäumen im Kampf um den Klassenerhalt einen wichtigen Schritt

LÄSST SICH AUCH VON EINEM AUSGEKUGELTEN DAUMEN NICHT STOPPEN: SG-TORHÜTER KEVIN PEICHERT. HAUKE SCHILLING

Sie hatten die zwei Punkte eigentlich schon in der Hand. 55 Minuten waren die Drittliga-Handballer der SG Menden Sauerland auf einen richtig guten Weg ihre Bilanz in der Staffel Nord West aufzupolieren. Sie hielten den Sieg bei Aufsteiger LiT Tribe Germania schon in Händen. Doch dann warf man den Erfolg regelrecht weg. Vier Sekunden vor der Schlusssirene erzielte LiTs Gartemann den Siegtreffer zum 28:27 (15:15).

„Die wussten gar nicht, wie ihnen geschah“, konnte SG-Vorsitzende Birgit Völker-Albrecht gar nicht fassen, dass sie am Ende dem Gegner beim Jubeln zusehen musste. SG-Trainer Micky Reiners mochte ebenfalls nicht glauben, was da im Ostwestfälischen passiert war. „Wir machen rund 55 Minuten ein Riesenspiel. Der Gegner war am Boden, doch dann verlässt uns der Mut. Wir reißen dann mit dem Hintern das ein, was wir uns aufgebaut hatten“, war der Coach sichtlich geschockt. Der dann auch gleich die Bedeutung der Niederlage herausstellte. „Wir hätten hier bei einem direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt gewinnen können. Schließlich gibt es ja auch noch den direkten Vergleich. Mit 4:6-Punkten hätte wir einen Mitbewerber hinter uns gelassen. Jetzt haben die schon fünf Punkte und wir hängen bei zwei fest. Damit das klar ist, wir haben keine Punkte zu verschenken“, konnte Micky Reiners seine Enttäuschung nicht verbergen. Auch Birgit Völker-Albrecht war spürbar bedient. „Das war eigene Dummheit“, monierte die Chefin der Wölfe.

Dabei begann das Duell vor gerade mal 190 Zuschauern recht vielversprechend. „Kevin Peichert hat wieder sehr gut gehalten“, lobte Reiners. Der Keeper erwischte wie beim Sieg in Leichlingen einen starken Tag und ließ sich durch einen ausgekugelten Daumen nicht vom Weg abbringen. „Den hat er sich vom LIT-Psychio wieder einrenken lassen und dann ging es weiter“, erzählte Reiners. Auch in Sachen Abwehrarbeit war der heimische Branchenführer sehr gut eingestellt. In der 15. Minute lag man sogar erstmals mit zwei Toren vorne – Jonas Schulte hatte zum 9:7 aus Sicht der SG getroffen. Es schien eigentlich alles nach Plan zu laufen, auch wenn man zur Pause mit 15:15 in die Kabinen ging. Denn LiT sprühte eigentlich nicht vor Ideen. Die Wölfe konnten ihren Vorsprung bis zur 46. Minute sogar auf vier Tore ausbauen. Christian Klein hatte zum 25:21 getroffen. „Eigentlich hatten wir den Gegner, wo wir ihn haben wollten“, erklärte Micky Reiners. Doch statt einen sicheren Sieg einzufahren lief alles anders. „Der Gegner musste wieder nur auf unsere Fehler warten“, ärgerte sich der SG-Trainer.. Und die waren zu offensichtlich. So ignorierte man gerade im Angriff getroffene Absprachen und nahm sich einige nicht nachzuvollziehende Würfe. Der Gegner kam auf einmal wieder heran. Sekunden vor Schluss stand es dann 27:27 – zumindest ein Zähler lag noch zur Mitnahme bereit. Es kam alles anders . Gartemann sorgte mit seinem Treffer dafür, dass Micky Reiners vor einer schlaflosen Nacht stand. „Wir hatten Angst das Spiel zu gewinnen“, so Reiners. Leider!

Text: Burkhard Granseier

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