1. Männer

Reiners mit glücklichem Händchen

Trainer der SG Menden Sauerland nimmt die entscheidenden Veränderungen beim 27:26-Sieg gegen Spenge vor. Samstag geht es nach Augustdorf

Freie Bahn auf der rechten Seite: Matthias Zimny, Linkshänder der SG Menden Sauerland, schließt den Angriff erfolgreich ab. Drei Treffer steuert er zum 27:26 (11:14)-Heimsieg gegen den TuS Spenge bei. Foto: Lothar Gudat

Der Blick auf die Tabelle der Staffel West der Dritten Liga sorgt bei den Handballern der SG Menden Sauerland und ihren Anhängern für zufriedene Gesichter. 18 Punkte nach 18 Spielen. Ein Wert, mit dem vermutlich nur die kühnsten Optimisten gerechnet hätten. Zudem hat man bei Glücksgöttin Fortuna zurzeit einen Stein im Brett.

Der 27:26-Heimerfolg gegen den TuS Spenge war bereits der dritte hauchdünne Sieg in Folge. „Wir hätten auch ein Unentschieden unterschrieben“, war für SG-Trainer Micky Reiners der Sieg im Kampf um den Klassenerhalt ein kleiner Zusatz-Bonus. Wobei, wenn es nach Meinung von Spenges Trainer Heiko Holtmann geht, sich die „Wölfe“ keine Gedanken über ein weiteres Jahr in der Dritten Liga mehr machen müssen. „Die SG sollte den Klassenerhalt schon geschafft haben“, teilte der Spenger Coach bereits vor dem Anwurf der Partie in der Kreissporthalle mit. Sein eigenes Team ordnete Holtmann im Pressegespräch nach dem Spiel um Platz 8 ein. „Wir gehören da auf Platz vier noch nicht hin“, so der Coach. Eine Aussage, die der ein oder andere Fachmann mit einem Lächeln zur Kenntnis nahm.

Dass Spenge letztlich nicht so souverän auftrat, lag für SG-Trainer Micky Reiners auch am Fehlen ihres Rückraum-Asses Oliver Tesch. „Seinen Ausfall konnten sie nicht verkraften. Tesch hat eine ganz besondere Bedeutung für das Spenger Spiel“, so Micky Reiners. Das wurde auch dadurch belegt, dass der verletzte ehemalige Bundesligaspieler immer wieder versuchte, von der Tribüne aus Einfluss auf seine Teamkollegen zu nehmen. Dagegen konnte die SG den frühzeitigen Ausfall von Milan Weißbach nach seiner Roten Karte (11.) sehr gut kompensieren. „Das lag aber vor allem daran, dass Rafael Dudczak ein erstklassiges Spiel gemacht hat“, sagt Micky Reiners. Das zweite Kraftpaket am Kreis bei den „Wölfen“ wusste nicht nur wegen seiner sechs Tore zu überzeugen.

Theatralisches Agieren

Die Rote Karte gegen Milan Weißbach mochte Reiners nicht in Frage stellen. „Die kann man geben“, so der Mendener Coach, um sich dann doch vor Milan Weißbach zu stellen: „Man kann schon den Eindruck gewinnen, dass zuletzt sehr theatralisch gegen Milan agiert wird, um Strafen zu provozieren.“ Als Beispiel führte Reiners die Rote Karte im Spiel beim MTV Großenheidorn an. Da war Großenheidorns schwergewichtiger Ukrainer Byegal in der Nähe von Weißbach bühnenreif zu Boden gegangen und der SGler hatte prompt den Stempel des „bösen Bubens“ wieder weg. Ein Problem, das sich nicht so einfach lösen lässt.

Letztlich konnte man sich bei den „Wölfen“ auf das glückliche Händchen von Micky Reiners verlassen. Denn der leitete mit den entsprechenden Veränderungen alles in die richtigen Bahnen: In der zweiten Halbzeit auf ein „5:1“ zu setzen und mit Nils Flor und Moritz Eigenbrodt die entscheidenden Impulsgeber für die zweite Spielhälfte zu haben.

Da fiel es dann gar nicht ins Gewicht, dass Joshua Krechel einen gebrauchten Tag hatte. „Josh hat schon so viele überragende Spiele für uns gemacht“, nahm Reiners seinen Führungsspieler in Schutz.

Zumal es am kommenden Samstag wieder weitergeht. Dann geht es zum Team Handball Lippe II nach Augustdorf. „Die wollen gegen uns gewinnen“, erwartet Reiners ein weiteres enges Spiel. Hoffentlich mit dem besseren Ende für die „Wölfe“.

Text: Burkhard Granseier

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