1. Männer

SG Menden Sauerland liefert sich auswärts einen Krimi

Nach einer Rückkehr in die Partie belohnt sich die Mannschaft von Trainer Micky Reiners mit nervenstarken zwei Minuten in denen alles klappt.

Joshua Krechel (am Ball) erzielt bei der SG Langenfeld nach einer Aufholjagd den entscheidenden Treffer zum Sieg. Insgesamt steuert er vier Tore zum Erfolg der SG Menden Sauerland bei und präsentiert sich schon in der Anfangsphase der Partie stark. Foto:Martina Dinslage

Dass es kein schönes Spiel werden würde, war zu erwarten. Die Drittliga-Handballer der SG Menden Sauerland wollten bei der SG Langenfeld unbedingt den zweiten Auswärtssieg der Saison einfahren. Und für die Gastgeber war die Partie gegen die SG praktisch schon die letzte Chance. Am Ende zählte allein der 22:21 (10:14) Sieg der „Wölfe“.

„Das war ein sehr wichtiger Sieg in keinem schönen Spiel“, sagte SG-Trainer Micky Reiners und atmete nach Spielschluss erst einmal tief durch. Es war mal wieder ein Bad im Wellental der Gefühle, dass die SG mit ihrem Anhang im Kreis Mettmann erlebte. „Es war schon ein schmutziger Sieg“, erklärt Reiners. Allerdings sorgte das Endergebnis dann für kollektive Erleichterung. Denn das Tabellenbild weist jetzt einen Vorsprung von zehn Punkten auf Schlusslicht SG Langenfeld aus. Und acht Zähler sind es auf den MTV Großenheidorn – dem nächsten Gegner der „Wölfe“.

Menden startet gut in die Partie

„Beide Seiten wussten um die Bedeutung dieses Spiels“, verrät Reiners. Trotz der Nervenanspannung fand seine Mannschaft zunächst gut ins Spiel. Nach acht Minuten zeigte die Anzeigetafel in der Halle eine 5:2 Führung – Joshua Krechel hatte für die „Wölfe“ getroffen. „Doch dann waren wir völlig von der Rolle“, sagt Reiners und musste mit ansehen, wie sein Team innerhalb von zehn Minuten einen 0:7 Lauf kassierte und Langenfeld völlig überraschend mit 9:5 führte (18.). „Wir haben uns einfach zu viele Fehler erlaubt“, erklärt der Trainer und hadert mit seinen Schützlingen.

Die standen in der Abwehr teilweise ordentlich, aber im Angriff bekamen sie so gut wie gar nichts mehr auf die Reihe. So ließen sie unter anderem zu viele Gegenstöße der Gastgeber zu. So schienen die „Wölfe“ zur Pause mit dem 10:14 zumindest mit einem Bein schon raus aus dem Spiel. Doch die Partie sollte in der zweiten Halbzeit noch eine Wende erleben. Die SG kämpfte sich heran und hatte in der 35. Minute nach Toren von Florian Schösse, Mathis Vornholt, Sebastian Loos und Dominik Spannekrebs zum 14:14 ausgeglichen. Das Spiel war offen.

Antworten auf alle Aktionen

„Da haben Dominik Spannekrebs im Rückraum und Rafael Dudczak am Kreis einen großen Anteil daran“, sagte Reiners. Vor allem die Hereinnahme von Rafael Dudczak für Milan Weißbach – der mit den Schiedsrichtern haderte – sorgte für zusätzlichen Schwung. Die SG konnte sich zwar nicht mehr entscheidend absetzen, aber man hatte auf jede Langenfelder Aktion eine Antwort.

Zudem konnten sie sich auf das Torhüter-Duo Christopher Weber und Kevin Peichert verlassen. Während „Webster“ ein sicherer Rückhalt war, setzte Peichert beim Siebenmeter Ausrufezeichen. 125 Sekunden vor Spielschluss hielt er einen Versuch von Korbmacher beim Stand von 21:21 und sicherte seinen Team die Schlussszene. Joshua Krechel traf zum 22:21.

Text: Burkhard Granseier

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