1. Männer

SG Menden Sauerland profitiert von neuer Zeitrechnung

Birgit Albrecht, sportliche Leiterin der SG Menden Sauerland, berichtet über viele interessante Details beim Besuch unserer Sportredaktion.

Wird auch in der kommenden Saison das Trikot der SG Menden Sauerland tragen: Leistungsträger und Kreisläufer Milan Weißbach. Foto: Stefan Deitel

Es ist eine Nachricht, die ins Bild von Handball-Drittligist SG Menden Sauerland passt. Milan Weißbach wird auch in der kommenden Saison für den heimischen Branchenführer spielen. Gewiss keine Selbstverständlichkeit, denn der 29-jährige, 1,90 Meter große Hüne plant über kurz oder lang die Rückkehr in den Norden der Republik.

Weißbach, der in Hamburg geboren ist, stammt aus der Nachwuchsschmiede des SC Magdeburg. Weißbach spielt seit dieser Saison für die „Wölfe“ und half mit, diese zu einer anerkannten Adresse in der Dritten Liga zu machen. „Hätte Milan in der vergangenen Saison schon für uns gespielt, hätte wir nicht so lange um den Klassenerhalt kämpfen müssen“, hebt Birgit Albrecht beim Besuch unserer Sportredaktion die sportliche Bedeutung des Blondschopfes für die SG hervor. Mit Weißbach scheint man in dieser Saison zielstrebig auf dem Weg zu sein, bereits frühzeitig alles klar zu machen. Doch davor warnt Birgit Völker: „Wir sollten konzentriert weiterarbeiten. In dieser Liga liegt alles so dicht beieinander.“

Wobei Birgit Albrecht aber auch nicht leugnen will, dass die Mannschaft auf einen sehr guten Weg ist, in absehbarer Zeit, den Klassenerhalt in der Liga endgültig unter Dach und Fach zu bringen. „Volmetal und Altjührden sind wohl die beiden entscheidenden Spiele. Ein Sieg gegen die Bergischen Panther am Samstag wäre noch ein Bonuspunkt“, blickt die Sportliche Leiterin auf die kommenden Aufgabe des Drittliga-Teams der SG Menden Sauerlands.

Verzahnung vorangetrieben

Der vorzeitige Klassenerhalt wäre allerdings auch die Bestätigung des eingeschlagenen Weges bei den Handballern der SG Menden Sauerland. „Man muss sehen, dass es eine langfristige Entwicklung ist, die wir bislang gegangen sind“, sagt Birgit Albrecht. So richtig los mit der neuen Zeitrechnung im Mendener Handball ging es in der Saison 2016/2017 mit dem Aufstieg aus der Oberliga. „Entscheidend war sicherlich, dass wir uns entschieden haben, einfach verzahnter zwischen Jugend und Senioren zu arbeiten“, so Birgit Albrecht über die Aktivitäten zwischen erster und zweiter Mannschaft sowie der A-Jugend. Die jüngeren Kaderspieler aus dem Drittliga-Team halfen in der zweiten Mannschaft aus. Die Youngster der A-Jugend spielten parallel auch noch bei der Zweiten mit. „Das war ein gehöriges Stück Arbeit, wobei auch einige Widerstände überwunden werden mussten. Aber letztlich wurde sie auch angenommen, wobei vieles sicherlich auch deshalb funktionierte, weil eine engagierte sportliche Leitung und die passenden Trainer zusammenarbeiteten“, erläuterte Birgit Albrecht, die nicht vergisst, bei der Entwicklung den ehemaligen Trainer der ersten Mannschaft, Sascha Simec, zu nennen. „Er hat einiges mit angestoßen und auf den Weg gebracht. Aber auch Timo Schneidersmann ist unheimlich wichtig für den Verein“, sagte Birgit Albrecht. Der größte Pluspunkt sind aber sicherlich die Trainer. „Wir haben das Glück, dass Micky Reiners wieder zurückgekommen ist. Er hat die Mannschaft unheimlich weitergebracht“, sagt Birgit Albrecht. Und auch die Wertschätzung für Arnd Wefing ist groß. „Arnd musste bislang immer recht viel improvisieren. Es freut mich deshalb um so mehr, dass er in der kommenden Saison erstmals einen kompletten Kader mit 17 Spielern zur Verfügung hat“, erwartet Birgit Albrecht von der eigenen Zweitvertretung noch etwas und weiter: „Wir könnten uns die Zweite schon in der Verbandsliga vorstellen.“ Da die personellen Fragen beim Drittliga-Team – auch hier geht man mit 17 Spielern in die neue Saison – geklärt sind, scheint klar zu sein, dass bei den „Wölfen“ vieles im Fluss ist.

Dritte Mannschaft geplant

Hinzu kommt, dass man den Aufbau einer dritten Mannschaft für junge Handballer plant. So gerät Birgit Albrecht regelrecht ins Schwärmen wenn sie über die 350 „Jungwölfe“ spricht Aber auch, dass im Frauenbereich der Neuaufbau gerade erst begonnen hat. Dass dieses komplette Paket aber nicht ohne die entsprechende Unterstützung zahlreicher Freunde und Gönner möglich ist, dürfte klar sein. Wobei man sich aber über eine noch breitere Wahrnehmung freuen würde. Aber zumindest scheint beim größten heimischen Handballverein ein Anfang gemacht zu sein.

Text: Burkhard Granseier

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