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SG Menden Sauerland unterstützt VfK Iserlohn

Handballer helfen Handballern: Nach dem Tod eines ehemaligen Spielers, unterstützen die Wölfe den VfK Iserlohn.

Benefizspiel der SG Menden Sauerland: Matthias “Matze” Kohl (links) und Birgit Albrecht werben für den guten Zweck. Foto: Tim Cordes / WP

Im Februar verstarb im Alter von nur 55 Jahren Peter Opene. Der gebürtige Nigerianer war in den 90er Jahren als erstklassiger Handballer des VfK Iserlohn weit über die Stadtgrenzen der Waldstadt bekannt. Aber nicht nur seine sportliche Klasse ist dafür verantwortlich, dass ihm allerorts großer Respekt entgegenbracht wurde.

Ein Spiel für seine Kinder

Der plötzliche Tod Openes sorgt nun dafür, dass am Sonntag, 4. August, die Walramhalle ganz im Zeichen eines Benefizspieles für die hinterbliebenen vier Kinder des einstigen Klassehandballers steht. Das Spiel für den guten Zweck wird von Matthias Kohl, Torwart-Ikone der SG Menden Sauerland und Openes damaligen VfK-Trainer Thomas Schmehl organisiert. Bei der Benefizpartie stehen sich die Drittliga-Handballer der SG Menden Sauerland und eine Auswahl des HTV Hemer, Letmather TV und der SG Iserlohn Sümmern gegenüber.

„Das ist für uns eine Selbstverständlichkeit da mitzumachen“, sagt Birgit Völker-Albrecht, Vorsitzende der SG Menden Sauerland. Für Matthias Kohl ist dieses Spiel auch ein Dank an einen Freund. „Ich habe viele Jahre mit Peter zusammen Handball gespielt. Und da ist eine wahre Freundschaft entstanden“, so Kohl.

Spendenbox in der Halle aufgestellt

Der Routinier ist froh, dass sich viele Handballfreunde engagieren, damit die Kinder von Peter Opene, die seit dem Tod ihres Vaters in einem Heim leben, finanziell unterstützt werden. Die Mutter der Kinder ist seit Jahren ebenfalls schwer krank und kann sich deshalb nicht um ihre Kinder kümmern.

„Es wird kein Eintritt erhoben“, erklärt Matthias Kohl. Stattdessen wird in der Walramhalle eine Spendenbox aufgestellt. Die SG Menden Sauerland versteigert im Internet zudem ein Trikot mit den Unterschriften des Drittliga-Teams. „Das wäre doch sicherlich ein schönes Souvenir“, hofft Birgit Völker-Albrecht auf möglichst viele Bieter.

Hinzu kommt noch eine Tombola, die der VfK Iserlohn auf die Beine stellen wird.

Denkwürdiger Tag

Zusätzlich ist ein Spendenkonto, das den Kindern zu Gute kommt, eingerichtet worden. „Wenn jemand am 4. August nicht kommen kann und gerne helfen will, kann er dieses Konto dann nutzen“, betont der ehemalige SG-Torwart Kohl. Der Routinier ist aufgrund der bisherigen Resonanz zuversichtlich, dass die Walramhalle am 4. August wieder einen denkwürdigen Tag erleben wird. „Zuletzt hat sich sogar ein Handballer gemeldet, von dem ich seit Jahren nichts mehr gehört hatte“, erzählt Matthias Kohl.

Dass die Partie in Menden stattfindet, ist der Tatsache geschuldet, dass in den Iserlohner Hallen keine Haftmittel genutzt werden können. Die Anwurfzeit 11 Uhr, an der das Benefizspiel angepfiffen wird, ist eine Erinnerung an die alten VfK-Zeiten, denn die Iserlohner Handballer trugen ihre Heimspiele immer Sonntags zu dieser für viele „ungewohnten“ Zeit aus. Letztlich ist dies aber nur eine Randnotiz – im Blickpunkt steht der Wille zu helfen.

Mehr als nur ein Ergebnis

Bei den „Wölfen“ dürfte der komplette Drittliga-Kader zur Verfügung stehen. Das genaue Aufgebot der Auswahlmannschaft wird zwischen den drei Vereinen noch festgelegt. Die Freude der Organisatoren ist groß, dass beim Spiel auch die vier Kinder von Peter Opene in der Halle sein werden.

In den kommenden Tagen dürfte noch eifrig die Werbetrommel für diese Partie gerührt werden. Damit sich wieder zeigt, dass der Sport mehr ist, als nur ein Ergebnis und er in gewissen Situationen auch helfen kann. Und dass dafür die Walramhalle ein besonders gutes Pflaster ist, hat sich in der Vergangenheit ja schon öfters gezeigt. Einmal mehr kann sich am 4. August der Leitspruch der Hönnestädter Ballwerferszene bestätigen: „Menden ist Handball“.

Text: Westfalenpost Menden

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