1. Männer

SG Menden Sauerland zieht Punkte an der Nordsee an Land

„Man kann auch als Drittletzter absteigen“, sagte SG-Trainer Micky Reiners nach dem hauchdünnen Sieg in Altjührden.

Nicht aufzuhalten: Matthias Zimny, Linkshänder der Drittliga-Handballer der SG Menden Sauerland, steuert zwölf Feldtore zum wichtigen 29:28 (16:16)-Sieg bei der SG VTB/Altjührden bei. Es ist der elfte Sieg in der laufenden Saison. Foto: Dietmar Reker, sportpresse-reker.de

Das war wieder nichts für schwache Nerven. Die Drittliga-Handballer der SG Menden Sauerland boten am Samstag mal wieder Unterhaltung vom Feinsten. Bei der SG VTB/Altjührden gelang den „Wölfen“ ein bärenstarker 29:28 (16:16)-Sieg. Doch Micky Reiners sieht weiterhin keinen Grund, um den Klassenerhalt als endgültig zu bezeichnen.

„Man kann auch als Drittletzter absteigen“, sagt der SG-Trainer mit Blick auf die Rangliste der Staffel West. Denn diese Position könnte dem heimischen Branchenführer im schlimmsten Fall noch drohen, wenn alle noch anstehenden Spiele verloren würden. Denn die beiden letzten Plätze sind bereits rechnerisch vergeben an die Teams aus Langenfeld und Großenheidorn. Trotzdem war die Freude und Erleichterung im „Wolfs-Rudel“ über den Coup von Varel riesengroß. „Das war ein toller Sieg in einem hart umkämpften Spiel. Die Mannschaft hat mal wieder eine unglaublich Moral gezeigt“, war der Mendener Coach schon stolz auf seine Mannschaft.

Allerdings könnte es sein, dass der Erfolg teuer bezahlt wurde. Denn Rückraum-As Joshua Krechel musste bereits nach 15 Minuten mit einer Bänderverletzung ausscheiden. „Josh selbst geht von einem Bänderriss aus. Wir müssen damit rechnen, dass er uns einige Wochen fehlen wird“, sagt SG-Trainer Micky Reiners. Dafür übernahm Matthias Zimny das Zepter. „Matthias hat ein überragendes Spiel gemacht. Und Sebastian Loos hat wichtige Tore erzielt“, stellte Micky Reiners dann zwei Zutaten zum elften Saisonsieg heraus. Hinzu kam, dass das Mendener Torhüterpaar, Christopher Weber und Kevin Peichert, im richtigen Moment die entscheidenden Bälle hielt.

Die 570 Zuschauer erlebten zunächst lange eine recht ausgeglichene Partie. So erzielte Mathis Vornholt in der vierten Minute das 3:1 für die SG . Doch das sollte zunächst keine Auswirkungen haben. Denn die Gastgeber zeigten, warum sie in der Liga als äußerst heimstark gelten. Nach 14 Minuten brachte Dennis Summa – der insgesamt 11 Tore erzielte – die SG VTB erstmals mit 8:7 in Führung. Anschließend entwickelte sich ein sehr gleichmäßiger Spielverlauf. Mit einem 16:16 ging es dann in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel sollte sich nur langsam eine Änderung einstellen. Als Rafael Dudczak zum 23:20 f(45.) für die „Wölfe“ traf, schienen die Hönnestädter erstmalig ein Übergewicht zu bekommen. Die Gastgeber ließen sich aber nicht abschütteln und gingen fünf Minuten vor dem Ende mit 27:26 in Führung. Aber der Hönnestädter Drittligist hatte wieder einmal das letzte Wort.

INFOSta­tis­tik zum Spiel
SG VTB Alt­jühr­den: Stasch, See­feldt, Schild­knecht (1), Bröt­je, Jans­sen (2), Lan­ger, Summa (11/3), Sön­der­gaard (2), Thü­ne­mann, Stra­ten, Da­ni­el­sen (3), Abram (4), Rhode (5).

SG Men­den Sau­er­land: Weber, Pei­chert; Zimny (12), Ei­gen­brodt (2), Weiß­bach (1), Loos (6), Schul­te (1/1), Kre­chel (1), Dudcz­ak (1), Vorn­holt (3), Span­ne­krebs , Schoes­se (2/1).

Sie­ben­me­ter: VTB 3/3, SG 2/2. Zeit­stra­fen: VTB drei, SG zwei. Rote Karte: Schild­knecht, VTB. Zu­schau­er: 570. Schieds­rich­ter: Sa­kov­ski, Schnei­der (Wup­per­tal).

Text: Burkhard Granseier

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