1. Männer

SG will den Schwung mitnehmen

Handball-Drittligist SG Menden Sauerland will beim Aufsteiger LiT Tribe Germania die Punktebilanz aufpolieren. Sorgen um Kapitän Joshua Krechel und Keeper Kevin Peichert

JOSHUA KRECHEL SETZT ES ARTISTISCH UND MIT VOLLER KONTROLLE ÜBER SEINEN KÖRPER ZUM ABSCHLUSS AN. DER KAPITÄN IST NACH SEINER ÜBERSTANDENEN BÄNDERVERLETZUNG NOCH ANGESCHLAGEN, OB ER AM SONNTAG IN OSTWESTFALEN AUFLÄUFT, ENTSCHEIDET SICH KURZFRISTIG. DIETMAR REKER

Auch an diesen Wochenende sind die „Wölfe“ auf Reisen. Die Drittliga-Handballer der SG Menden Sauerland zieht es am Sonntag nach Nordhemmern in Ostwestfalen. Dort sind die Schützlinge von Micky Reiners beim Aufsteiger LiT Tribe Germania zu Gast. Eine Aufgabe, die auf dem ersten Blick nicht unlösbar erscheint. Dennoch ist der Respekt bei den „Wölfen“ greifbar.

„LiT ist schon ein sehr guter Aufsteiger. Die sind vor allem in der Defensive sehr stark. Da müssen wir schon eine sehr gute Leistung bringen“, sieht Micky Reiners keinen Grund für Leichtsinn. Das die Stimmung bei seinen Mannen in dieser Woche sehr gut war, mag der Coach nicht verschweigen. „Man hat schon gemerkt, dass der Sieg in Leichlingen für uns sehr wichtig war. Wir haben sicherlich auch die Chance in LiT etwas zu holen“, sagt der Mendener Coach. Dafür muss aber die eigene Leistung stimmen und sogar noch gesteigert werden.

In Leichlingen zeigte sich die SG vor allem in der Abwehrarbeit deutlich verbessert. „Eine gute Deckung ist auch am Sonntag notwendig. Dann müssen wir noch besser ins Tempo kommen“, sieht Reiners vor allem im Umschaltspiel noch Luft nach oben. In dieser Woche haben die Wölfe die Trainingsarbeit ein wenig umgestellt. So gibt es das Abschlusstraining erst am Samstag. Am Dienstag waren da vor allem die Augen auf den zuletzt verletzten Joshua Krechel gerichtet.

„Josh hat ein wenig mitgemacht. Aber wir haben allerdings nichts dabei riskiert“, so Reiners. Ein Einsatz Krechels nach seiner Bänderverletzung dürfte sich erst kurzfristig entscheiden. „Ich bin da verhalten optimistisch“, hofft Reiners auf ein Mitwirken des Kapitäns. Das zweite Sorgenkind in dieser Woche war Kevin Peichert. Der Keeper, der in Leichlingen so stark gehalten hatte, musste sich mit einer Grippe abmelden. „Da muss man mal sehen, wie das bis Sonntag aussieht. Aber es darf auch nicht mehr passieren“, hofft Reiners das es keine weiteren Ausfälle gibt.

LiT zuletzt zwei Mal unterlegen

Der Gegner startete mit 3:1 Punkten in die Saison und musste in den vergangenen beiden Spielen als Verlierer vom Platz. So gab es gegen Schalksmühle eine 29:34-und in Longerich eine 21:25-Niederlage. So kann man davon ausgehen, dass die Ostwestfalen gegen die „Wölfe“ zurück in die Erfolgsspur finden. Der letzte Besuch der „Wölfe“ in Nordhemmern zu gemeinsamen Oberliga-Zeiten in der Saison 2016/2017 war es. Damals gab es für die SG einen 34:29-Sieg.

Doch das ist für Micky Reiners kein Maßstab. „LiT ist zwar eine sehr eingespielte Mannschaft. Doch da hat es auch einige Veränderungen gegeben“, so der Mendener Trainer. Er denkt da zum Beispiel an Evars Klesniks. Der erfahrene Rückraumakteur aus Lettland hat bereits in der Bundesliga für die HSG Wetzlar gespielt. Aber auch andere Akteure wie Jannik Borcherding sind zu beachten. Micky Reiners hebt auch noch ein Talent heraus. Marvin Mundus, der mit Zweitspielrecht für die Ostwestfalen im Einsatz ist. Der Youngster setzt sonst noch Akzente in der A-Jugend-Bundesliga bei Nettelstedt. In den Spielen gegen Schalksmühle und Longerich steuerte Mundus insgesamt 13 Tore bei. Reiners geht davon aus, dass das Talent auch am Sonntagnachmittag dabei ist.

Letztlich zeigt auch das Spiel am Sonntag, dass die Saison in der dritten Liga ganz besonders schwer wird. Die „Wölfe“ haben gegen LiT Tribe Germania die Chance den misslungenen Saisonstart weiter zu korrigieren. Denn mit einem weiteren Auswärtssieg wäre man mit 4:6 Punkten erstmal wieder im grünen Bereich.

Text: Burkhard Granseier

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