1. Männer

So will Menden wieder jubeln

Handball, 3. Liga: Fast genau vor einem Jahr gewinnt die SG Menden Sauerland im Derby beim TuS Volmetal knapp – eine Wiederholung im Kellerduell ist dringend notwendig

GRENZENLOS IST DER JUBEL DER MENDENER SPIELER NACH DEM SIEG BEIM TUS VOLMETAL IM VORJAHR. DAMALS GEWINNT DIE SG DENKBAR KNAPP MIT 27:26 – RUND EIN JAHR SPÄTER WOLLEN SIE DAS WIEDERHOLEN. LINDA SONNENBERG

Macht´s noch einmal „Wölfe“! Am 13. Oktober des vergangenen Jahres gewannen die Drittliga-Handballer der SG Menden Sauerland ihr Spiel beim TuS Volmetal mit 27:26. Heute abend geht es für den heimischen Branchenführer wieder in die selbsternannte „Handballhölle“ nach Volmetal. Wieder dürfte die Sporthalle mit rund 600 Zuschauern ausverkauft sein. Und wieder wäre ein Sieg so wichtig für die heimische SG. Denn in dieser Spielzeit hinken die „Wölfe“ den eigenen Erwartungen hinterher.

„Wir wollen den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze nicht abreißen lassen“, weist SG-Trainer Micky Reiners völlig zurecht auf die Bedeutung der Partie hin. Jede weitere Niederlage würde die heimischen Ballwerfer noch tiefer in den Abstiegssumpf der Liga ziehen. Aber auch der heutige Gastgeber hat bislang ja noch keine Bäume ausgerissen.

Zwar ließ man zuletzt durch einen Sieg über den Zweitliga-Absteiger und Aufstiegsfavoriten aus Wilhelmshaven aufhorchen. doch am vergangenen Wochenende gab es eine 21:26-Niederlage beim TSV GWD Minden II. „Heute treffen die aktuell punktschwächsten Teams der Liga aufeinander“, weiß Micky Reiners über das Derby im Keller der dritten Liga. „Volmetal wird alles dafür tun, dass sie die Punkte in der eigenen Halle behalten. Das ist ja auch legitim“, sagt Micky Reiners.

Ein wichtiger Spieler fehlt dem Gegner

Der Mendener Coach erwartet einen Gegner, der gegenüber der vergangenen Spielzeit sogar noch zugelegt hat. „Volmetal ist für mich breiter aufgestellt“, sagt der SG-Trainer. Dabei gibt es auch neue Gesichter. Da wäre zunächst einmal Eric Irle zu nennen. „Ein starker Linkshänder im rechten Rückraum“, so Reiners. Aber auch Spieler wie Pfänder, Grasedieck oder Blümel stehen für eine nicht zu unterschätzende Qualität des Volmetaler Teams. Nicht zu vergessen Kapitän Frederik Kowalski am Kreis oder Rückkehrer Silas Kaufmann im rechten Rückraum oder. Der Linkshänder soll aber den Gastgebern heute nicht zur Verfügung stehen.

Dreh- und Angelpunkt des TuS-Teams ist aber natürlich Jan König, der in der vergangenen Spielzeit bester Torschütze der dritten Liga war und in den vergangenen Spielen wieder an diese starke Form anknüpfen konnte. „Und dann haben sie ja jetzt auch noch Joel Jünger. Er will sicherlich zeigen, dass er in Menden verkannt worden ist“, so Reiners über den gebürtigen Hönnestädter, der vor dieser Saison vom Verbandsliga-Absteiger Plettenberg/Werdohl an die Volme wechselte.

Allerdings sieht Reiners auch keinen Grund, dass sich sein Team vor dem Gegner verstecken müsste. Über das 27:27 gegen die Ahlener SG wurde in dieser Woche nur noch sehr kurz geredet. Stattdessen wurde sich intensiv auf die Partie vorbereitet. „Wir müssen über sechzig Minuten unsere Leistung bringen und haben uns zusätzlich auch einiges ausgedacht“, sieht Micky Reiners seine Mannschaft auf alle Eventualitäten vorbereitet. Schwerpunkt wird wieder sein, dass die Abwehr diesmal über sechzig Minuten steht. „Das war gegen Ahlen in der ersten Halbzeit richtig gut“, so der Mendener Trainer. Es spricht also vieles für ein Duell auf Augenhöhe. So erwartet es auch der heutige Gastgeber.

Große Unterstützung aus Menden

Die Wölfe können dabei heute Abend wieder mit reichlich Unterstützung aus der Hönnestädt rechnen. „Die Mannschaft hat schon vernommen, dass einige Fans mitfahren wollen. Ihre Unterstützung brauchen wir auch“, sagt Reiners. So wird ein Bus eingesetzt, für den es noch Mitfahrmöglichkeiten gibt. Wer diese nutzen will, sollte heute um 17.30 Uhr zur Abfahrt am Parkplatz Schlachthof sein oder vorab mit Andreas Krechel (Telefon: 0151/115000689) Kontakt aufnehmen. Für die Rückfahrt ist geplant, dass bei einem Sieg mit der Mannschaft ein wenig gefeiert wird. Vielleicht wiederholt sich ja die 59. Minute aus dem Volmetal-Spiel der vergangenen Saison. Da markierte Moritz Eigenbrodt den 27. Treffer für die SG, der letztlich den Sieg bedeutet. Somit heißt es jetzt in Anlehnung an den Film-Klassiker „Casablanca“ – „Spielt es noch einmal Wölfe.“

Text: Burkhard Granseier

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