1. Männer

Starke Gegner sind der SG lieber

Die Drittliga-Handballer der Menden Sauerland Wölfe verlieren beide Testspiele während ihres Trainingslagers. Trainer Micky Reiners ist aber mit der Moral seines Teams zufrieden

KEIN DURCHKOMMEN FÜR MORITZ EIGENBRODT: BEIM TEST GEGEN EINTRACHT HAGEN HAPERT ES BEI DEN WÖLFEN VOR ALLEM IN DER UMSETZUNG. DIETMAR REKER

Auf die Drittliga-Handballer der SG Menden Sauerland wartet ein sehr steiniger Weg in der neuen Saison. Das wurde am Wochenende bei den Testspielen während des Kurztrainingslagers in der Walramhalle deutlich. Am Freitag unterlag man dem TuS Spenge mit 23:28. Am Samstag gab es eine klare 20:33 (9:18) Niederlage gegen den VfL Eintracht Hagen.

Die Ergebnisse nervten SG-Trainer Micky Reiners eigentlich nicht so richtig. „Ich spiele in der Vorbereitung lieber gegen starke Gegner als, bei allem Respekt, gegen unterklassige Mannschaften. Uns nützt es nichts, wenn wir gegen Landesligisten 40:23 gewinnen und unsere eigenen Fehler nicht sehen“, so der Coach der Wölfe über seine Erkenntnisse an diesem Wochenende.

Hohe Qualität in Liga drei

Das Spiel gegen den Zweitliga-Absteiger VfL Eintracht Hagen zeigte einmal mehr, dass die Dritte Liga in der bevorstehenden Spielzeit deutlich an Qualität gewonnen hat. „Hagen ist eigentlich eine Hausnummer, an der wir uns nicht messen sollten. In den Spielen gegen sie wird es für uns höchstens um Bonus Punkte gehen“, sagte Reiners. Nachdenklich stimmte ihn am Samstag allerdings die Tatsache, dass seinem Team nicht gerade sehr viel einfiel. „Das ist eigentlich schade, denn wir haben uns bislang auch einige Dinge erarbeitet. Doch das hat die Mannschaft nicht genutzt“, resümierte Wölfe-Coach Reiners. Der Mendener Trainer beschränkte sich gegen Hagen phasenweise auf die Beobachterrolle, um zu sehen, wie der Kader auftretende Probleme lösen würde. Doch das blieb diesmal leider nur Stückwerk.

So hatten die Ballwerfer von der Volme keine Schwierigkeiten, die Partie in den Griff zu bekommen. Der Gegner attackierte zum Beispiel gegen sehr früh die Mendener Außenpositionen und nahm damit dem Spiel der Wölfe einiges an seiner Effektivität. „Wir haben dann auch wieder zu viele leichte Fehler gemacht“, erklärte Reiners. Als Hagen nach 14. Minuten mit 9:4 führte, war klar, wie der Kurs der Partie verlaufen würde. Auch nach dem Seitenwechsel sollte sich am Verlauf des Spiels nichts ändern. Der heimische Drittligist war zwar sichtlich bemüht, fand aber kein Mittel, um dem Kontrahenten das Leben schwer zu machen. „Wir haben einfach die nötigen Dinge nicht umgesetzt“, resümierte Trainer Reiners, der seine Mannschaft dann aber auch in Schutz nahm: „Dass die Mannschaft immer gut mitzieht, ist nichts Neues. Das hat sie auch wieder während des Trainingslagers getan“, gab er dem Intensiv-Wochenende im Wolfsbau an der Walramstraße ein positives Ende. Weiter geht es am kommenden Freitag mit dem Testspiel beim Zweitligisten TV Emsdetten. „Das dürfte noch schwerer werden, als gegen Hagen. Die sind noch stärker. Ein weiteres unschönes Spiel für uns“, sagt Micky Reiners mit Blick auf das zu erwartende Resultat. Aber die Ergebnisse werden erst ab Saisonbeginn wieder wichtig.

SG Menden Sauerland – VfL Eintracht Hagen 20:33 (9:18).

SG: Peichert, Weber; Schulte (2). Christian Klein (4/1), Dominik Flor (1), Giacuzzo, Weißbach (1), Loos, Nils Flor, Max Klein (1), Rosenbaum, Dudczak (3), Thier (1), Eigenbrodt (5/2), Krechel (2).

Text: Burkhard Granseier

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