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Stratmann nervenstark und eiskalt

Ann-Kathrin Stratmann behielt in der Schlussphase die Nerven und drehte die Partie gegen den TV Verl zugunsten der SG-Damen. Foto: Tobias Schad, <a href="https://www.schad-info.de">schad-info.de</a>
Ann-Kathrin Stratmann behielt in der Schlussphase die Nerven und drehte die Partie gegen den TV Verl zugunsten der SG-Damen. Foto: Tobias Schad, schad-info.de

Menden. Die Heimspiele der Oberliga-Handballerinnen der SG Menden Sauerland hatten zuletzt immer das gleiche Ende: Stets gab es einen deutlichen Sieg. Der 30. Heimspielerfolg in Serie fiel am Samstag allerdings knapper aus – mit 29:28 (17:17) gewannen die SG-Damen gegen den TV Verl.

Der Tabellenführer musste sich für die Punkte elf und zwölf aber mächtig strecken. Doch schließlich war der Sieg aufgrund des größeren spielerischen Potenzials mehr als verdient.

„Wir haben nicht gut gespielt. Das war ein Kampfspiel, doch wir haben am Ende die Partie ja noch gedreht“, war nicht nur Sascha Stickan mit dem Ergebnis dieser engen Partie zufrieden. Der SG-Coach meinte dabei vor allem die letzten 190 Sekunden. Zunächst hatte Verls Kristin Nicklaus mit ihrem dritten Treffer das 28:26 für die Gäste aus dem Kreis Gütersloh erzielt.

Umstellung macht sich bezahlt

Dann stellte Sascha Stickan auf eine 5:1-Formation mit der vorgeschobenen Kathi Meyer um. Dieses Mittel sollte sich bezahlt machen – auch dank der Nervenstärke von Ann Kathrin Stratmann. Die Linkshänderin erzielte zunächst das 28:28 (58.). Und 51 Sekunden vor der Schluss blieb das SG-Rückraum-Ass auch von der Siebenmetermarke eiskalt und traf zum 29:28 -Siegtreffer.

Bei aller Freude über den nächsten Heimsieg blieb man bei den Gastgebern aber auch selbstkritisch. Vor allem in der ersten Halbzeit hatte man einen ziemlich gebrauchten Tag erwischt. „Unser Rückzugsverhalten hat nicht gestimmt. Und wir haben die Verler Rückraum-Mitte mit Chiara Zanghi nicht in den Griff bekommen“, führte Trainer Sascha Stickan nur zwei der SG-Defizite an.

Harte Verler Gangart

Zudem wurde deutlich, dass sich die SG auch vom streckenweise sehr körperbetonten Spiel der Gäste beeindrucken ließen. Denn der TVV überzog auch für den unbeteiligten Zuschauer oft ihren Einsatz und wurde vom insgesamt schwachen Schiedsrichtergespann dafür nur selten gemaßregelt.

Das wäre nach Spielschluss vermutlich auch kein Thema mehr gewesen, wenn die SG ihre zahlreichen Chancen zu Beginn der zweiten Halbzeit genutzt hätte. „Da haben wir einiges liegen gelassen“, sagte Sascha Stickan. Letztlich war das egal – die Punkte blieben dann doch in der Walram-Halle.

SG Menden-Sauerland: Jaschewski, Spiekermann; Pelz, Köck (2), Leusmann, Benden (2), Albrecht (2), Holste (1), Baer (6/2), Fastnacht (1), Stratmann (8/3), Meyer (3), Gerbe (4).

Burkhard Granseier
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