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Stratmanns Siebenmeter-Tor lässt HSG jubeln

Erzielte wieder einmal entscheidende Treffer: HSG-Shooterin Ann-Kathrin Stratmann (schwarze Kluft) bringt sich hier gegen Bergkamens Vanessa Rohlf (links) und Silja Mende-Kamps in Schussposition.Foto: Biene Hagel

Bergkamen. Sascha Stickan ballte die Fäuste. Geschafft! Die Oberliga-Handballerinnen der HSG Menden-Lendringsen stehen in der ersten Runde des DHB-Pokals 2016/17 und dürfen nun auf einen attraktiven Gegner in der Walram-Halle hoffen.

Einen Gala-Auftritt hatte das Mini-Aufgebot bei seinem Oberliga-Rivalen HC TuRa Bergkamen im Halbfinale des HVW-Pokals nicht hingelegt und zwischenzeitlich sogar einige Probleme. „Aber wie sich die Mannschaft selbst aus dem Sumpf gezogen hat, da muss ich schon sagen: Hut ab!“, erklärte Trainer Sascha Stickan nach dem 31:28 (15:12)-Erfolg, während sein Gegenüber ein bisschen frustriert war. „Das war eine dumme, eine unnötige Niederlage“, sagte TuRa- Coach Ingo Wagner.

Neben der langzeitverletzten Lisa Neuhaus musste die HSG auch die kranken Jenny Fastnacht und Anne Seehagen sowie Urlauberin Lisa Gerbe ersetzen. Und am Samstagmorgen kam noch die Absage von Torhüterin Sarah Ebel: Magen-Darm-Probleme.

Doch dies sorgte zunächst überhaupt nicht für Probleme. „Obwohl wir mit dem letzten Aufgebot hier waren, haben wir eine souveräne erste Halbzeit abgeliefert“, sagte Sascha Stickan nach der Partie, der die Pokal-Stimmung irgendwie komplett gefehlt hatte – die Tribünen am Friedrichsberg waren nicht ausgezogen, und oben saßen gerade mal 100 Zuschauer.

Gastgeber gehen in Führung

Zwar gingen Menden dank zweier Gegenstoß-Tore von Maike Benden und Lisa Albrecht noch mit einer Drei-Tore-Führung in die Kabine, doch schon in der Schlussphase der ersten Hälfte war Sascha Stickan mit der Stimmung seiner Damen nicht mehr ganz einverstanden. „Das war zu leblos“, sagte der HSG-Trainer. „Das hat sich in der zweiten Halbzeit fortgesetzt, und Bergkamen ist dann verdient in Führung gegangen.“ Erstmals wieder nach dem 1:0 beim 17:16 durch Silja Mende-Kamps und dann mehrmals mit zwei Treffern bis zum 24:22.

Zu diesem Zeitpunkt hatte Sascha Stickan seinen Torhüterinnen-Wechsel bereits rückgängig gemacht und wieder Karen Jaschewski für Sarah Spiekermann gebracht. „Sie brauchte die Pause“, sagte der HSG-Coach, „und sie hat dann drei, vier, fünf starke Bälle gehalten, die wichtig für uns waren.“ Zwar schaffte der HC TuRa noch einmal das 26:26, leistete sich in der Folge jedoch zu viele Fehler, während die HSG Menden-Lendringsen, als sie sich aus dem von Sascha Stickan genannten Sumpf zog, auch noch cool und clever auftrat. Rechtsaußen Lisa Albrecht traf zum 27:26 und 28:26, während Luisa Köck einen Gegenstoß zum vorentscheidenden 29:26 verwandelte.
Mehr Platz für Kathrin Baer

Daran änderte auch die Tatsache nichts mehr, dass Bergkamen noch einmal auf 28:29 herankam. Denn Kathrin Baer nutzte dann den Platz, als Ann-Kathrin Stratmann eng gedeckt wurde, um Kathi Meyer klasse in Szene zu setzen. Die traf zwar nicht, konnte aber nur durch ein siebenmeterreifes Foul gebremst werden. Ann-Kathrin Stratmann trat an, verwandelte und sicherte der HSG mit ihrem zehnten Treffer den Einzug in den DHB-Pokal.

Klar: Sascha Stickan war letztlich zufrieden. „Das war eine Leistung des Willens“, sagte der HSG-Trainer. „Ich denke, dass wir – über das gesamte Spiel gesehen – verdient gewonnen haben. Die Mannschaft hat sich die eine Woche trainingsfrei jetzt auch verdient.“

Biene Hagel

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