Jugend

Team aus Luxemburg sorgt mit Turniersieg für Paukenschlag

Das Mitwirken der männlichen A- und B-Jugend-Nationalmannschaft Luxemburgs sorgte für ein belebendes Element im Turnierablauf.

Internationales Flair: Die männliche A-Jugend verliert gegen Fédération Luxembourgeoise mit 8:10. Foto: Frank Saul

Der Sauerlandcup sorgt Jahr für Jahr auch immer wieder für Überraschungen bei den Teilnehmern. So erwies sich in diesen Jahr das Mitwirken der männlichen A- und B-Jugend-Nationalmannschaft Luxemburgs als belebendes Element. Die A-Jugend sorgte für den größten Paukenschlag und gewann das Turnier.

„Die machen einen richtig guten Job“, war nicht nur Mendens einstiger Klasse-Handballer Tobias Schulte vom Auftritt der Gäste aus dem rund 600.000 Einwohner großen Land beeindruckt. Luxemburg zeigte an beiden Tagen, dass guter Handball nichts mit der Größe eines Landes zu tun hat und erwarb sich so viele Freund.

Handschrift von Maik Handschke

Verantwortlich dafür ist ein Deutscher: Maik Handschke. Der 52-jährige gebürtige Schweriner ist seit September 2017 beim Handballverband Luxemburgs als Sportdirektor tätig.

„In Luxemburg hieß es bisher immer: Wir spielen Handball, die anderen gewinnen. Wir wollen lernen, wie man auch Spiele gewinnen kann. Und da helfen die deutschen Tugenden auch weiter“, sagt Maik Handschke. Dass der ehemalige Bundesliga-Profi von Bayer Dormagen, TuSEM Essen oder VfL Gummersbach dafür nach Menden zum Sauerlandcup kommt, ist für ihn nichts Überraschendes . „Ich bin Handballer und da kennt man so ein hervorragendes Turnier wie den Sauerlandcup mit seinem ganz besonderen Ruf“, freut sich Handschke über die Tage in der Hönnestadt. Zuvor war Luxemburg schon bei ähnlichen Turnieren in Frankreich und de Schweiz unterwegs.

Der Handball-Experte gibt dann einen Einblick in seine Arbeit. „Unser Problem ist ja, dass wir gerade mal 14 Vereine haben. Das heißt, dass die Spieler letztlich nicht richtig gefordert werden. Die Gefahr besteht, dass sie zu behäbig werden. In der Bundesrepublik musst du schon im Training richtig Gas geben, um überhaupt spielen zu können“, sagt Handschke.

Der Handball-Experte sieht es durchaus als sinnvoll an, dass die besten Spieler Luxemburgs in den Internaten der Bundesligisten unterkommen. „Es gibt da schon eine Kooperation mit dem VfL Gummersbach – zwei Handballtalente werden bereits in der Talentschmiede des deutschen Traditionsclubs geschult. Im Februar werden wir zudem dort ein Trainingslager abhalten“, erzählt Maik Handschke und sieht auch im körperlichen Bereich durchaus noch Verbesserungsmöglichkeiten.

Wiedersehen im August

„Ich glaube schon, dass unsere A-Nationalmannschaft spielerisch in der Zweiten Bundesliga mithalten kann. Ich habe aber Zweifel, ob das über 38 Spieltage funktionieren würde“, so Handschke. Der 52-jährige sieht Luxemburg am Anfang eines Handballweges. „Für uns geht es nicht um Platzierungen“, steht für Handschke das Lernen ganz oben auf der Agenda.

Ein Wiedersehen mit Luxemburg gibt es bereits im August. Dann kommt die U15 zum Junior-Sauerlandcup.

Text: Burkhard Granseier

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