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Überragende Mentalität reicht nicht

Schwer zu stoppen: Mendens erfolgreichste Torschützin Anka Stratmann versucht in dieser Szene Kölns Felicia Idelberger (Nummer 14) vom Torwurf abzuhalten. Foto: Martina Dinslage

Die Drittliga-Handballerinnen der SG Menden Sauerland verloren am Samstag trotz kämpferisch starker Leistung gegen den 1. FC Köln mit 27:28.

Menden. Schade, das hatten sie nicht verdient! Im Lager der „Wölfinnen“ mochte man sich über die Niederlage gegen den Tabellenzweiten aber nicht lange grämen. „Wir haben gegen eine Spitzenmannschaft verloren. Die wollten hier unbedingt gewinnen“, resümierte SG-Trainer Falk Schilling nach der Schlusssirene. In der Tat präsentierten sich die Gäste aus der Domstadt als hochmotivierte Truppe im „Wolfsbau“ an der Walramstraße. „Wir haben nichts zu verschenken“, hatte deren Trainer Jan Heiner Lück bereits vor der Partie einen engagierten Auftritt seiner Mannschaft angekündigt. Und die FC-Handballerinnen ließen ihren Übungsleiter nicht im Regen stehen. In Sachen Einstellung brauchte sich aber auch bei der SG niemand Gedanken zu machen. „Die Mädels haben gezeigt, dass sie auch dieses Spiel gewinnen wollten“, so Falk Schilling. Doch sie trafen auf einen Gegner, der den „Wölfinnen“ nichts schenkte. So entwickelte sich ein sehr ausgeglichenes Spiel. Als Maike Benden nach sechs Minuten für die SG traf, stand es 3:3. Der Treffer der wieder sehr gut agierenden Sophie Hugger in der elften Minute war der Ausgleich zum 6:6. Die Gastgeber hatten zu Beginn immer eine Antwort auf jede Aktion des Gegners, der sich sowohl in der Abwehr als auch im Angriff sehr ausgeglichen besetzt präsentierte.

Starkes Kölner Duo

„Die sind in der vergangenen Saison Vizemeister in der dritten Liga gewesen und stehen auch jetzt zurecht auf dem zweiten Platz“, wies Falk Schilling auf die Qualität des Gegners hin. Defensiv unheimlich schnell auf den Beinen und energisch zupackend. Offensiv verfügen die Domstädter mit den Geschwistern Vanessa und Felicia Idelberger über ein bärenstarkes Duo. Sie erzielten am Ende 18 der 28 Kölner Tore. „Die beiden sind sehr schwer zu verteidigen“, resümierte Falk Schilling.

Zur Pause war beim 14:15 aus heimischer Sicht noch alles möglich. „Aber nach dem Seitenwechsel ist uns in den ersten zehn Minuten nichts gelungen“, so der SG-Trainer über die vermutlich spielentscheidende Phase, als die Gäste ihren Vorsprung zum Teil auf fünf Tore ausbauen konnten. Nach 40 Minuten lagen die Mendenerinnen mit 16:21 hinten. Dabei raubte das teilweise sehr merkwürdig pfeifende Schiedsrichtergespann aus Wiesbaden den Stratmann und Co. zudem das Selbstvertrauen.

Aufholjagd in der Schlussphase

Doch dann zeigte sich einmal mehr die überragende Mentalität der „Wölfinnen“. Sie kämpfen sich in das Spiel zurück. Tor um Tor rückte man näher und als Ann Kathrin Stratmann in der 58. Minute auf 25:26 verkürzte, schien wieder alles möglich. Doch in den letzten 120 Sekunden der Partie sollte der SG nichts mehr gelingen. Verdient hätten sie es gehabt.

Text: Westfalenpost Menden – Burkhard Granseier

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