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Von Euphorie keine Spur


Jenny Fastnacht (Mitte) kassierte in Vechta nach 50 Minuten nach der dritten Zeitstrafe zwar die rote Karte, hatte aber bis dahin bereits fünf Tore zum späteren Auswärtssieg beigetragen. Foto: Tobias Schad, schad-info.de

 

Der Start in der neuen sportlichen Heimat ist vielversprechend. Die Drittliga-Handballerinnen der SG Menden Sauerland unterstrichen gleich in den ersten zwei Saisonspielen ihre Klasse. Doch von Euphorie ist bei den „Wölfinnen“ nach den Siegen gegen VfL Oldenburg II (30:20) und bei SFN Vechta (29:28) keine Spur.

„Dafür gibt es auch keinen Grund, denn es ist ja noch nichts passiert nach zwei Spieltagen“, sagt Ann Kathrin Stratmann. Obwohl man bei der SG mit dem gelungenen Auftakt mehr als zufrieden ist. „Zwei Siege, vier Punkte – mehr ist nicht möglich wesen“, so Stratmann, die ihre Freude aber nicht verschweigen will. „Wir haben gezeigt, dass wir in die Liga gehören. Ich denke, uns wird keiner auf die leichte Schulter nehmen“, so die Spielführerin der „Wölfinnen“.

Dass die Qualität der Gegner gestiegen ist, dessen ist man sich beim Aufsteiger bewusst. „Dass wir daheim stark sind, das wissen wir. Aber in Vechta waren wir auch gut – vor allem kämpferisch“, so Ann Kathrin Stratmann, die dann den Gastgeber lobte. „Das ist eine sehr starke Mannschaft. Und auf Teams von dieser Qualität werden wir in der Liga öfters treffen.“

Lerneffekt für die Zweite

Dass der Aufwand in der neuen Klasse größer geworden ist, sieht Stratmann nicht. „Wir haben es mit der West-Staffelganz gut getroffen. Die weiteste Tour dürfte wohl Oldenburg sein. Ansonsten sind es immer um die zwei Stunden Fahrt“, so die routinierte Handballerin, die sich aber auch darauf einstellt, dass man nicht in allen Spielen das bessere Ende für sich haben wird. „Wir werden auch schon mal die Halle mit gesenkten Kopf verlassen“, sagt Stratmann. Doch mit dieser Erfahrung will man sich noch Zeit lassen.

Die zweite Mannschaft der SG hat das Gefühl der Niederlage in der noch jungen Saison schon einmal kennengelernt. Doch nach den Siegen gegen Verl und in Hahlen ist die Welt der Oberliga-Handballerinnen wieder in Ordnung. „Mit 4:2 Punkten können wir nach drei Spielen sehr gut leben“, sagt Thomas Binnberg.

Der Oberliga-Coach macht aber auch deutlich, dass noch Arbeit auf seine Mannschaft zukommt. „Wir haben noch einiges zu verbessern“, sieht er sein Team noch am Anfang einer Entwicklung stehen. Und die soll letztlich zum Klassenerhalt im westfälischen Oberhaus führen. Für Thomas Binnberg hatte die deutliche Niederlage zum Saisonstart sogar einen Lerneffekt. „Ich glaube, es war ganz gut, dass uns die HSV Minden-Nord da eine kleine Lehrstunde erteilt hat“, blickt der Arnsberger Coach auf die Auftaktpleite zurück. Und seine Damen haben scheinbar die richtigen Schlüsse gezogen.

Text: Westfalenpost Menden – Burkhard Granseier

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