1. Männer

Weniger offene Fragen bei den „Wölfen“

SG Menden Sauerland steckt in den Planungen für die neue Saison. Mit breiterem Kader zum Klassenerhalt

MICKY REINERS, TRAINER DER SG MENDEN SAUERLAND, IST NICHT ZUFRIEDEN. DIE MENDENER LASSEN BEI DEN AUSWÄRTSSPIELEN ZU VIELE PUNKTE LIEGEN. DIETMAR REKER

Die ersten organisatorischen Fragen bei den Handballern der SG Menden Sauerland sind gelöst. Der Drittligist weiß, dass die neue Spielzeit ein ganzes Stück härter werden wird. Dafür sprechen allein die namhaften Absteiger aus der zweiten Liga. Im Lager der „Wölfe“ ist man sich im klaren darüber. Doch es gibt Zweifel, ob das Umfeld nicht zu viel von der Mannschaft verlangt.

Auswärts wenig Punkte geholt

„Unsere Meisterschaft wird der Klassenerhalt sein. Es könnte bloß sein, dass man im Umfeld viel zu große Erwartungen hat“, sagt SG-Chefin Birgit Völker-Albrecht, die auch nicht müde wird, daran zu erinnern, was alles in der abgelaufenen Saison verbesserungswürdig war. „Der Kader hat eine Riesenleistung gebracht. Aber es gibt auch noch einiges zu verbessern. So haben wir auswärts einfach zu wenig Punkte geholt. Da müssen wir noch nachlegen“, so die SG-Offizielle.

Damit dies in der neuen Saison besser wird, hat man den Kader auf ein stabileres Fundament gestellt. „Wir haben jetzt 16 Spieler zur Verfügung. Allein im Rückraum verfügen wir jetzt für drei Positionen über acht Spieler. So kann jeder mehr Pausen bekommen“, sagt Birgit Völker-Albrecht. Sie denkt dabei beispielsweise daran, dass Joshua Krechel in der vergangenen Spielzeit oft komplett durchspielen musste. Und da der heimische Branchenführer ja auch nicht von schweren Verletzungen verschont blieb, waren die personellen Möglichkeiten in der abgelaufenen Spielzeit mehr als begrenzt.

Charakterliche Stärke

Doch bei den „Wölfen“ mag man sich auch nicht lange mit dem Wehklagen beschäftigen. Denn es gibt auch zahlreiche Trümpfe, die die heimischen Handballer vorzuweisen haben. „Wir haben auch in der neuen Saison einen charakterlich starken Kader“, so Birgit Völker-Albrecht. Das man bei den „Wölfen“ die Bodenhaftung nicht verloren hat, zeigt auch die enge Zusammenarbeit mit der zweiten Mannschaft und der Jugend. „Wir haben in der neuen Spielzeit erstmals einen 16-Mann-Kader für die Zweite. Da sind zahlreiche junge Spieler dabei, die eine Perspektive haben“, verspricht sich Birgit Völker-Albrecht einiges vom internen Nachwuchs. In der vergangenen Spielzeit haben ja Nachwuchsspieler wie Matthias Zimny oder Nils Flor den Drittliga-Kader bereichert. Und auch in der bevorstehenden Saison kann man gespannt sein, welcher „Jungwolf“ Zeichen setzen wird. Ein Kandidat dafür könnte Jan Wiesemann sein.

Gegner mit höheren Etats

Dass die dritte Liga in der neuen Saison finanziell eine Zweiklassen-Gesellschaft ist, zeigt allein der Blick auf die Etats der einzelnen Klubs. „Da spielen Klubs wie der VfL Eintracht Hagen und der Wilhelmshavener HV in einer anderen Liga“, weiß die Vorsitzende der SG Menden Sauerland. Fachleute gehen bei diesen Vereinen von einem Etat im siebenstelligen Euro-Bereich aus. Bei diesen Summen können die „Wölfe“ nicht mithalten. Trotzdem ist sich Völker-Albrecht aber sicher: „Wir sind in der dritten Liga gut aufgehoben!“

Text: Burkhard Granseier

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