1. Männer

„Wölfe“ besiegen die „Panther“

Die Drittliga-Handballer der SG Menden Sauerland zelebrieren einen weiteren unglaublichen Handballabend. Moritz Eigenbrodt setzt die notwendigen Akzente

Grenzenloser Jubel bei der SG Menden Sauerland: Nach dem Treffer zum 31:30-Sieg in letzter Sekunde durch Floarian Schösse stürmen (von links) Raphael Dudczak, Joshua Krechel, Gerd Lange, Mathis Vornholt, Dominik Flor, Laurenz Wefing und Dominik Spannekrebs auf den Platz. Foto: Dietmar Reker, sportpresse-reker.de

Berthold Serges hat als ehemaliger Handballer zahlreiche denkwürdige Spiele erlebt. Am Samstagabend musste der frühere Klasse-Handballer des TV Schwitten nach dem tollen 31:30 (17:15)- Sieg der Drittliga-Handballer der SG Menden Sauerland über die HSG Bergische Panther erst einmal durchatmen.

Denn der Hönnestädter hatte wie alle anderen Zuschauer einen denkwürdigen Abend erlebt. Hohes Tempo, zahlreiche Tore, spektakuläre Paraden – ein Fernsehabend kann nicht abwechselungsreicher sein. „Handball ist doch ein so geiler Sport“, formulierte „Bo“ Serges eine Liebeserklärung an seinen Sport. Und es war in der Tat eine Werbung für den Handball. Zu Beginn des Trainergesprächs im Foyer wurde noch gerätselt. „Zur Halbzeit liegst du mit zwei Toren vorne, dann auf einmal mit drei Treffern hinten. Am Ende gewinnst du mit einem Tor“, so Hallensprecher Stefan Dose, um dann festzustellen: „Das war nichts für schwache Nerven!“ Wie wahr!

SG-Trainer Micky Reiners wollte nach der Schlusssirene das Mitwirken eines achten Spielers nicht leugnen. „Wir hatten heute schon eine Portion Glück auf unserer Seite. Ich bin aber sehr zufrieden und sehr stolz auf meine Mannschaft. Sie hat wieder richtig geackert“, sagte der SG-Trainer. Sein Kollege Marcel Mutz von den Bergischen Panthern erwies sich als fairer Verlierer. „In Menden kann man verlieren , hier wird gute Arbeit geleistet. Der Sieg für die ,Wölfe’ geht in Ordnung, vielleicht wäre ein Unterschieden gerecht gewesen“, analysierte der Coach der Bergischen Panther. „Wir haben eine ganz schwache Abwehrleistung gezeigt“, stellte der Gäste-Trainer dann noch das größte Problem seiner Mannschaft heraus.

In den ersten 14 Minuten war die Partie eigentlich recht ausgeglichen. Die beiden Mannschaften fanden jeweils schnell immer eine Antwort auf die Aktionen des Gegners. Das sollte sich erst in der 15. Minute ändern, als Mathias Zimny und Florian Schösse innerhalb von 45 Sekunden mit ihren Treffern die erste Zwei-Tore-Führung für ihr Team herausholten. Diese sollte dann bis zur Halbzeitpause Bestand haben. Der heimische Branchenführer wirkte unglaublich konzentriert. Gegen einen starken Gegner war etwas möglich.

Florian Schösse nervenstark

Nach dem Seitenwechsel schienen sich die Ereignisse zu überschlagen. Denn innerhalb von acht Minuten wurde aus dem Zwei-Tore-Vorsprung eine Drei-Treffer-Rückstand für die „Wölfe“. Zapf hatte für die Panther das 21:18 erzielt und mit einer Deckungsumstellung versuchte man SG-Antreiber Joshua Krechel aus dem Spiel zu nehmen. Doch das sollte nichts nützen. „Dann kam ja Moritz Eigenbrodt“, musste nicht nur der Gäste-Coach mit ansehen, wie der SGler sein Team zum Erfolg führte. Der Schlusspunkt bliebt dann Florian Schösse vorbehalten, der per Siebenmeter zum Sieg traf.

Text: Burkhard Granseier

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