1. Männer

Wölfe legen in zweiter Spielhälfte den Grundstein zum Sieg.

Die Mendener Handballer gewinnen in der 3. Liga das richtungsweisende Duell gegen die ESG Gensungen-Felsberg mit 25:27 (14:12). Das Team von Trainer Ingo Stary lässt nach der Pause innerhalb von zwanzig Minuten nur vier Gegentore zu und legt damit die Basis für den zweiten Saisonsieg.

Glücklich fiel sich das Mendener Wölfe-Rudel nach sechzig kämpferischen Minuten in die Arme und feierte einen letztlich verdienten Auswärtssieg bei der ESG Gensungen-Felsberg. Vorangegangen war eine über lange Zeit ausgeglichene Partie gegen einen Gegner, der nun auch nach sechs Saisonspielen weiterhin punktlos am Tabellenende steht.

Die Wölfe lagen schnell mit 2:0 zurück, bis Nils Flor den ersten Treffer für Menden erzielte. Ein Bruch kam nach einer Viertelstunde in das Mendener Spiel. Beim Stand von 7:7 kassiert das Heimteam eine Zeitstrafe, nimmt den Torhüter aus dem Spiel und zieht auf 9:7 weg. Eine Situation, die in eigener Überzahl so natürlich nicht passieren darf. Allerdings glichen die Wölfe durch Tim Brand und Rafael Dudczak schnell zum 9:9 aus, um dann in eigener Unterzahl mit 13:9 in Rückstand zu gelangen. In diesem Moment griff die Maßnahme, den Torhüter auf die Bank zu berufen und im Angriff den sechsten Feldspieler zu bringen nicht. Jedoch hatte die ESG Gensungen/Felsberg das gleiche Problem, denn die Wölfe konnten in der folgenden Überzahlsituation dank zweier Ballgewinne wieder aufholen. Bemerkenswert dabei war der direkte Torhüter-Treffer von Jean Luca Jannack zum 13:11, der den Ball mit einem Wurf über das gesamte Spielfeld im ESG-Tor versenkte. Mit einem 14:12 Rückstand ging für unser Team in die Pause.

Die Halbzeitansprache von Ingo Stary wirkte direkt. Die Wölfe standen gut in der Abwehr, holten bereits nach vier Minuten den Rückstand auf, als Rafael Dudczak den 15:15 Ausgleich erzielte. Über weitere erfolgreiche Angriffe und Tempogegenstöße zogen die Wölfe bis zur fünfzigsten Spielminute auf 18:23 weg und schienen kurz vor Spielende bereits als der sichere Sieger. Gensungen/Felsberg kam bis dahin auf vier erzielte Tore in der zweiten Spielhälfte, was die gute Abwehrarbeit der Wölfe unterstrich. Über Marcel Tarlinskis 19:24 und Tim Brands 21:25 hielten die Wölfe den Gegner auf Distanz. In der Folge kam im Angriff ein Bruch in das Wölfe-Spiel, den die ESG nutzte, um auf 25:26 aufzuholen. Marcel Tarlinski zeigte dann Nervenstärke und erzielte eine Minute vor Schluss den vorentscheidenden Wölfe-Treffer zum 25:27. Einen finalen Siebenmeter konnte Max Klein nicht mehr im Tor unterbringen. Wie schon in den letzten Spielen, war die Trefferquote von der Sieben-Meter Marke ausbaufähig. Von fünf Mendener Siebenmetern zappelte nur einer im Netz. Hieran muss unser Team arbeiten, um diese leichten Tore für sich zu verbuchen. So hätte das Team den Gegner schon viel früher distanzieren können. Aber an diesem Abend war das alles egal. Wichtig ist der zweite Saisonsieg gegen einen direkten Konkurrenten. So konnte das Wölfe-Team die lange Rückfahrt nach Menden genießen und kann sich nun auf ein weiteres wichtiges Duell am kommenden Wochenende vorbereiten.

So kommentiert Ingo Stary den Auswärtssieg: „Wir sind sehr glücklich über die zwei Punkte in diesem Auswärtsspiel. Dieser ist gelungen durch eine sehr gute Teamleistung, vor allen Dingen in der Abwehr über weite Strecken der zweiten Spielhälfte. Mein Team hat sehr intensiv verteidigt, hat die Zweikämpfe sehr offensiv angenommen und geführt und sich gegenseitig geholfen, gedoppelt und zur Ballseite verschoben. Dadurch war ein Durchkommen der Gensunger Rückraumspieler nicht möglich. Damit hat die Abwehr den Schlüssel zum Erfolg gelegt. Hinzu kommen in entscheidenden Phasen wichtige Paraden von Jean Luca Jannack. Womit ich nicht einverstanden bin, ist die erneut schwache Siebenmeter-Quote. Wir können es uns nicht erlauben, so viele sichere Würfe zu vergeben. Zudem denken wir nach dem 18:23, dass wir das Spiel im Griff haben und erlauben uns dann technische Fehler und treffen falsche Entscheidungen im Positionsangriff. Dadurch kommen wir in der Schlussphase noch einmal unter Druck. Hier müssen wir cleverer werden und das Spiel schon früher entscheiden.“

Am Samstag 16.10 kommt es für Stary zu einem emotionalen Treffen. Der längjährige Essener Handballer trifft mit seinem Team im Heimspiel am Habicht auf TuSEM Essen II. Für die Wölfe eine Chance, gegen einen weiteren direkten Wettbewerber wichtige Punkte zu gewinnen. Anwurf der Partie ist um 19 Uhr in Menden-Lendringsen.

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