1. Männer

„Wölfe“ setzen auf ihr Publikum

SG Menden Sauerland hofft im Heimspiel gegen Leichlingen auf voll besetzte Ränge. Vergangene Partie in Minden macht Mut für die nächsten Auswärtsspiele

Kapitän Mathis Vornholt will auch im kommenden Spiel wieder in einer vollen Halle die Zuschauer mit starken Aktionen begeistern. Gegen Leichlingen hofft auch Trainer Micky Reiners wieder auf den X-Faktor der Mannschaft, der lautstark für Unterstützung sorgt. Foto: Stefan Deitel

Es scheint, als wäre den Drittliga-Handballern der SG Menden Sauerland ein wenig ihre Leichtigkeit abhanden gekommen. Das 31:34 beim TSV GWD Minden II war die vierte Niederlage in Folge für die „Wölfe“ Das bislang letzte Erfolgserlebnis datierte vom 26. Oktober.

Damals knöpfte man der SG Schalksmühle/Halver beim 27:27 einen Punkt in der eigenen Kreissporthalle ab. „Da trifft es sich ja gut, dass wir am Samstag wieder ein Heimspiel haben“, sagt SG-Trainer Micky Reiners. Der Coach der „Wölfe“ weiß, dass seine Schützlinge in dieser Spielzeit bislang daheim meistens sehr gute Leistungen brachten. „Wir haben da auch unser Publikum im Rücken. Das hat bislang unsere Mannschaft immer ein Stück getragen“, stellt Reiners die Bedeutung des eigenen Publikums heraus. Und das ist jetzt am kommenden Samstag im letzten Heimspiel des Jahres noch einmal gefordert. Denn dann kommt mit dem Leichlinger TV eines der Top-Teams der Liga nach Menden.

Am Samstag um 19 Uhr empfangen die „Wölfe“ die Ballwerfer aus dem Rheinland in der Walramhalle. „Die Mannschaft und ich hoffen natürlich darauf, dass die Walramhalle richtig voll sein wird“, sagt Reiners. Das hieße, dass über 600 Zuschauer dem heimischen Branchenführer den Rücken stärken würden. Eine Unterstützung, die auch in der Vergangenheit den Grundstock für manch sportliche Überraschung war. Denn sicherlich wird die Mannschaft gegen den Tabellendritten als Außenseiter in die Partie gehen. „Leichlingen hat am Freitag gegen Ahlen noch mal ein richtiges Zeichen gesetzt“, sagt Reiners.

Zufriedener Blick auf die Niederlage

Mit Blick auf die eigene Mannschaft stimmte ihn am Samstag das Auftreten bei der Zweitvertretung des Erstligisten TSV GWD Minden wieder sehr zufrieden. „Das war besser als in Gummersbach“, scheint das Reiners-Team wieder in die Spur zurückgefunden zu haben. Wenn halt jene ominösen zehn Minuten vor der Pause nicht gewesen wären, die ein besseres Ergebnis verhinderten.

In der zweiten Halbzeit hatten sich die „Wölfe“ – trotz des deutlichen Sechs-Tore-Rückstandes – immer wieder herangekämpft „Wir hatten uns vorgenommen, in der zweiten Halbzeit alle fünf Minuten ein Tor wegzubeißen“, so Micky Reiners. Und tatsächlich waren sie in der 55. Minute bis auf ein Tor herangekommen. Joshua Krechel und Mathis Vornholt brachten das Team mit einem Doppelschlag auf 29:30 heran. Die Antwort des SG-Gegners ließ nicht lange auf sich warten. „Sie haben immer zu dem für sie richtigen Zeitpunkt ein Tor nachgelegt“, kommentierte Reiners den Treffer von Lukas Kister zum 31:29 in der 57. Minute. Die erhoffte Wende des Spieles blieb den „Wölfen“ versagt.

Micky Reiners mochte sich aber nicht lange ärgern. Der Trainer blickte bereits auf die beiden letzten Auswärtsspiele des Jahres bei der SG Langenfeld und beim MTV Großenheidorn. „Ich bin überzeugt, wenn wir die Leistung aus dem Minden-Spiel dort auch abrufen können, werden wir auch auswärts punkten“, glaubt der Trainer an ein Ende der Nullnummern in fremden Hallen.

Doch zunächst steht erstmal das Heimspiel gegen den Leichlinger TV an. Und da kommt diesmal den Fans der „Wölfe“ eine ganz besondere Bedeutung zu. Der „Wolfsbau“ an der Walramstraße dürfte einen besonderen Abend erleben.

Text: Burkhard Granseier

Zugehörige Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere

Ebenfalls interessant

Close
Close
Close